Nur zwei Stunden Bettruhe? Vier Alternativen zu deinem Schlafzyklus

Wir gehen jede Nacht ins Bett und stehen am Morgen wieder auf. Da scheinen wir uns einig, doch ist dies nicht der einzig mögliche Schlafzyklus.

© Gregory Pappas - Unsplash

Sieben bis neun Stunden pro Nacht ist der Schlafzyklus, mit dem die meisten von uns vertraut sind. Doch gibt es noch weitaus mehr Möglichkeiten als nur diese. Aus Willensstärke wird Gewohnheit und so schafft es manch einer mit gerade mal zwei Stunden Schlaf am Tag auszukommen, mittels sogenannten polyphasischen Schlafes. Dies kann nicht nur die Produktivität steigern, sondern auch die vorhandene Freizeit – und teils wirkt ein anderer Schlafzyklus sich auch positiv auf die eigene Arbeit aus. Wir zeigen dir vier Alternativen zu deinem aktuellen Ruheverhalten.

Der biphasische Schlafzyklus

Dieser Zyklus ist von allen der wohl komfortabelste und am einfachsten umzusetzen. Wie der Name bereits impliziert, besteht der biphasische Schlafrhythmus aus zwei Ruhezeiten und insgesamt kommt man hierbei auf sechs bis acht Stunden Schlaf am Tag. Wie beim gewöhnlichen Schlafzyklus genießt man bei diesem etwas Nachtruhe, wobei diese sich auf fünf bis sechs Stunden beläuft. Am Nachmittag legt man sich dann erneut hin für etwa eineinhalb Stunden Schlaf.

So sieht das Schlafverhalten beim biphasischen Zyklus aus. © Jorel314

Dieser Schlafzyklus bringt einige Vorteile mit sich. Unter anderem sorgt der Mittagsschlaf für ein besseres Gedächtnis und erhöhte kognitive Fähigkeiten. Genauso wirkt dieser sich positiv auf die Gesundheit aus und reduziert vorliegenden Stress, erweist sich jedoch auch als überaus hilfreich an Tagen, an denen man nicht gut geschlafen hat. Nicht zu empfehlen ist dieser Rhythmus, falls man ohnehin Schlafprobleme hat, da diese hierdurch verschlimmert werden könnten. Sofern ein derartiges Problem jedoch nicht vorliegt, könnte hierin der optimale Schlafzyklus für einen liegen.

Der Everyman-Schlafzyklus

Dieser Zyklus ist bereits etwas gewöhnungsbedürftiger, denn gerade mal viereinhalb Stunden Schlaf am Tag werden einem damit zuteil. Die Nachtruhe beträgt hierbei dreieinhalb Stunden Schlaf und es folgen drei Einheiten an Mittagsschlaf, welche jeweils 20 Minuten betragen. Ein Schlafzyklus, welcher sich überaus schwer anzueignen ist, doch ist dies dennoch durchaus möglich.

Mit drei Mittagsschläfen und wenig Nachtruhe, ist dieser Zyklus zunächst überaus herausfordernd. © Jorel314

Dieser Zyklus bietet natürlich sehr viel Freizeit und kann somit eine erhöhte Produktivität verursachen, doch weiterhin genug Ruhephasen, um nicht total übermüdet zu sein. Sobald man sich vor allem an die Mittagsschlafeinheiten gewöhnt hat, erweist sich dieser Zyklus als überaus flexibel. Schwierig ist es dennoch, diesen im Alltag zu implementieren, doch gibt es Berichte von Leuten, welche die zwanzigminütigen Naps auf der Arbeitstoilette vollziehen. Das wiederum erfordert nochmal eine andere Form der Willensstärke und je nach Zustand der entsprechenden sanitären Anlagen eventuell auch eine Wäscheklammer für die Nase. Für diejenigen, welche planen ihre Produktivität drastisch zu steigern, könnte hierin die perfekte Möglichkeit liegen.

Der Dymaxion-Schlafzyklus

Für diejenigen, welche sich nun denken, das sei einem weiterhin zu viel Schlaf, gäbe es noch das Dymaxion-Modell. Gerade mal zwei Stunden schläft man tagtäglich durch dieses und das durch vier Mittagsschläfe in Höhe von 30 Minuten, innerhalb regelmäßiger Intervalle.

Weiterhin zu viel Schlaf? Wie wäre es hiermit. ©Jorel314

Dieser Schlafrhythmus bietet die längsten Wachzeiten von allen und eignet sich sehr gut für Personen, welche ohnehin nicht viel Schlaf benötigen. Dennoch ist dies auch der Zyklus, welcher am schwierigsten anzueignen ist und die Mittagschlafeinheiten sind aufgrund ihrer Länge nur schwierig im Alltag einzuplanen.

Der Uberman-Schlafzyklus

Dieser Zyklus bietet eine angenehme Alternative zum vorherigen, insofern, dass hierbei sechs Mittagsschläfe in Höhe von 20 Minuten abgehalten werden. Folglich kommt man auch hier auf zwei Stunden Schlaf am Tag.

Mehr Naps, doch gleicher Schlaf. © Jorel314

Sobald man sich an diesen Zyklus angepasst hat, scheint es möglich beinahe überall auf Anhieb einzuschlafen. Diese Version mag angenehmer sein als der Dymaxion-Zyklus, doch heißt das nicht, dass es leicht ist, sich hieran anzupassen – ganz im Gegenteil. Des Weiteren ist dieser Zyklus nicht allzu flexibel, eignet sich aber dennoch sehr gut für diejenigen, welche nie länger als dreieinhalb Stunden an etwas arbeiten müssen.

Schlaf ist ein wichtiger Bestandteil unser aller Leben. Einen Rhythmus zu finden, der sich für einen selbst am besten eignet, kann sich überaus positiv auf das eigene Leben ausüben. Mehr Produktivität und Freizeit können beispielsweise positive Nebeneffekte sein. Dennoch sollte man beachten die eigene Selbstoptimierung nicht zu stark auszureizen. Es muss gesagt sein, dass verschiedene Zyklen besser geeignet sind für jeweils verschiedene Jobs. Der klassische, monophasische Schlafzyklus eignet sich gut für Büroarbeiter, der biphasische für beispielsweise Bauarbeiter und der Everyman-Zyklus für Leute, welche viel berufliche Freiheit genießen. Doch gilt nicht zu unterschätzen, wie viel der Schlafrhythmus mit einem anstellen kann. Diesen dementsprechend zu regulieren, scheint überaus sinnvoll.

Über Toni Gau

Toni Gau

Toni Gau ist freischaffender Blogger, wobei sein Augenmerk auf Popkultur, Literatur und Storytelling liegt, mit eigens geschriebenen Geschichten zwischendrin. Nach dazugehörigem Studium setzt er hier nun seine Arbeit fort und schreibt seit März 2019 für OnlineMarketing.de

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