Aufgeben ist keine Option: So motivierst du dich in schwierigen Zeiten

Hat da jemand “aufgeben” gesagt? Wir verraten dir, wie du den Teufel auf deiner Schulter zum Schweigen bringst und einfach weiter machst.

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Ein wenig Idealismus gehört schon dazu, wenn du den Sprung in die Selbstständigkeit wagst. Idealismus, Mut und eine ziemlich große Portion „yolo“. Und: Du musst mit ganzem Herzen bei der Sache sein. Steine in deinem Weg gibt es viele. Sehr viele. Da kommt mehr als einmal der Gedanke auf, die Flinte einfach ins Korn zu werfen, aufzugeben und sich in die vermeintliche Sicherheit zu flüchten. Und auch als Angestellter gerätst du in berufliche oder private Situationen, die den Teufel auf deiner Schulter dazu anfeuern, dir „aufgeben“ ins Ohr zu flüstern.

Entrepreneur Gerard Adams kennt das genau. Und er hat ein paar Tipps und Tricks in der Tasche, wie du dem Zweifel ein Schnippchen schlagen kannst.

Den Blick nicht nur nach vorne richten – sondern auch einmal zurück

Von Natur aus orientiert sich der Mensch grundsätzlich auf die Zukunft. Früher war dieses vorausplanen lebenswichtig, um auch unter widrigen Umständen, zum Beispiel in langen Wintern oder während großen Dürreperioden, zu überleben. In manchen Ländern ist dies sicher noch immer wichtig. Gerade in der westlichen Welt können wir es uns jedoch erlauben, den Blick nicht immer nur nach vorne zu richten. Im Hier und Jetzt zu leben und die Gegenwart angenehm zu gestalten hilft uns, nicht in Panik zu geraten und somit besser voran zu kommen. Was aber, wenn die Angst doch wächst und der Wunsch alles aufzugeben und sich in sein Schneckenhaus zurückzuziehen überhand nimmt? Dann ist es Zeit, auch einmal in die Vergangenheit zu schauen. Wie weit bist du gekommen? Was hat sich alles verändert? Hat sich sogar etwas viel besser entwickelt, als du es erwartet hast? Denk daran, irgendwann ist auch die Gegenwart die Vergangenheit und du blickst auf sie zurück und bist stolz darauf, wieviel Erfahrung du gesammelt hast.

Weniger meckern, mehr lächeln

Adams rät in seinem Artikel dazu, für Dinge die wir haben dankbar zu sein. Vorsicht, Nähkästchengeplauder: Es gibt Tage, da habe ich keine Lust mehr, Kundenakquise zu betreiben, zermürbende Honorarverhandlungen zu führen oder darüber nachzudenken, ob ich mir jetzt einen Tag Urlaub gönnen darf. Es gibt auch Tage bei meinen festangestellten Kollegen, in denen sie nicht mit Freude ins Büro gehen, sich mit Kollegen um die besten Brückentage streiten oder das Hamsterrad unter sich nur allzu sehr spüren. Tage also, an denen beide Seiten einfach alles hinschmeißen wollen. An diesen Tagen sind es nicht die Dinge, die vielleicht noch kommen könnten, die uns dazu antreiben weiterzumachen, sondern die, die wir trotz allem Ärger schätzen. Ein Ordner neben meinem Schreibtisch erinnert mich außerdem immer daran: „Wenn du alles liebst was du hast, hast du alles was du brauchst.“ Ein manchmal etwas zu idealistischer Satz und sicher nicht immer ganz richtig. Um nicht aufzugeben jedoch noch immer wahr genug.

Deine Gedanken sind deine Waffe im Kampf gegen den Zweifel

Nagende Zweifel sind nicht nur lästig, sondern auch gesundheitsschädlich. Hier ist es wichtig, dass du auf dich selbst achtest. Wird dir alles zu viel, tritt einen Schritt zurück. Mache einen Spaziergang in der Natur, treffe dich mit Freunden, verabrede dich mit Kollegen zum Co-Working im Home Office. Alles, was dir zunächst hilft, Abstand zu gewinnen um danach Pessimismus von Realismus zu unterscheiden, ist gut und richtig. Genau das muss auch dein Ziel sein: Positiv denken und dich von allzu negativen Szenarien im Kopf verabschieden. Solche drohen stets zur selbsterfüllenden Prophezeiung zu werden. Das Gedankenkarussell namens Ego zu stoppen ist dabei, zugegeben, aber alles andere als einfach. Vielleicht hilft es dir aber, wenn du dir laut und deutlich sagst, dass jetzt genug mit der Schwarzmalerei ist. Später versuchst du dann, die positiven Gedanken gegen den Zweifel aufzuwiegen – denn deine Gedanken sind deine wichtigste Waffe im Kampf gegen die Versagensangst. Hast du das geschafft, dann kannst du zum nächsten Schritt übergehen, um deine Zweifel zu bekämpfen.

Werde aktiv – mit Babyschritten

Auch wenn noch der Pessimist in dir die Oberhand hat und manchmal alles sinnlos erscheint: Tu es trotzdem. Schreib die Bewerbung für den Job, den du unbedingt haben willst oder rufe den Redakteur an, von dem du eigentlich nicht glaubst, dass er an dir als Mitarbeiter interessiert ist. Wenn tatsächlich nichts daraus wird, dann kannst du aufhören darüber nachzudenken. Viel häufiger als der Misserfolg ist jedoch der Erfolg. Um dich nicht zu verausgaben und große Ziele auch langfristig zu erreichen, sind Babyschritte dabei genau das Richtige. Es ist immer besser, du kommst langsam voran, bleibst dabei aber seltener stehen. Die Alternative wäre schließlich, zu rennen und dabei entweder Seitenstiche zu bekommen oder über die eigenen Füße zu stolpern. Oder einfach aufzugeben. Und das ist schließlich keine Option, oder?

Quelle: Entrepreneur.com

Über Linda Ewaldt

Linda Ewaldt

Linda Ewaldt hat in Hamburg Germanistik und Psychologie studiert und danach Redaktionsluft in kleinen Startups und großen Unternehmen geschnuppert. Seither ist sie freiberuflich tätig und ihre Spezialgebiete sind Karriere und Gesundheit. Am liebsten schreibt sie für OnlineMarketing.de Artikel, die beides miteinander verbinden.

3 Gedanken zu „Aufgeben ist keine Option: So motivierst du dich in schwierigen Zeiten

  1. Christoph Gärtner

    Guter Artikel! Sollte man sich immer wieder vor Augen führen, gerade wenn es mal nicht so läuft wie erhofft. Immer daran denken wo man angefangen hat und das auch wieder bessere Zeiten kommen. Solange man sich daran erinnert, warum man etwas tut, motiviert das einen dann trotzdem!

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  2. Philipp Heinisch

    Der schöne Satz “wer alles liebt, was er hat, hat alles, was er braucht”, ist wahrschienlich nicht von Ihnen, aber ich danke Ihnen, das Sie ihn veröffentlicht und mir zugänglich gemacht haben und mir so einen sehr heiteren und entspannten Abend beschert haben, nachdem dieser Tag wirklich sehr unfein angefangen hatte. Vielen Dank, Frau Ewaldt!
    Philipp Heinisch

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