8 heldenhafte Karriere-Tipps: Was wir von Superhelden lernen können

Iron Man, Superman, Wonder Woman und Co. sind für viele Fans große Vorbilder. Marvel und DCs Helden können dir sogar helfen, erfolgreich die Karriereleiter zu erklimmen.

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Mit Avengers: Endgame (keine Sorge, es folgen keine Spoiler) endet die vierte große Phase des Marvel Cinematic Universe und damit fast schon eine Ära. Der Film ist seit kurzem der erfolgreichste Film aller Zeiten und begeistert Millionen von Fans weltweit. Doch mit dem Endgame endet der Superhelden-Hype keineswegs. Marvel selbst hat vor kurzem seine Pläne für die Filme der nächsten Jahre vorgestellt und auch Gegenspieler DC plant mit Wonder Woman und Co. heldenhafte Geschichten für die große Leinwand. Abgesehen davon sind auch Comics, die Vorlagen für all die Filme, beliebter denn je. Doch was haben Superhelden mit deiner Karriere zu tun? Eine ganze Menge, denn du kannst einiges von Iron Man, Spiderman, Black Widow und Co. für deinen beruflichen Werdegang lernen.

1. Iron Man: Innovation ist der Schlüssel

Tony Stark, der unter dem Namen Iron Man etliche Male die Welt rettete und der Kopf der Avengers ist, hat keine Superkräfte. Dafür hat er jedoch Köpfchen und vor allen Dingen Ideen. Man mag es dem Playboy mit der großen Klappe auf den ersten Blick nicht zutrauen, aber Iron Man ist ein gewiefter Erfinder, was ihm schlussendlich auch zu Heldenruhm verhalf. Neben seinem Iron Suit, der ihm im Kampf hilft, hat er mehrere künstliche Intelligenzen und weitere technische Innovationen geschaffen, immer darauf aus, die Menschheit vor den Bedrohungen des Universums zu schützen. Rückschläge haben ihn dabei jedoch nie aufgehalten, sondern immer weiter motiviert. Nicht ohne Grund ist Iron Man also einer der beliebtesten Superhelden der Welt.

Für deine Karriere: Wie du siehst, ist Innovation ebenso wichtig für dein Unternehmen. Egal welches Produkt oder welche Dienstleistung du entwickelst: überlege dir etwas Neues, hebe dich von deiner Konkurrenz ab und überlege dir, was deine Kundschaft sich wünscht. Wenn ein Prototyp einmal nicht so ausfällt, wie du es gern hättest, versuche es erneut. Gib nicht auf und vor allen Dingen: lasse deiner Kreativität freien Lauf. Und wenn jemand aus deinem Team eine gute Idee hat, nimm diese an, auch wenn sie nicht von dir stammt. Sie kann deinem Unternehmen am Ende zum nötigen Sprung verhelfen. Schließlich scheut Tony Stark sich auch nicht davor zurück, mit schlauen Köpfen wie Bruce Banner (Hulk) zusammenzuarbeiten.

2. The Avengers: Niederlagen gehören zum Leben

Rückschläge sind keine Seltenheit, auch für Superhelden nicht. So mussten Marvels Avengers im Film Infinity War die größte Niederlage ihrer Karriere einstecken – die darin endete, dass Bösewicht Thanos die Hälfte allen Lebens im Universum mit einem Schnippen auslöschte. Die Avengers verloren dabei Freunde und Angehörige und blieben zunächst verzweifelt und betroffen zurück. Doch trotz des herben Rückschlags geben sie nicht auf und versammeln sich erneut, um in Avengers:Endgame erneut gegen Thanos anzutreten und die Dinge zum Besseren zu wenden. Denn ein wichtiger Charakterzug eines Superhelden ist es, niemals aufzugeben und sich allen Herausforderungen zu stellen.

Für deine Karriere: Gleiches gilt für dich im Job. Du wirst zwangsläufig Punkte erreichen, an denen es kein Vor und Zurück gibt. Du wirst Fehler machen, Projekte in den Sand setzen und Rückschläge erleben. Das ist jedoch kein Grund aufzugeben, sondern sollte dir Anlass zum Reflektieren geben. Wieso ist das Projekt ein Flop geworden? Welche Fehler sind geschehen? Und was kannst du mit deinem Team tun, um es beim nächsten Versuch besser zu machen? Ärgerlich über Rückschläge zu sein, ist verständlich. Lass Ärger und Frustration jedoch nicht Überhand gewinnen, sondern lerne aus deinen Fehlern und mach es besser. Und bedenke: immerhin musst du nicht gegen den übermächtigen Thanos antreten.

3. Loki: Du musst nicht Everybody’s Darling sein

Loki ist ein spezieller Charakter innerhalb des Marvel Universums. Er ist kein Held, aber auch kein wirklicher Bösewicht. Der Gott des Schabernacks tut genau das: Unfug treiben und ab und an über die Stränge schlagen, wie im ersten Avengers-Film, in welchem er versucht, die Menschheit zu versklaven. Loki ist ein vielschichtiger Charakter, und während viele ihn als den Bösen sehen, glauben andere, wie sein Bruder Thor, an das Gute in ihm. Und tatsächlich spiegelt sich dies auch in den Meinungen der Fans wider: Loki ist ein unglaublicher Fan-Liebling, sowohl in den Filmen als auch den Comics. Er bekommt sogar seine eigene Spin Off-Serie auf der Streaming-Plattform Disney+. Also auch wenn er kein großer Held ist, lieben die Menschen Loki.

Für deine Karriere: Natürlich solltest du mit deinem Unternehmen fair bleiben, keine rechtlichen Grenzen überschreiten und auch nicht versuchen, die Menschheit zu unterjochen. Du musst aber auch nicht Everybody’s Darling sein, um Erfolg zu verzeichnen. Es gibt viele umstrittene Unternehmen auf dem Markt, die von den einen gefeiert, von anderen verurteilt werden. Doch gerade diese öffentlichen Diskurse um Marken sind eine wertvolle Art der PR. Scheue dich also nicht davor, dein Ding durchzuziehen und vielleicht auch mal zu provozieren: Solange du eine treue, stetig wachsende Kundenbasis hast, ist es egal, was manche Kritiker sagen. Sei wie Loki – bleib dabei aber im Rahmen des gesetzlich und ethisch Vertretbaren, um negative Publicity zu vermeiden.

4. Guardians of the Galaxy: Diversity bringt dein Team zum Erfolg

Wenn ein Halb-Mensch, Mitglieder verschiedener Alien-Rassen, ein Baum und ein modifizierter Waschbär sich zusammentun, um die Galaxie zu retten, kann das nur im Chaos enden? Nein, wie uns die Gurdians of the Galaxy beweisen. Als Gruppe Krimineller tun sie sich zusammen, entkommen dem Gefängnis und begeben sich auf ihre eigene Mission, um einem von Thanos’ Handlangern das Handwerk zu legen. Jedes einzelne Mitglied trägt dabei wertvolle Erfahrungen und Kräfte zum Team bei, die am Ende zum Sieg führen. Von der Regierung geläutert begeben sich die Guardians daraufhin auf einen Space Trip, um anderen in Not zu helfen. In ihrem Team spielt es keine Rolle, welches Geschlecht jemand hat oder ob jemand grüne Haut, Fell, pubertäre Tobsuchtsanfälle oder einen geringeren Intellekt hat – sie arbeiten Hand in Hand.

Für deine Karriere: Setze auch in deinen Teams auf Diversity. Um das zu erreichen, musst du jedoch nicht in der ganzen Galaxie suchen – auch hier auf der Erde zeichnen sich die Menschen durch Individualität aus. Und die Suche lohnt sich, denn es ist erwiesen, dass bunte Teams kreativer, innovativer und effektiver arbeiten und so schnell zu Problemlösungen kommen. Egal ob du nun als Vorgesetzter ein Team zusammenstellst oder als Angestellter in einem arbeitest: Sei offen für Neues und sag Vorurteilen adé: Geschlecht, Herkunft, Alter und Co. sagen nichts über die Arbeitsweise oder den Ideenreichtum einer Person auf. Setze dich also für einen bunten Arbeitsplatz ein.

5. Captain America: Vergiss deine Herkunft nicht

Captain America, die Geheimwaffe des US-Militärs während des Zweiten Weltkriegs, hat eine Menge durchgemacht. Doch trotz aller Körper-Modifikationen, aller Verluste und all der Zeit eingefroren in einem Eisblock hat er nie vergessen, wer er ist und woher er kommt. Der bodenständige Held aus Brooklyn ist loyal, höflich und behandelt seine Teammitglieder mit Respekt – lassen wir die Ereignisse aus Civil War hiebei einmal außen vor. Gerade aufgrund seines militärischen Hintergrunds weiß Captain America, was Team-Work bedeutet und auch, dass selbst die Kameraden mit niederem Rang mit Respekt zu behandeln sind.

Für deine Karriere: Sei wie Cap – behandle deine Kollegen oder deine Angestellten fair und respektvoll. Wenn dich dein Schreibtischnachbar um Hilfe bittet, versuch ihm diese auch zu geben. Gerade in einem Team, welches auf dasselbe Ziel hinarbeitet, sollte niemand hängen gelassen werden. Hilfsbereitschaft ist daher das A und O. Und auch wenn du als Team-Leiter fungierst, solltest du nicht vergessen, woher du stammst: Auch du hast mal klein angefangen. Versuche dementsprechend Verständnis für deine Angestellten und ihre Probleme zu finden. Benimm dich nicht wie die Nummer eins und Stelle dich über sie – begegne ihnen auf Augenhöhe. Denn Mitarbeiter sind motivierter und produktiver, wenn sie das Gefühl haben, dass sie und ihre Arbeit wertgeschätzt werden.

6. Wonder Woman: Auch Frauen können Karriere machen

Lange hat es gedauert bis DC die beliebteste Superheldin der Geschichte endlich auf die große Leinwand brachte. Der vorherrschende Sexismus in der Branche hat lange verhindert, dass ein Heldenfilm mit weiblicher Protagonistin herauskam. Doch Wonder Woman aus dem Jahr 2017 belehrte alle eines besseren, brach Box Office-Rekorde und hängte sogar die männlichen Konkurrenten Batman und Superman ab. Und auch im Film selbst zeigt Diana, dass sie sich nicht hinter den Männern verstecken muss. Im Ersten Weltkrieg kämpft sie an der Westfront, zeigt ihren männlichen Sidekicks, was Mut und Stärke sind und besiegt ganz nebenbei auch noch einen Gott. Wonder Woman sollte, laut ihres Erfinders, immer ein Zeichen des Feminismus sein – und das sollte inzwischen auch die männlich-dominierte Superhelden-Welt gelernt haben.

Für deine Karriere: Wonder Woman zeigt eindrucksvoll, dass auch Frauen Karriere machen können. Für dich bedeutet dies, dass du dich trotz möglicher Vorurteile nicht unterkriegen lassen und für deine Gender Equality kämpfen solltest. Bewerbe dich auf Beförderungen. Lass dir von männlichen Kollegen nicht den Mund verbieten. Verlange ein Gehalt, dass deiner Arbeit angemessen ist. Lasse dich nicht auf die Rolle der Hausfrau und Mutter beschränken, sondern zeige dich ohne Furcht als Karrierefrau, die alles unter einen Hut bringen kann. Und für die Männer da draußen: Zeigt euren weiblichen Kollegen Respekt. Sie sind genauso kompetent wie ihr, können Probleme ebenso lösen und bereichern die Teamarbeit. Sie sind nicht „Mäuschen“, „Mutti“, oder „Süße“ – sie sind deine Kolleginnen, die genauso viel zum Erfolg eines Projekts beitragen wie du.

7. Spiderman: With great Power comes great Responsibility

Peter Parker, die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft, hat seine Kräfte durch einen zufälligen Spinnenbiss bekommen. Die Kräfte, die er dadurch erlangt, sind übermenschlich und mehr als nützlich im Kampf gegen das Böse. Doch mit solch einer Macht geht auch Verantwortung einher, wie ihm sein verstorbener Onkel Ben eingebläut hat. Spidey versucht also nach diesem Motto zu leben und seine Kräfte für das Gute einzusetzen. Dabei muss es nicht zwingend der Kampf gegen Thanos oder andere Superschurken sein – es reicht ihm auch, einen Überfall auf den örtlichen Kiosk zu vereiteln. Hinzu kommt, dass, je nach dem, welchen Spiderman man sich ansieht, Peter neben seiner Superhelden-Tätigkeit versucht, Schule/Uni/Arbeit und Beziehungen unter einen Hut zu bekommen. Meistens mit Erfolg.

Für deine Karriere: Bist du in einer Position, in der du große Verantwortung trägst, sei dir dieser bewusst. Du bist für dein Team oder deine Angestellten verantwortlich und musst auch dementsprechend handeln. Als Chef muss deine oberste Priorität die Zufriedenheit der Mitarbeiter sein. Dazu gehört ebenfalls, dass du so wirtschaftest, dass das Gehalt immer pünktlich gezahlt werden kann. Hinzu kommen außerdem Verantwortungen, die dein Unternehmen gegenüber der Öffentlichkeit hat und auch welche aus deinem Privatleben. Lerne daher zu priorisieren, was gerade am wichtigsten ist. Und so musst du den Superhelden-Anzug auch mal ausziehen, um dich anderen Dingen zu widmen – so wie Peter Parker seinen Hausaufgaben.

8. Superman: Kenne dein Kryptonit 

Superman ist der erste große Superheld und bis heute einer der beliebtesten. Auch wenn Marvel die Konkurrenz von DC gerade in Sachen Filme immer wieder abhängt, ist und bleibt Superman die Nummer eins – zumindest was sein Erscheinungsdatum betrifft. Der Held vereint viele verschiedene Kräfte, vom Laserblick über übermenschliche Kraft bis hin zum kugelsicheren Körper. Doch Superman hat eine Schwäche, die er bestens kennt – Kryptonit. Das grüne, überirdische Material zwingt ihn in die Knie und hat die Macht ihn zu töten. Genau deshalb muss er sich davon fernhalten. Und nutzt einer seiner Gegenspieler Kryptonit als Waffe gegen ihn, muss er sich etwas einfallen lassen, um diese Schwäche auszugleichen.

Für deine Karriere: Auch du solltest deine Schwächen kennen. Nur so kannst du an eben diesen arbeiten und versuchen sie auszugleichen. Zugegebenermaßen gibt es aber auch Schwächen, meistens auf deine Persönlichkeit bezogen, die sich nicht so schnell ausmerzen lassen, wie beispielsweise ein Wissensdefizit. Um trotz dessen keine Stolpersteine in den Weg gelegt zu bekommen, kannst du versuchen, dein Kryptonit zu verdecken, heißt, zu überspielen. Biete möglichen Gegenspielern keine Angriffsfläche und wenn jemand doch einen wunden Punkt findet, lege dir Methoden zurecht, die zur Verteidigung oder gar zum Gegenangriff dienen. Am Ende kannst du so die Karriereleiter immer weiter nach oben steigen und sogar über dich hinauswachsen.

Über Michelle Winner

Michelle Winner

Nachdem Michelle Winner Erfahrungen in einer Lokalzeitung und im Eventbereich gesammelt hat, unterstützt sie nun seit 2017 die Redaktion und schreibt für das OnlineMarketing.de Karrieremagazin über Themen rund um den Büroalltag.

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