In 4 Schritten zu beruflichem Erfolg mit der WOOP-Strategie

Alleine positives Denken reicht nicht aus, damit gelingt, was du dir wünschst! Glücksforscherin Gabriele Oettingen verrät, wie du mit der WOOP-Strategie in vier simplen Schritten beruflich erfolgreicher wirst.

Hindernis überwinden mit der WOOP-Strategie

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Es ist allseits bekannt und erwiesen, dass mit einer positiven Grundeinstellung im Leben vieles einfacher läuft. Wenn man etwas wirklich will, wird es auch gelingen, so versprechen es viele Motivations-Ratgeber. Um zum Ziel zu gelangen, reicht positives Denken alleine aber nicht aus, meint Gabriele Oettingen, Professorin für Psychologie an der New York University. Gibt man sich lediglich positiven Zukunftsfantasien hin, übersehe man zu oft Dinge, die der Zielerreichung im Wege stehen. Unreflektierte Zufriedenheit und eine passive Haltung seien wenig erfolgversprechend, so Oettingen. In Ihrem Buch Die Psychologie des Gelingens veröffentlichte sie unter dem Namen WOOP eine Strategie, die auf über 20 Jahren Forschungsarbeit basiert.

Was bedeutet WOOP?

WOOP steht für Wish Outcome Obstacle Plan und ist in der wissenschaftlichen Literatur auch unter der Bezeichnung des Mentalen Kontrastierens mit Wenn-Dann-Plänen (englisch: Mental Contrasting with Implementation Intentions, MCII) bekannt.

WOOP ist eine praktische, evidenz-basierte mentale Strategie, die Menschen einsetzen können, um ihre Wünsche zu identifizieren und zu erfüllen und Gewohnheiten gezielt zu verändern.

Was das konkret heißt: Wünsche identifizieren, aktiv werden und die Gewohnheiten gezielt verändern, damit man zum Ziel gelangt. Das klingt logisch, aber auch nicht wirklich neu. Was also genau verspricht die WOOP-Strategie?

Die vier WOOP-Schritte

In vier einfachen Schritten soll es gelingen, beispielsweise deinen Traumjob zu bekommen, leichter abzunehmen oder in zwischenmenschlichen Beziehungen zufriedener zu werden. Voraussetzung für die Zielerreichung ist jedoch, dass du dein Verhalten auch wirklich ändern möchtest. Ob beruflich oder privat, in allen Lebensbereichen ist WOOP anwendbar. Und so gehst du vor:

1. Wish: Dein wichtigster Wunsch

Nimm dir etwas Zeit und entspanne dich. Denke über einen Wunsch nach, der herausfordernd ist, den du aber realistisch für dich beispielsweise in den nächsten 24 Stunden oder vier Wochen selbst erfüllen kannst. Notiere deinen Wunsch in 3-6 Worten.

2. Outcome: Das beste Ergebnis, das Schönste

Stelle dir nun das beste Ergebnis lebhaft vor und spüre, wie es sich anfühlt, wenn sich dein Wunsch erfüllt. Fasse das Schönste in 3-6 Worten zusammen.

3. Obstacle: Das wichtigste, innere Hindernis

Was hält dich davon ab, dir deinen Wunsch zu erfüllen? Definiere das wichtigste Hindernis in 3-6 Worten und stelle es dir lebhaft vor.

4. Plan: Der Wenn-Dann-Plan

Überlege nun, wie du dieses Hindernis überwinden kannst. Wie kannst du effektiv handeln? Erstelle dafür einen Wenn-Dann-Plan: Was tust du, wenn das Hindernis eintritt?

Das Hauptaugenmerk liegt bei WOOP auf dem Hindernis. Und das scheint gleichermaßen auch das Neue an der Strategie zu sein. Hindernisse stehen der Zielerfüllung im Wege. Sie finden daher im WOOP-Prozess große Beachtung. Erst wenn das Hindernis identifiziert worden ist, kann ein Wenn-Dann-Plan geschmiedet werden, der dich sozusagen zum Aktivwerden auffordert.

Mit WOOP wirklich zufriedener?

Studien zeigen, dass Erwachsene mit Hilfe von WOOP sowohl Stress reduzieren als auch ihr Arbeitsverhalten verbessern können und dass sie ein besseres Problemlöseverhalten an den Tag legen.

Unter WOOP my life findest du weitere Informationen, Audio-Guides (auf Englisch) und ein komplettes WOOP-Paket. Auch eine WOOP App soll dich dabei unterstützen, die vier beschriebenen Schritte zu trainieren.

Habt ihr schon Erfahrungen mit WOOP gemacht, die ihr teilen möchtet? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Quelle: haufe

Über Petra Jahn-Firle

Petra Jahn-Firle

Petra Jahn-Firle hat Medienmanagement in Mainz studiert und konnte bereits während dieser Zeit als Werkstudentin redaktionelle Erfahrungen sammeln. Danach hat sie viele Jahre in Digitalagenturen und zuletzt in der Softwarebranche als Online Marketing Managerin gearbeitet. Prägnante Texte, wohl durchdacht und für den Online-Leser gemacht – das ist ihr Metier. Seit November 2016 schreibt sie als freie Redakteurin für OnlineMarketing.de mit Schwerpunkt Job und Karriere.

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