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FAZ.net bald kostenpflichtig?

FAZ.net bald kostenpflichtig?

Arne Behr | 15.06.12

Der Internetauftritt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung soll bald nur noch gegen Gebühr verfügbar sein.

Die Frankturter Allgemeine Zeitung (FAZ) plant offenbar, eine Gebühr für ihren Internetableger FAZ.net zu erheben. Wie der Vorsitzende der Geschäftsführung der FAZ, Tobias Trevisan, kürzlich in einem Interview mit dem Fachmagazin „Wirtschaftsjournalist“ verlauten ließ, gebe es zurzeit noch keinen genauen Zeitplan. Allerdings beschäftige man sich intensiv mit dem Thema und werde versuchen, den Schritt hin zu einer Bezahlpflicht möglichst bald zu gehen. Eine Paywall sei für sich genommen noch keine Strategie, allerdings seien Bezahlinhalte für die FAZ  Teil einer Qualitätsstrategie, zitiert Horizont.net Trevisan weiter.

Trevisan erklärte weiter, Erfolgsaussichten bestünden nur dann, wenn die Qualität online genauso hoch wie in der Print-Ausgabe sei. Das sei online generell noch nicht so, was daran liege, dass es derzeit immer noch darum ginge, die Reichweiten hochzutreiben:  „Wir sind heute in einem Geschäft, das sich am Massenmarkt orientiert. Dafür haben wir als Qualitätstitel nicht die besten Voraussetzungen. Das können andere wie T-Online oder bild.de besser. Die Werbepreise im Netz werden von den Großen bestimmt. Das führt zu unattraktiven Dumpingpreisen in der Onlinevermarktung.“

Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Paywall auf das Print-Segment auswirken wird und wie loyal die Leserschaft sich gegenüber der Marke zeigen wird, wenn der Plan umgesetzt wird. An Konkurrenz, auch, was qualitativ hochwertigen Online-Content angeht, mangelt es nicht.

Kommentare aus der Community

Mirko am 02.08.2016 um 21:49 Uhr

„An Konkurrenz, auch, was qualitativ hochwertigen Online-Content angeht, mangelt es nicht.“
Nun ja. Das ist natürlich Geschmackssache, aber die journalistische Qualität der FAZ ist eigentlich über jeden Zweifel erhaben. Vielleicht doch mal ein paar Tage lang die Nachrichten auf faz.net oder gar in der Zeitung verfolgen, da fällt es einem wie Schuppen von den Augen.

Eine Paywall ist meiner Ansicht nach ein akzeptables Mittel, um hochwertigen Content gestalten zu können. Da ich persönlich Werbung auf Nachrichtenseiten abstoßend unsympathisch finde, da mir bekannt ist, wie Werbung verkauft wird („sei nett zu mir, dann bin ich nett zu dir“). Ausgeblendet wird sie von mir sowieso. Aber ich bin kein Anhänger von „geiz ist geil“ – ich möchte sogar unbedingt endlich bezahlen dürfen, damit ich endlich mal wieder hochwertigen Genuss erleben darf.

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