Bewerbung: 5 Tipps, mit denen dein Lebenslauf ganz oben auf dem Stapel landet

Dein CV soll deinen Berufsweg natürlich möglichst authentisch wiedergeben. Mit diesen Kniffen optimierst du deinen Lebenslauf – und bleibst dabei ehrlich.

© Florian Klauer - Unsplash

Wer sich bei beliebten Arbeitgebern und großen Firmen bewirbt, hat oft viel Konkurrenz. Du bist dir sicher, dass du mit deinem Lebenslauf für deinen Traumjob qualifiziert und für das Team geeignet bist – aber trotzdem hagelt es immer Absagen? Das muss nicht unbedingt an deinem Know-how liegen, möglicherweise stellst du dich und dein Können nur einfach nicht im besten Licht dar. Wir verraten dir, wie du deinen CV auf Vordermann bringst, was unbedingt reingehört und was du lieber weglassen solltest.

1. Die Basics: Achte unbedingt auf Rechtschreibung und Co.

Das sollte wirklich zum absoluten Standard gehören – aber du würdest dich wundern, wie viele Bewerbungen mit falschen Daten, Tippern und anderen vermeidbaren Fehlern Personaler täglich in ihrem Posteingang haben. Lies deinen Lebenslauf also unbedingt lieber auch ein zweites und drittes Mal Korrektur und überprüfe, ob du alles richtig geschrieben hast. Was ebenfalls gerne schiefgeht: falsche Daten bei den Jobstationen beziehungsweise Lücken ohne Erklärung, uneinheitliche Schriftarten und -größen oder auch fehlende Kontaktinfos. Letztere vergessen Bewerber gerne, weil du sie ja wahrscheinlich im Anschreiben oder in der Online-Bewerbungsmaske des Unternehmens erfasst hast. Häufig drucken sich Personaler für die engere Auswahl aber nur den Lebenslauf aus – und wissen es dann zu schätzen, wenn sie Telefonnummer und E-Mail-Adresse direkt zur Hand haben.

2. Relevanz: Gehört das wirklich in den Lebenslauf für diese Bewerbung?

Gerade, wer viele Bewerbungen auf einmal schreibt und verschickt, möchte es sich häufig einfach machen und denselben Lebenslauf an alle potenziellen Arbeitgeber senden. Damit tust du dir aber keinen Gefallen, denn möglicherweise sind einige Infos für einen bestimmten Job sehr wichtig – für einen anderen aber absolut irrelevant. Stelle dir am besten bei jedem Punkt auf deinem CV die Frage: Spielt das für diese Stelle wirklich eine Rolle?

Generell gilt hier natürlich sowieso: Wenn du schon zehn Jahre Berufserfahrung in deinem Feld hast, muss dein potenzieller Chef nichts von deinem Schülerpraktikum am Empfang eines Hotels in der neunten Klasse wissen. Auch die Berufe deiner Eltern und Geschwister oder dein Familienstand interessieren den Personaler oder möglichen Vorgesetzten eher nicht. Überprüfe also unbedingt, ob du noch Irrelevantes aus deinem Lebenslauf streichen kannst. Stattdessen können Weiterbildungen oder zusätzliche Infos zu jeder Jobstation viel hilfreicher sein, um einen guten Eindruck von dir zu vermitteln.


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3. Behalte die korrekte Reihenfolge bei 

Für die Reihenfolge deines Lebenslaufs hast du grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder du listest alles vom Beginn deiner Laufbahn bis zum aktuellen Job auf, oder du machst es genau andersherum und startest mit deiner momentanen Station. Gerade, wenn du schon viel Erfahrung gesammelt hast und deine jüngsten Jobs vermutlich relevanter für die Wunsch-Stelle sind, bietet sich letztere Variante an. Deine Studiengänge und Fortbildungen kannst du (natürlich in derselben Reihenfolge wie die Job-Stationen) am besten darunter auflisten. Wichtig ist nur, dass du chronologisch bleibst – springe also nicht zwischen aktuellen Jobs und früheren Stationen hin und her.

4. Was macht dich besonders?

Wie künstlerisch und individuell du deinen Lebenslauf gestaltest, hängt natürlich von deinem beruflichen Umfeld, dem potenziellen Arbeitgeber und dort von der Position ab, auf die du dich bewirbst. Hier gilt logischerweise: Je kreativer dein Job ist, desto ausgefallener dürfen auch Bewerbung und CV sein.

Aber auch im Projektmanagement oder der Buchhaltung darfst du deine Persönlichkeit zeigen. In diesem Fall solltest du deine Energie allerdings vielleicht nicht in eine aufwendig geschnittene Videobewerbung stecken, sondern dich eher mit einer besonderen Typo oder Schriftfarbe von anderen abheben. Wenn du ein außergewöhnliches Hobby hast, kann das auch ein guter „Icebreaker” für das mögliche Vorstellungsgespräch sein und macht den Personal-Manager neugierig. So sticht dein Lebenslauf ins Auge, ohne von deinen für die Position relevanten Qualifikationen abzulenken.

5. Ehrlich währt am längsten

Last but not least: Bleib bei der Wahrheit. Natürlich kannst und sollst du dich in deiner Vita im bestmöglichen Licht präsentieren. Schlichtweg zu lügen, bringt dich aber keinen Schritt weiter auf dem Weg zu einem (erfolgreichen) Bewerbungsgespräch. Gib also nicht an, dass du fünf Sprachen sprichst, wenn du kaum deine Lieblings-Sitcom im englischen Original verstehst.

Bei deinen einzelnen Stationen kannst du aber die relevanten Highlights deiner Tätigkeit hervorheben, solange du keine Fakten erfindest. Wenn du also bei deinem letzten Job in einem kleinen Team neben deiner konzeptionellen und strategischen Arbeit noch regelmäßig Telefondienst hattest, kannst du diese Info ruhig weglassen – sofern der inhaltliche Teil überwogen hat und dein Arbeitszeugnis das auch bestätigt.

Über Merle Blankenfeld

Merle Blankenfeld

Merle Blankenfeld schreibt seit mehr als einem Jahrzehnt für verschiedenste Medien – aktuell neben OnlineMarketing.de vor allem für das Online-Yogastudio YogaEasy. Dort vereint sie ihre Leidenschaft für Yoga und Achtsamkeit mit einem Faible für alles Digitale. Bei OnlineMarketing.de kümmert sie sich seit 2019 um Karriere- und Content-Marketing-Themen.

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