5 Dinge, die zwischen dir und deinem Erfolg stehen könnten

Manchmal brauchst du nicht „mehr“, um erfolgreich zu sein, sondern „weniger“. Diese fünf Dinge solltest du aufgeben, um im Job durchzustarten.

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Wenn die Beförderung auf sich warten lässt, die Gehaltserhöhung ausbleibt oder Ziele unerreicht sind, versuchen viele Menschen, den Erfolg durch „mehr“ zu erzwingen: mehr Überstunden, mehr Anstrengung, mehr finanzielle Investitionen… Leider endet das meist nur in Erschöpfung und Frustration, ohne die gewünschte Belohnung. Srinivas Rao ist sich auf The Mission hingegen sicher: Der Schlüssel zum Erfolg ist manchmal nicht „mehr“, sondern „weniger“. Von diesen fünf Dingen solltest du dich demnach trennen, um wirklich erfolgreich zu werden:

Ballast aus der Vergangenheit

Jeder Mensch ist das Ergebnis aus seiner Erziehung, Kultur und den Lebenserfahrungen. Die ersten drei bis fünf Lebensjahre sind prägend. Ängste, Vertrauen, Glaubenssätze – all diese Dinge entstehen in der frühkindlichen Phase. In deiner Kindheit und Jugend hast du zudem schöne und leidvolle Erfahrungen gemacht. Menschen sind in dein Leben getreten und haben es vielleicht auf die eine oder andere Weise wieder verlassen. Du hast mehr oder weniger materiellen und finanziellen Besitz angehäuft. Und du hast dich als Persönlichkeit weiterentwickelt.

Auf Dinge, die nicht mehr zu ändern sind, muss auch kein Blick zurück mehr fallen!
– William Shakespeare

Da im Leben aber nicht immer alles glatt läuft, trägst du bestimmt auch Enttäuschungen mit dir herum. Vielleicht hast du negative Gefühle wie Wut, Trauer, Scham, Angst oder Selbstzweifel noch nicht überwunden. Du lässt zu, dass deine Vergangenheit dir in der Gegenwart und Zukunft deinen Seelenfrieden raubt – und deinen Erfolg. Um dich vollständig auf das Hier und Jetzt konzentrieren zu können, ist es deshalb unerlässlich, dass du mit den negativen Erlebnissen und Emotionen aus deiner Vergangenheit abschließt. Schreib sie nieder, verbrenne sie als eine Art Abschiedsritual oder arbeite sie mit einem Psychotherapeuten auf. Wie, ist prinzipiell egal. Hauptsache, du wirfst den unnötigen Ballast endlich ab!

Stillstand

Du hast jetzt endlich all deine Energie zur Verfügung, um dich auf die Gegenwart zu konzentrieren. Doch jede Karriere benötigt langfristige Ziele. Sie dienen dir als Wegweiser für deine Bewerbungen, Weiterbildungen und beruflichen Entscheidungen. Denn auf dem Weg zum Erfolg ist nichts so schlimm wie Stillstand. Du kannst natürlich dein Leben in ein- und demselben Job bei dem immer gleichen Arbeitgeber verbringen. Wenn du jedoch hoch hinaus möchtest, musst du strategisch einen Karriereschritt nach dem nächsten nehmen und dadurch Sprosse für Sprosse auf der Leiter erklimmen.

Sobald du also merkst, dass dein Leben zu ruhig, beinahe schon langweilig, wird, ist es an der Zeit für den nächsten Schritt. Dieser kann eine Fortbildung sein, ein Jobwechsel, ein Auslandsaufenthalt oder die Selbstständigkeit. Je voller dein Lebenslauf, umso interessanter machst du dich für Arbeitgeber und desto wertvoller bist du für sie. Beachte aber, dass die Stationen in deinem Werdegang einen roten Faden erkennen lassen müssen. Ansonsten wirkst du wankelmütig und planlos.

Übersteigertes Sicherheitsbedürfnis

Jobwechsel? Selbstständigkeit? Viele Menschen schrecken vor solch drastischen Schritten zurück. Sie bedeuten einen Sprung in die Ungewissheit und widerstreben dadurch dem Sicherheitsbedürfnis unserer deutschen Kultur. Wenn du mit einem durchschnittlichen Einkommen und einer begrenzten Anzahl an beruflichen Perspektiven zufrieden bist, ist das völlig in Ordnung. Du kannst dir einen sicheren Job mit unbefristetem Arbeitsvertrag suchen und alle zwei Jahre nach zwei, fünf oder auch zehn Prozent Gehaltserhöhung fragen.

Wer Sicherheitszäune um sich errichtet, sitzt wie in einem Gefängnis.
– Gerald Dunkl

Die reichsten Menschen der Welt haben ihr Geld aber nicht mit der Sachbearbeiterstelle oder dem Handwerkerjob gemacht. Sie sind finanzielle Risiken eingegangen. Sie haben in Startups investiert, in Aktien oder in ein eigenes Unternehmen. Ohne Risiko kein Reichtum. Wir können dir leider nicht garantieren, dass du damit erfolgreich bist. Aber wir können dir garantieren, dass du es mit einem übersteigerten Sicherheitsbedürfnis nicht wirst!

Angst vor der Meinung anderer

Die meisten Menschen würden wohl lieber die Sicherheit wählen. Und wenn du aus der Reihe tanzt, werden diese „meisten Menschen“ dich argwöhnisch beäugen. Sie werden nur darauf warten, dass du scheiterst, und sich dann in ihrer Genugtuung suhlen. In Deutschland gilt ein Unternehmer, der Insolvenz anmeldet, als gescheitert. In den USA ist es stattdessen Gang und Gäbe, dass ein Gründer erst einmal zwei, drei oder fünf Unternehmen in den Sand setzt. Er klopft sich den Staub von den Schultern ab und versucht es erneut. Solange, bis er erfolgreich ist und plötzlich statt Häme nur noch Neid erntet.

Mach dich frei von der Angst davor, was andere Menschen denken. Schneid dir lieber eine Scheibe von deinen amerikanischen Vorbildern ab und verfolge deine finanziellen sowie Karriereziele mit Beharrlichkeit. Scheitern ist nicht das Worst-Case-Szenario. Meist ist es stattdessen die wichtigste Lektion auf deinem Weg zum Erfolg.

Falsche Einstellung zum Erfolg

„Erfolg“ ist ohnehin reine Definitionssache. Für die einen bedeutet Erfolg eine hohe Führungsposition, für die anderen ein dickes Bankkonto, eine glückliche Familie oder sein eigener Chef zu sein. Es ist deshalb an der Zeit, dass du deine eigene Definition von Erfolg findest. Solange du damit glücklich und zufrieden bist, bist du auch erfolgreich.

Teilst du diese Meinung? Was bedeutet für dich Erfolg? Was musstest du aufgeben, um erfolgreich zu werden?

Über Annina Frey

Annina Frey

Karriere & Jobs ist das Department, in welchem Annina Frey sich zuhause fühlt: Work-Life-Balance, Psychologie, Bewerbungen oder auch die Generation Y sind nur einige der Gebiete, mit welchen sich die studierte Medienwirtschaftlerin für die Onlinemarketing.de-Redaktion auseinandersetzt - mit viel Knowhow, wissenschaftlicher Recherche, eloquentem Schreibstil und dem ein oder anderen Augenzwinkern. An spannenden Themen mangelt es der freien Redakteurin jedenfalls nicht.

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