Neue Studie von Stepstone: Diese Faktoren sind Studierenden beim ersten Job wichtig

Stepstone hat eine neue Studie zum Berufseinstieg von Studierenden erstellt. Das Gehalt bleibt weiterhin der wichtigste Faktor bei der Arbeitgeberwahl.

Absolventen Gehalt

© Esther Tuttle | Unsplash, CC0

Die Online-Jobplattform Stepstone hat vor einigen Tagen eine aktuelle Studie zum Job-Einstieg vorgelegt. Dabei wurde untersucht, welche Erwartungen und Präferenzen Studierende an ihren ersten Arbeitgeber haben.

Allgemeines zur Studie

Die 3.500 Befragten waren größtenteils zwischen 18 und 30 Jahre alt und zu 58 Prozent weiblich. 65 Prozent werden in 2018 oder 2019 ihr Studium beenden. Die Abschlüsse sind dabei gemischt zwischen Bachelor, Master, Diplom und Promotion. Mit 55 Prozent beendet mehr als die Hälfte ihr Studium mit einem Bachelor. Bei der Befragung wurden alle großen Studiengänge erfasst, die meisten Studierenden kommen aus den Wirtschaftswissenschaften (21 Prozent).

Anstellung bei großen Unternehmen bevorzugt

68 Prozent der Befragten möchten nach dem Studium als Angestellte arbeiten, die meisten davon für ein großes Unternehmen. 11 Prozent wünschen sich eine Auszeit und 6 Prozent möchten ein eigenes Unternehmen gründen.
Die meisten Befragten (60 Prozent) wollen ihre Karriere in einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeiten beginnen. In einem Großunternehmen mit über 5.000 Mitarbeitern möchten hingegen nur 9 Prozent starten.

Gehaltswunsch

Wer schon im Beruf ist, kann sich bestimmt gut an das erste Vorstellungsgespräch erinnern. Eine wichtige Frage für den Bewerber ist immer: Wie viel Gehalt kann ich fordern?

Der Großteil (24 Prozent) der Absolventen rechnet mit 30.000 – 35.000 Euro Jahreseinkommen als Einstieg. Die Antworten fielen dabei je nach Studiengang unterschiedlich aus. So erwarten Studenten der Mathematik, Informatik und Wirtschaftswissenschaften im Großteil 36.000 – 40.000 Euro, angehende Ingenieure sogar 41.000 – 45.000 Euro.

Betrachtet man die Erwartungen an das Gehalt unterteilt nach Abschluss der Studierenden, liegen die Promotionsstudenten vorne. Jeder Fünfte von ihnen rechnet mit einem Einstiegsgehalt von über 55.000 Euro. Bei den Master-Studierenden rechnen 40 Prozent mit über 46.000 Euro, wohingegen nur 22 Prozent der Bachelor-Studenten eine solche Bezahlung erwarten.

Gehalt als wichtigster Faktor bei der ersten Arbeitgeber-Wahl

Der Punkt des Einstiegsgehalts wird in der Studie besonders intensiv untersucht. Das hat einen guten Grund. 74 Prozent der Befragten nannten ein attraktives Grundgehalt als den wichtigsten Faktor bei der Wahl des ersten Arbeitgebers. Dann kommt mit weitem Abstand „Gute Referenz für die weitere Karriere“ (44 Prozent). Der drittwichtigste Grund ist dann wieder das Geld: „Aussicht auf ein hohes Einkommen in der Zukunft“ (40 Prozent).

Online-Jobbörsen sind der erste Anlaufpunkt

Bei der Suche nach einem Arbeitsplatz bevorzugen die meisten Studierenden Online-Jobbörsen (63 Prozent), gefolgt von den Karriereseiten der Unternehmen (36 Prozent) und der Agentur für Arbeit (34 Prozent). Die meisten suchen dabei nach Berufsfeldern und Branchen, um eine möglichst große Auswahl zu haben. Nur 16 Prozent erkundigen sich über die freien Stellen bei einem bestimmten Unternehmen.

51 Prozent der Befragten nehmen schon während des Studiums Kontakt zu einem Unternehmen auf, um dort ihre Abschlussarbeit zu schreiben. Sie erhoffen sich davon bessere Chancen bei einer späteren Bewerbung.

Nachdem sie eine passende Stelle gefunden haben, setzen 90 Prozent der Befragten auf das Versenden von klassischen Bewerbungsunterlagen für die ausgeschriebene Stelle. 78 Prozent versenden Initiativbewerbungen an ihr Wunsch-Unternehmen, wenn sie keine passende Stelle in der Ausschreibung finden.

Lange Pendelzeiten sind unbeliebt

Die Bewerber sind bereit, bis zu 60 Minuten zum Arbeitsplatz zu pendeln. Länger als eine Stunde würden nur 9 Prozent fahren. Wenn sie einen längeren Arbeitsweg in Kauf nehmen müssen, setzen 37 Prozent auf das Pendeln per Auto, Motorrad etc., 45 Prozent bevorzugen den ÖPNV.

Betrachtet man die tatsächlichen Zahlen, sieht die Realität allerdings anders aus. Dort fahren 65 Prozent der Pendler mit dem Auto. Grund dafür ist die schlechte Anbindung des ÖPNV, vor allem am Rande und außerhalb von Großstädten.

Über Stephan Hütter

Stephan Hütter

Stephan Hütter ist ein Kind des Ruhrgebiets. Als gelernter Sportökonom schreibt er viel über Sport. Dabei hat es ihm vor allem das Sportsponsoring und dessen Einbindung in den Sales Funnel angetan. Seit seiner Selbstständigkeit beschäftigt er sich zudem mit dem Thema digitaler Lifestyle und den damit verbundenen neuen Karrieremöglichkeiten. Seit 2018 schreibt er für OnlineMarketing.de

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