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Nach Kritik: Twitter ändert Richtlinien zur Einschränkung von Content

Nach Kritik: Twitter ändert Richtlinien zur Einschränkung von Content

Nadine von Piechowski | 16.10.20

Nachdem Twitter einen Artikel der New York Post blockierte, hagelte es vor allen Dingen von Mitgliedern der republikanischen Partei in den USA Kritik. Jetzt ändert der Kurznachrichtendienst seine Policy.

Keine einfache Woche für Twitter: Das Social-Media-Unternehmen erntete herbe Kritik für die Blockierung eines Beitrags der New York Post, in dem privater E-Mail-Verkehr des US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden enthalten sein soll. Besonders von republikanischer Seite wurde der Kurznachrichtendienst für diese Entscheidung angegriffen. Twitter sperrte – genauso wie Facebook – den Artikel, da das Material nachweislich von dem Laptop Hunter Bidens, Joe Bidens Sohn, geleaked wurde.

Nachdem Twitter CEO Jack Dorsey bereits ankündigte, dass der Kurznachrichtendienst die eigenen Richtlinien zum Umgang mit gestohlenem Content ändern wolle, machte Twitters Policy Chief Vijaya Gadde die Änderungen nun öffentlich. In einem Tweet schreibt Gadde:

We will no longer remove hacked content unless it is directly shared by hackers or those acting in concert with them. […] We will label Tweets to provide context instead of blocking links from being shared on Twitter.

Das Video der New York Post bleibt weiterhin geblockt

Trotz der angekündigten Änderungen der Richtlinien bleibt das Video der New York Post weiterhin auf Twitter gesperrt. Ein Sprecher des Unternehmens sagte in einem Statement, dass der Clip gegen die Unternehmens-Policy zum Umgang mit privaten Informationen verstoßen würde.

Kurz vor den US-Präsidentschaftswahlen kocht eine derartige Debatte schnell hoch. So nutzte US-Präsident Donald Trump die Angelegenheit, um Twitter und auch Facebook erneut Zensur und die Beschränkung der Redefreiheit vorzuwerfen.

Wie die neuen Richtlinien aussehen und wann sie in Kraft treten, ist noch nicht bekannt.

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