5 Vorboten deiner Kündigung: Wird es Zeit für einen neuen Job?

Bleiben oder gehen? Vor einer Kündigung ist guter Rat teuer: Diese fünf Fragen helfen dir bei der Entscheidung.

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Fast ein Drittel deines Lebens verbringst du auf der Arbeit. Doch selbst wenn das Geld stimmt und die Team-Kollegen wie Freunde sind, hilft das nicht über eine unbefriedigende oder langweilige Tätigkeit hinweg. Das gleiche gilt andersrum. Allerdings kann es auch ein großer Fehler sein, nur aus einer Laune heraus den Job aufzugeben. Was also gilt es zu tun, wenn der Job unbefriedigend ist?

Wir helfen dir. Anhand dieser fünf Fragen findest du heraus, ob du tatsächlich über eine Kündigung nachdenken solltest. Sie basieren auf den Ausführungen des t3n-Redakteurs Andreas Weck.

1. Siehst du keine Aufstiegschancen?

Monate über Monate die gleichen Aufgaben, keinerlei Veränderungen, null Chancen auf Optimierungen: Das kann schnell langweilig werden. Zunächst solltest du aber versuchen, intern eine Regelung zu finden. Gibt es die Möglichkeit auf Weiterbildungen, einen Positionswechsel oder neue Herausforderungen in deinem Arbeitsfeld? Sollte auch ein ehrliches Gespräch mit dem Chef keine besseren Aussichten geben und der öde Arbeitsalltag immer mehr zur Demotivation führen, ist ein Jobwechsel der einzige Ausweg.

2. Wirst du schlecht bezahlst?

Von dem Geld nur leben zu können, ist nicht alles. Die Chance auf Gehaltserhöhungen ist auch eine Wertschätzung deiner Arbeit und schafft neue Motivation. Je nachdem auf welchem Gehaltslevel du gerade bist, ist eine Orientierung am Markt immer ein guter Rat. Schau dir die Gehaltstabellen vergleichbarer Unternehmen oder Branchen an. Liegst du klar darunter, solltest du deinen Chef nach einer Erhöhung (oder besser: Anpassung) deines Gehalts auf Grundlage deiner Fähigkeiten, Erfahrungen und guter Leistungen bitten. Gibt es keine Chance, stimmt aber sonst alles im Job, kommen alternativ Weiterbildungen oder andere Benefits, wie weitere Urlaubstage oder eine private Rentenversicherung, in Frage.

3. Ist deine Arbeit sinnlos oder entspricht die Philosophie nicht deinen Grundwerten?

Sicher gibt es Menschen, denen der Sinn in ihrer Arbeit gänzlich egal ist, solange das Gehalt stimmt. Wenn du aber zweifelst, ob deine Tätigkeit wirklich deiner Einstellung entspricht, solltest du den Gedanken keinesfalls verdrängen. Auf Dauer wird er sich in deinen Kopf pflanzen und dir den Arbeitsalltag erheblich erschweren. Betrachte zunächst aber das große Ganze: Ist dein Job wirklich unwichtig für andere Folgeabläufe? Bist du sinnbildlich keine kleine Schraube am Zahnrädchen, das eine sinnerfüllende Aufgabe verfolgt? Oder aber hat sich der Unternehmenskurs so massiv verändert, dass du ihn mittlerweile selbst nicht mehr tragen kannst? Sollte das zutreffen, gilt es, dass du dich schleunigst neu orientierst. Denn neben dem Gedanken, dass du deine Seele an den Falschen verkaufst, wird deine Motivation nachlassen und deine Arbeit bald weder dich noch deinen Chef zufrieden stellen.

4. Du hast keinen Anschluss im Team oder hältst das Arbeitsklima allgemein für schlecht?

Gerade als neuer Mitarbeiter ist es eine Herausforderung, in einem bestehenden Team Anschluss zu finden. Bist du zu gut, sind die Kollegen neidisch. Verhältst du dich aber zurückhaltend, verpasst du die Chance auf Zugehörigkeit. Läuft es so ganz und gar nicht gut, ist das gesamte Team bereits zerbrochen. Einer lästert über den anderen, freundliche Gespräche sind nur Fassade. Je nachdem wie schlimm die Situation ist, hilft auch kein Abwarten mehr: Ein schlechtes Arbeitsklima und kein Team-Gefühl werden dir den Arbeitsalltag erschweren und die Freude am Job nehmen. Eine Kündigung ist logische Konsequenz.

5. Es herrscht ein viel zu hohes Arbeitsaufkommen oder du bist andersrum absolut unterfordert?

Nicht selten stimmt wirklich alles im Job: Arbeitsklima ist top, die Kollegen echte Freunde und zusätzlich passt das Gehalt. All das nützt aber nichts, wenn die Arbeit an sich absolut unbefriedigt. Entweder kann das Arbeitsaufkommen zu hoch sein und dich auf Dauer in Richtung Burn-Out steuern oder extrem langwierige Prozesse völlige Langeweile aufkommen lassen. In beiden Fällen ist Reden Gold wert: Sprich mit deinem Chef und sage, dass du massiv über-/unterlastest bist und biete ihm Alternativen an. Dies kann entweder die Unterstützung durch einen weiteren Kollegen oder neue Herausforderungen hervorbringen und dich somit vor einem Jobwechsel bewahren.

Nun, wie war’s?

Konntest du einen Großteil der Fragen mit Ja beantworten, ist deine Entscheidung womöglich bereits getroffen. Geh dann noch mal ganz tief in dich und überlege, was dich zu dem Job bewegt habt, wie viel Prozent der Arbeit vielleicht doch Spaß macht und wie es dir geht, wenn du abends nach Hause kommst. Nicht zu vergessen ist letztlich natürlich auch die Logik bei der Entscheidung: Gibt es für dich Perspektiven außer Monaten der Arbeitslosigkeit?

In jedem Fall wünschen wir dir auf deinem beruflichen Werdegang alles Gute!

Quelle: t3n

Über Wiebke Plasse

Wiebke Plasse

Wiebke Plasse ist studierte Journalistin und arbeitet heute hauptberuflich für einen gemeinnützigen Tierschutzverein im Fundraising und Online-Marketing. Nebenberuflich schreibt sie als freie Autorin für Online-Magazine, Zeitungen und Blogs und interessiert sich neben entwicklungspolitischen Themen wie Tier- und Umweltschutz oder Humanhilfe auch sehr für digitale Trends. Für OnlineMarketing.de schreibt sie im Bereich Jobs und Karriere.

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