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Erfolg durch Motivation: So machst du dein Team effektiver und zufriedener

Erfolg durch Motivation: So machst du dein Team effektiver und zufriedener

Maja Hansen | 31.01.18

Die Motivation eines Teams steht und fällt mit den Führungskräften. Wie du es schaffst, deine Mitarbeiter motivationsorientiert zu führen.

Die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit einer Firma steht und fällt mit der Motivation, die das Personal an den Tag legt. Klar ist auch, dass Führungskräfte hauptsächlich dafür verantwortlich sind. Wie du dein Personal motivationsorientiert führst und so eine hohe Leistungsbereitschaft erzielst, erfährst du im Folgenden.

Extrinsische und intrinsische Motivation

Der Begriff Motivation leitet sich aus dem lateinischen Verb movere ab und ist mit bewegen zu übersetzen. Da Bewegung auch immer mit Antrieb verbunden ist, wird deutlich, dass Motivation ein Katalysator für die Handlungsbereitschaft der Mitarbeiter in Unternehmen darstellt.

Es gibt zwei Arten der Motivation. Einmal erfahren Personen es aus ihrem Inneren. Diesen Antrieb, der durch innere Anreize entsteht, nennt man intrinsische Motivation. Durch Freude am Gestalten und der Selbstverwirklichung, Verantwortung und Spaß am Lernen äußert sich intrinsische Motivation. Führungskräfte können, wenn sie bereits eine hohe Motivation bei Mitarbeitern wahrnehmen, diese aufgreifen und noch weiter fördern und fordern. Josef Harter betont im Zuge seiner Diplomarbeit über Mitarbeitermotivation allerdings, dass Arbeitnehmer, die eine hohe intrinsische Motivation in ihrem Job verspüren, ein Glücksfall für jedes Unternehmen seien. Denn sie seien unproblematisch, leicht zu führen und bedürften lediglich einer Koordinierung ihrer Tätigkeiten. Harter untersuchte im Rahmen seiner Diplomarbeit den „Einfluss der Führungskraft auf die Mitarbeitermotivation“ (Diplomarbeit PDF).

Extrinsische Motivation hingegen entsteht durch die Belohnung von außen. Durch Lob und Anerkennung, aber auch finanzielle Anreize, einer Beförderung oder ein Weiterbildungsangebot erreichen Personaler extrinsische Motivation ihrer Mitarbeiter. Hier gilt also: loben und belohnen.

© Institut für Management-Innovation, Prof. Dr. Waldemar Pelz – Greiner Akademie

Soziale Kompetenzen: Lob, Wertschätzung und Anerkennung

Soziale Kompetenzen sind bei Personalern von großer Bedeutung. Oft passiert es, dass Mitarbeiter aufgrund von Leistung hervorstechen und auf führende Positionen befördert werden. Dieser Mechanismus erweise sich jedoch als problematisch, da viele nicht die richtigen sozialen Kompetenzen mitbringen und an der Aufgabe ein Team motivationsorientiert zu führen, scheiterten, so Harter.

Mit Wertschätzung schaffst du es jedoch, das Team um dich herum zu motivieren. Dabei ist es wichtig, dass du einen angemessenen Umgangston an den Tag legst, selbst wenn deine Mitarbeiter nicht die gewünschte Leistung erbracht haben. Mit dem richtigen Ton, passender Wortwahl und möglichst entspannter Mimik schaffst du es auch in einer Situation, in der ein Fehler besprochen wird, wertschätzend zu bleiben. Denn gerade in Konflikt- und Stressmomenten ist ein freundlicher Umgang miteinander wichtig, um eine gute Atmosphäre in der Firma zu erhalten.

Mitarbeiter möchten zusätzlich gern wissen, ob ihre Bemühungen wahrgenommen werden. Mit Lob zeigst du deinem Team, dass ihre Anstrengungen anerkannt werden und vermittelst ein Gefühl der Sicherheit. Dadurch schaffst du es, dass die Mitarbeiter selbstsicherer an ihre Arbeit gehen.

Josef Harters Nachforschungen machen mehr als deutlich, dass Wertschätzung im beruflichen Miteinander noch Mangelware ist. Nur zehn Prozent der Befragten gaben in seiner Umfrage an, dass es voll zutreffe, dass ihre Führungskraft sie loben und wertschätzen würde. Hier kannst du ein klares Ausbaupotential erkennen und versuchen, deinen Mitarbeitern gegenüber wertschätzender zu werden. Schließlich steigerst du so die Motivation und somit auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Information, Kommunikation und Feedback

Wenn du Mitarbeiter über Aktuelles in der Firma auf dem Laufenden hältst, sind alle informiert und fühlen sich der Firma zugehörig. Transparenz wird auch innerhalb einer Firma positiv wahrgenommen. Außerdem wissen Mitarbeiter gerne, wie sie sich entwickeln. Mit einem dann und wann gut strukturiertem Feedback kannst du deinen Angestellten ihre Stärken, aber auch ihre Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen. Versuche Worte wie Schwäche durch Potential zu ersetzen und dein Feedback wird motivierender und konstruktiver. Dr. Albrecht Müllerschön, Managementberater und Wirtschaftspsychologe, rät zu drei Fragen, die du dir jeweils vor einem Feedbackgespräch stellen solltest.

  1. Welches Verhalten fällt dir auf?
  2. Wie wirkt es beziehungsweise welche Konsequenzen hat es?
  3. Wie sollte das Verhalten und das Vorgehen in Zukunft sein?

Harter zeigte in seiner Diplomarbeit auch, dass es Mitarbeitern wichtig sei, dass die Erwartungen und Ziele, die du an dein Team hast, klar formulierst. Es ist gern gesehen, wenn Führungskräfte ihre Haltung deutlich machen und Orientierung schaffen. Dr. Müllerschön rät deshalb dazu bei den Mitarbeitern nachzufragen, ob die aktuellen Aufgaben klar sind.

© Rawpixel – Unsplash

Vertrauen und Zusammenarbeit

Um die Motivation der Mitarbeiter zu steigern, ist es außerdem ratsam, das Vertrauen zueinander auszubauen. Dr. Müllerschön empfiehlt eine Divise für die Grundhaltung einer Führungskraft: „Ich traue dir solange, bis du mich vom Gegenteil überzeugst.“ Das erfordere Mut, aber schenke im Gegenzug eine vertrauensvolle Basis. Du kannst deinen Mitarbeitern auch Vertrauen entgegenbringen, indem du selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten tolerierst. Viele Arbeitnehmer interpretieren das als positiv und wollen durch diese Möglichkeit auch zeigen, dass es sich lohnt, ihnen diese Freiheit aufzuerlegen. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass Mitarbeiter sich aufgrund dessen intensiver mit der Firma identifizieren, da ihnen mehr Gestaltungsfreiraum gelassen wird und sie so aktiver mitwirken können.

Zudem ist ein regelmäßiger, teilweise persönlicher Austausch mit deinem Team unabdinglich. Auch das stärkt das Vertrauen zueinander. Mit einer guten zwischenmenschlichen Basis auf Augenhöhe zwischen Führungskraft und dessen Team, schaffst du es Herausforderungen und Konflikte gemeinsam konstruktiv zu lösen.

Kommunikation als Schlüssel zur Motivation

Zusammenfassend wird klar, dass Kommunikation das A und O darstellt. Lob, Wertschätzung, klare Formulierung der Aufgaben und Ziele, von Feedback bis zum privaten Austausch: All das sind kommunikative Herausforderungen, die es als Führungskraft zu lösen gilt. Aber wenn du diese Faktoren, die zu einer hohen Mitarbeitermotivation führen, beherrschst, hast du die besten Vorraussetzungen für ein starkes und leistungsbereites Team geschaffen.

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