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Sind Werbeanzeigen die neuen Sex-Killer?

Viele Menschen sind von Werbeanzeigen genervt und argumentieren, diese würden sie von wichtigeren Dingen abhalten. Zum Beispiel Sex.

Bryan Brenneman/commons.wikimedia

Bryan Brenneman/commons.wikimedia

InsightsOne hat in einer Infografik die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die uns schmunzeln lässt. Demnach sagen 83 Prozent der US-Amerikaner, dass belanglose Werbeanzeigen wie z. B. Pop-ups oder die bekannte Info “Sie sind Besucher Nummer 999.999 auf unserer Seite” sie von wichtigeren Dingen abhalten würden. 19 Prozent gaben der Studie zufolge an, diese Werbeanzeigen würden sie vom Sex abhalten.

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Das ist ein amüsantes Ergebnis, wenn auch nicht wirklich ernst zu nehmen. Wie soll man sich das vorstellen? “Schade, Schatz, ich wäre gern zu dir ins Bett gehüpft, aber ich habe gerade eine Werbeanzeige angesehen, und nun … nee, also wirklich nicht.” Kaum vorstellbar.

Nichtsdestotrotz steckt hinter dieser Studie ein ernster Hintergrund. Denn es lässt sich sehr wohl erkennen, dass diese Art von belanglosen Werbeanzeigen User eher abschreckt. Von den 91 Prozent der US-Amerikaner, die angaben, sie würden mit Spam “zugemüllt”, erklärten 14 Prozent, sie würden das betreffende Produkt danach nicht mehr nutzen. 13 Prozent erklärten einen Boykott des betreffenden Unternehmens und 60 Prozent gaben an, sie würden das Abo für weitere E-Mails kündigen. Vier Prozent erklärten, sie würden ihren Computer bzw. ihr Mobilgerät vor Wut schlagen. Aua.

Dass niemand mit  Info “zugemüllt” werden möchte, ist verständlich. Via Internet werden User ohnehin schon mit reichlich Informationen versorgt; kommen dann auch noch belanglose und nervende Infos dazu, ist der Spaß am Netz schnell vorbei.

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Die Studie wurde übrigens im Zeitraum vom 27. Februar bis 1. März mit 2.100 US-Amerikanern durchgeführt. Die meisten gaben an, dass sie im Fernsehen die nervigsten Werbungen sehen würden (60 Prozent). Im Online-Bereich aber läuft es nicht viel besser: 55 Prozent sahen nervende Anzeigen in der Sidebar oder in E-Mails, 37 Prozent in Social Media.

 

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