„Eine wertschätzende Art gegenüber den Mitarbeitern ist enorm wichtig“ – Philipp Riedel, AVANTGARDE Experts

Philipp Riedel ist Geschäftsführer von Avantgarde Experts, einem der führenden Recruitingspezialisten. In unserem Interview sprechen wir mit ihm unter anderem über Unternehmenskultur und Mitarbeiterförderung.

Philipp Riedel ist Geschäftsführer bei Avantgarde Experts, einem der führenden deutschen Recruitingdienstleister im Bereich Marketing.

In unseren Interviews sprechen wir mit Führungskräften nationaler und internationaler Unternehmen über Mitarbeiterförderung, die Kunst zu motivieren und Unternehmenskulturen, die zu einer geringen Mitarbeiterfluktuation beitragen. In unserem heutigen Führungskräfte-Interview haben wir Philipp Riedel, Geschäftsführer von Avantgarde Experts, auf den Zahn gefühlt.

Als Account Manager hat Philipp Riedel jahrelang die Betreuung von Mitarbeitern im Kundeneinsatz übernommen und Erfahrung in der Mitarbeiterführung gesammelt. Nach Stationen als Abteilungs- und Bereichsleiter sowie als Sales Director und Mitglied der Geschäftsleitung erfolgte die Berufung zum Geschäftsführer und Ernennung zum Vorsitzenden der Geschäftsführung.

Avantgarde Experts ist der Recruitingdienstleister der international agierenden Kommunikations- und Kreativagentur Avantgarde. In Deutschland gehört der Recruitingspezialist zu den führenden im Bereich Marketing. Avantgarde Experts bringt seit 2002 erfolgreich Marketeers und Kunden im Rahmen von Festanstellungen, Arbeitnehmerüberlassungen sowie Freelancing-Aufträgen zusammen.

„Aufgaben, die Fähigkeiten und Vorstellungen entsprechen“ 

OnlineMarketing.de: Wie stellt ihr sicher, dass ihr eure Mitarbeiter entsprechend ihrer Fähigkeiten fördert und fordert?

Philipp Riedel: Als einer der führenden Recruiting- und Personaldienstleister in der Marketing-Branche haben wir aktuell rund 1.300 Mitarbeiter, die über AVANTGARDE Experts ihren Job bei einem unserer Kunden ausüben. Ihre Förderung beginnt im Grunde von Anfang an. „Creating Careers“ lautet unser Unternehmensmotto, das wir sehr ernst nehmen. Das heißt, es ist immer unser Ziel, allen Mitarbeitern eine Karriere in ihrem Fachbereich und nach ihren Vorstellungen zu ermöglichen. Oftmals sind wir der Ausgangspunkt für eine Karriere, wenn wir beispielsweise Absolventen oder Young Professionals mit einem Kundenunternehmen zusammenbringen. Selbstverständlich vermitteln wir aber auch Positionen für erfahrenere Marketingspezialisten. Wir verstehen uns daher als eine Art Karrierebegleiter. Viele unserer Mitarbeiter pflegen eine langjährige, zum Teil persönliche Beziehung zu uns und durchlaufen dabei diverse Karrierestationen. Der Ausgangspunkt und damit der Beginn der Förderung ist aber immer, dass wir für unsere Mitarbeiter Aufgaben suchen, die möglichst exakt ihren Fähigkeiten und Vorstellungen entsprechen. Zum Glück haben wir über 500 Unternehmen als Kunden. Da ist alles dabei: Startups, Agenturen, Familienbetriebe und Global Player, so dass in der Regel keine Wünsche offenbleiben.

Wie motiviert ihr eure Mitarbeiter?

Ich denke, ein gemeinsames Ziel vor Augen zu haben und als Team gemeinsam an einem Strang zu ziehen, motiviert am nachhaltigsten und besten. Für unsere Marketing-Spezialisten, die bei unseren Kunden arbeiten, benötigt man meiner Erfahrung nach aber keine besondere Motivationsstütze. Sie wollen den Kunden von sich überzeugen und identifizieren sich auch vollständig mit dem Kundenunternehmen. Ganz wichtig ist dabei die Tatsache, dass wir eine relativ hohe Übernahmequote haben. Das heißt, unsere Kunden sind in der Regel sehr zufrieden mit unseren Kolleginnen und Kollegen und fragen häufig bei uns an, diese übernehmen zu können. Dieser Bitte kommen wir natürlich gerne nach. Bei „Creating Careers“ steht bei uns das Wohl des Mitarbeiters im Vordergrund. Daher verstehen wir darunter nicht ausschließlich eine Karriere bei uns, sondern selbstverständlich auch bei einem unserer Kunden. Das motiviert unsere Mitarbeiter enorm.

Was tut ihr, um eure Mitarbeiter am immer härter umkämpften Arbeitsmarkt zu halten?

Wie gesagt, wir haben einen großen und attraktiven Kundenstamm. Mitarbeitern, die mal unzufrieden sind, können wir daher recht problemlos Alternativen ermöglichen, sei es in Bezug auf die Branche, das Aufgabengebiet oder auch den Standort. Das wissen sehr viele zu schätzen. Daneben bieten wir ihnen zusätzliche Angebote wie Sprach-, Rhetorik- und Projektmanagementkurse aber auch Maßnahmen wie vergünstigte Shopping-Möglichkeiten gehören dazu. Das kommt bei unseren Mitarbeitern gut an.

Welche Softskills muss jede Führungskraft heute mitbringen?

Das pauschal zu beantworten finde ich schwierig. Es gibt so viele Einflussfaktoren, etwa für wie viele Kolleginnen und Kollegen eine Führungskraft zuständig ist oder in welchem Bereich sie arbeitet. Führung ist zudem immer auch sehr individuell. Mir persönlich ist eine wertschätzende Art gegenüber allen Mitarbeitern enorm wichtig – und das nicht nur wenn es gut läuft, sondern insbesondere dann, wenn es mal Herausforderungen oder schwierige Situationen gibt. Wertschätzung bedeutet in diesem Zusammenhang auch, verlässliche Aussagen zu treffen und sein Handeln als Führungskraft nachvollziehbar zu gestalten. Wesentlich ist sicherlich, Entscheidungen sehr gut zu kommunizieren, um die Mitarbeiter abzuholen und auf dem Weg zu einem gemeinsamen Ziel mitzunehmen.

Wie wichtig ist es euch, eure Mitarbeiter bei wichtigen Entscheidungsfindungsprozessen zu involvieren?

Involvieren im Sinne von sehr guter Kommunikation, die Entscheidungen ausführlich erklärt und damit transparent macht, ist uns im Unternehmen und ist auch mir persönlich sehr wichtig. Das ist aus meiner Sicht auch eine Form der Wertschätzung. Die Kolleginnen und Kollegen werden nicht einfach vor vollendete Tatsachen gestellt, sondern erfahren, warum eine Entscheidung getroffen wurde. Wie gesagt, das ist eine Voraussetzung dafür, dass die Mitarbeiter sich abgeholt fühlen und das wiederum hilft, dass alle an einem Strang ziehen. Wir nutzen darüber hinaus natürlich auch alle Kanäle, um Mitarbeiter in Entscheidungen einzubeziehen oder sie mit Kompetenzen auszustatten, damit sie diese selbst in ihren Bereichen treffen können.

Welchen Rat gibst du jedem Geschäftsführer mit auf den Weg?

Ich bin ja noch relativ jung und kann daher noch nicht aus einem jahrelangen Erfahrungsschatz als Geschäftsführer schöpfen (lacht). Was ich aber im Laufe meiner Karriere verinnerlicht habe, und das gilt meiner Meinung nach sowohl für einen Job-Rookie als auch für einen Geschäftsführer, ist es, authentisch zu sein. Ich denke, nur mit der notwendigen Authentizität ist man glaubwürdig und nur dann ist man überzeugend und erfolgreich im Job.

Danke dir für das Interview!


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Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

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