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Preroll-Zwang: Google schiebt Adblockern bei YouTube einen Riegel vor

Google holt gegen Adblocker aus: Auf seiner Videoplattform YouTube ist es Nutzern der Werbeblocker nun nicht mehr möglich, die Preroll zu überspringen.

© fergregory | fotolia.de

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Den Nutzern von Adblockern ist es künftig nicht mehr möglich, die Prerolls zu überspringen. Als einer der ersten Global Player, geht Google somit technisch und vor allem effektiv gegen die Nutzung der Werbeblocker vor.

Kein Skip-Button mehr für Werbeverweigerer, dafür extra lange Spots

Einen Großteil seines Umsatzes generiert Google durch Werbung, umso logischer erscheint nun der Schritt, gegen die Adblocker-Erweiterungen im Chrome-Browser vorzugehen, die im Chrome Web Store die Spitzenplätze einnehmen und inzwischen von nahezu 200 Millionen Menschen weltweit genutzt werden.

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Wie 9to5Google vermeldet, ist es Nutzern von Adblockern seit gestern nicht mehr möglich, die Werbung vor einem Video auf YouTube zu überspringen, da der Skip-Button entfernt wurde. Und nicht nur das: Offenbar spielt Google diesen Usern mitunter sogar extra lange Anzeigen von bis zu drei Minuten aus, um die es für sie kein Herumkommen mehr gibt.

Nutzer von Adblockern generieren nun unfreiwillig Views

Der Punkt in diesem Katz und Maus-Spiel geht in dieser Runde eindeutig an die Publisher. Denn bei YouTube misst sich der Wert einer Anzeige nicht an den Klicks, sondern an den Views – und ein View fängt bei YouTube bei 30 Sekunden an. Somit generieren die User der Adblocker fröhlich gegen ihren Willen Views für den Publisher, wenn sie das Video sehen wollen. Die Nutzer dürfte das ärgern; Publisher freuen sich hingegen, dem Adblocker, der die Szene seit langem in Aufruhr versetzt, endlich einen wirksamen Gegenschlag versetzt zu haben. User, die weiterhin nicht auf die Nutzung ihres Adblockers verzichten wollen, bleibt also nur noch die Möglichkeit YouTube auf die Whitelist zu setzen oder aber gänzlich auf YouTube zu verzichten.

Ein Test unsererseits ergab bislang noch nichts, die Prerolls sind bei eingeschaltetem Adblocker und in Chrome weiterhin ausgeblendet. Vermutlich testet Google die neue „Funktion“ erst in den USA und kommt daher mit einer Verzögerung auch nach Europa.

Es ist allerdings auch nur eine Frage der Zeit, bis die findigen Entwickler der Adblocker wieder ein Hintertürchen zum Umgehen dieser Sperre gefunden haben und in ihre Software einfließen lassen.

Quelle: 9to5, Google Watch Blog

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit Ende 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

4 Gedanken zu „Preroll-Zwang: Google schiebt Adblockern bei YouTube einen Riegel vor

  1. Hicky

    find ich richtig, Addblock sollte generell für 90% des Internets ausgeschalten werden … hab ich selber auch installiert aber nutze es nur bei Seiten die keinen Mehrwert bieten aber trotzdem haufenweise Werbung aufploppen lassen … die paar sekunden YouTube-werbung ist doch extrem schnell vorbei, zur not überspringt man nach ein paar sekunden, meistens merk ich kaum die werbung weil ich noch einige dinge hier und da erledige bis das video anfängt und im einzelfall is wirklich mal was interessantes als Werbung zu sehen, hab dadrüber schon spiele gefunden aber auch andere YouTube-Kanäle …

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  2. Wolfgang Neuber

    Wenn die Werbung besser wäre und nicht immer wieder wiederholt würde wäre auch die Akzeptanz höher.
    Besonders im Internet scheinen besonders billige Videos zu sein, und die Wiederholung immer derselben Videos deutet darauf hin, dass es nicht so viele gibt. Mal schauen, wie sich das entwickelt.
    Ein Mittel: drei Videos starten, Ton aus, und zeitversetzt schauen wenn das Video beginnt.

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  3. Tina BauerTina Bauer Artikelautor

    Hallo Fabian,

    Scheinbar ja. Google testet es offenbar erst in den USA, weshalb wir uns bisher kein eigenes Bild machen konnten.

    Schönen Gruß,

    Tina

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