Excelsior! 5 Lektionen, die uns die Karriere von Comic-Genie Stan Lee lehrt

Authentizität war nur ein Faktor, der ihn als Schöpfer des Marvel-Universums bekannt machte. Entrepreneure können sich einiges von ihm abschauen – und von seinen Helden.

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Große Karrieren sind immer dafür geeignet, sich den einen oder anderen Punkt abzuschauen, um das eigene berufliche Weiterkommen zu fördern. In diesem Sinne lohnt es sich, einen Blick auf das Werk von Stan Lee zu werfen. Lee dürfte den meisten von euch als Erfinder der bekanntesten Marvel Superhelden bekannt sein – oder durch seine obligatorischen Cameos in den Verfilmungen. Zwar verstarb das Comic-Genie am 28. November des letzten Jahres, doch sein Werk besteht fort. Besonders Entrepreneure können sich von seiner anfangs steinigen Karriere etwas abschauen.

1. Weitermachen, auch wenn andere dich belächeln

Vor Rückschlägen sind auch die größten Unternehmer dieser Welt nicht geschützt. Stan Lee ging es am Anfang seiner Karriere ähnlich. Er wurde nicht ernst genommen, besonders von „richtigen Autoren“. Schließlich galten Comics doch lange als Schabernack für männliche Außenseiter im Teenager-Alter. Trotzdem gab Lee nicht auf und kämpfte darum, dass seine Kunst auch als solche wahrgenommen wurde. Das größte Problem war wohl, dass er zunächst wenig Ahnung von geschäftlichen Belangen hatte. Es wurden falsche Entscheidungen in den Bereichen Gewinnbeteiligung, Copyright und Ownership getroffen. Nichtsdestotrotz hatte Lee Glück und verdiente am Ende Millionen mit seinem Schaffen. Vor allem lag das wohl an der Beliebtheit seiner Charaktere. Denn diese waren, wie Spider-Man, meist ganz normale Menschen, die mehr oder weniger durch Zufall zu Helden wurden.

Dieser Identifikationsfaktor und die Behandlung politischer Problematiken (X-Men als Parallele zum Civil Rights Movement in den USA), begeisterten die Leser. Daher solltest auch du als Entrepreneur versuchen ein Produkt zu kreieren, mit dem deine Zielgruppe sich identifizieren kann. Gestalte es authentisch und realitätsnah und versprich den Kunden nicht das Blaue vom Himmel. Außerdem solltest du dich auf Rückschläge einstellen und aus ihnen lernen, anstatt dich runterziehen zu lassen. Zudem ist es unabdingbar, dass du dir zunächst die nötigen kaufmännischen Skills zulegst, bevor du überhaupt daran denkst ein Unternehmen zu gründen.

2. Drücke dich nicht vor deinen Verantwortungen

With great power comes great responsibility.

Dieses bekannte Zitat aus der Feder Stan Lees dürfte den Meisten bekannt sein. Diese Gleichung ist jedoch nicht nur auf Spider-Man und Co. anzuwenden, sondern auch auf Unternehmer. Als Entrepreneur hast du eine hohe Entscheidungsgewalt und mit eben dieser musst du lernen umzugehen. Denn deine Entscheidungen beeinflussen nicht nur den Erfolg deines Unternehmens, sondern auch die Zukunft deiner Mitarbeiter. Nichts wäre zum Beispiel fataler, als viel Kapital in die Produktentwicklung zu stecken, darüber hinaus aber deine Angestellten nicht bezahlen zu können. Zudem hast du als Entrepreneur auch noch andere Verantwortungen, wie die ökologische Nachhaltigkeit deiner Firma oder ihren sozialen Einfluss. Manchmal ist es daher auch hilfreich, nicht alles allein auf dich zu nehmen, sondern manche Aufgaben zu delegieren. Natürlich bist du schlussendlich derjenige, der für die Ergebnisse deines Unternehmens geradestehen muss – doch ein funktionierendes Team kann dir dabei helfen, die „great power“ zu händeln.

3. Talent allein reicht nicht, um Erfolg zu haben

The greatest superpower is luck.

Während es im Marvel-Universum die Heldin Domino gibt, deren Superkraft Glück ist, lässt sich das oben genannte Zitat von Lee auch auf Entrepreneure übertragen. Denn egal wie viel Talent man hat, egal wie viele Anstrengungen man in sein Unternehmen steckt, egal wie überzeugt man von der eigenen Idee ist – am Ende braucht es häufig einfach Glück. Karrieren wie die von Mark Zuckerberg oder Steve Jobs finden sich vielleicht einmal in einer Million Fälle. Sie waren zur rechten Zeit am rechten Ort und konnten so ihr Imperium aufbauen. Gleichzeitig gibt es aber auch viele Genies oder begabte Künstler, die mit ihrem Schaffen nichts verdienen. Oft vergessen Entrepreneure diese Tatsache und entwickeln Selbstzweifel, die das ganze Unternehmen und die eigene Psyche in den Ruin stürzen. Dabei ist es wichtig dran zu bleiben und sich weiterzuentwickeln, um am Ende ein stabiles, funktionierendes Business zu haben. Selbst wenn das Millionengeschäft ausbleibt.

4. Verliere dich nicht in deinen Träumen

In just hoped the books would sell and I’d keep my job.

Stan Lee hat seinen Traum niemals aufgegeben. Doch trotzdem gab es Phasen in seinem Leben, in denen er sich die Realität vor Augen führen musste, wie das Zitat zeigt. Als Entrepreneur darfst du auch niemals außer Acht lassen, dass dein Unternehmen rentabel sein muss. Es bringt dir nichts, deinen Träumen nachzujagen, wenn dafür die Produktentwicklung auf der Strecke bleibt. Du sollst deine Visionen und Pläne natürlich nicht vergessen. Aber zunächst musst du überhaupt ein Produkt erschaffen, das von den Leuten gekauft wird. Nur so kannst du dieses weiterentwickeln und zu dem machen, was du dir erträumt hast. Das Gleichgewicht zwischen Traum und Realität zu finden, ist oft nicht einfach und mit großer Ernüchterung verbunden. Doch gibst du nicht auf und gehst einen Schritt nach dem anderen, anstatt zu versuchen direkt ans Ende deines Weges zu springen, gelingt es dir vermutlich eines Tages deine Vision umzusetzen.

5. Bleib dir selbst treu

Schlussendlich bleibt zu sagen, dass Stan Lee sich selbst immer treu geblieben ist, selbst wenn einige über ihn und seine leicht exzentrische Art gelacht haben. Ein Stück von ihm lebt in jedem seiner Charaktere, wie er in einem Interview selbst erklärte. Nimm dir ein Beispiel daran und erschaffe ein Produkt, hinter dem du wirklich stehst und das dir am Herzen liegt. Denn das sind zwei weitere Faktoren, die deinen Erfolg beeinflussen können. Im Laufe seiner Karriere wurde Stan Lee vom Jungen mit kreativen Ideen zum Schöpfer eines ganzen Universums. Auch wenn es noch andere Entwickler von Marvel-Charakteren gab, so war Stan Lee derjenige, der mit seiner Art und seinem Werk hervorstach. Das folgende Video ist zwar eine Art Nachruf, gleichzeitig zeigt es jedoch Lees größte Errungenschaften und wichtigsten Lektionen, die er im Laufe seiner Karriere gelernt hat. In diesem Sinne: Excelsior!

Über Michelle Winner

Michelle Winner

Nachdem Michelle Winner Erfahrungen in einer Lokalzeitung und im Eventbereich gesammelt hat, unterstützt sie nun seit 2017 die Redaktion und schreibt für das OnlineMarketing.de Karrieremagazin über Themen rund um den Büroalltag.

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