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Fatale User Experience: Diese 5 Schwächen zerstören eine App

Eine App muss heutzutage hohe Standards erfüllen, um nicht wieder deinstalliert zu werden. Fünf Punkte, die du unbedingt im Blick haben solltest.

© Flickr / Tommy Sze, CC BY 2.0

© Flickr / Tommy Sze, CC BY 2.0

Auch wenn du User davon überzeugen kannst, deine App herunterzuladen, heißt das noch lange nicht, dass sie diese auch nutzen oder überhaupt auf dem Smartphone installiert lassen. Wir geben dir fünf Verbesserungsvorschläge, die du beherzigen solltest, um eine solide Userbase zu behalten.

Nur 4 Prozent der Nutzer bleiben erhalten

Saurabh Nangia, Gründer von TargetingMantra, weiß genau, dass ein Download zwar der erste Schritt zu einer erfolgreichen App ist, aber keinesfalls ausreicht, um eine längerfristige Nutzung zu garantieren. Auf dem unternehmenseigenen Blog spricht der Mobile-Experte einige Punkte an, an denen du arbeiten kannst, um Deinstallationen zu minimieren.

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Eine Erhebung von Apptentive in Zusammenarbeit mit Flurry Analytics zeigt jüngst, wie sehr die User im Laufe der Zeit das Interesse an einer App verlieren. Lediglich vier Prozent der Nutzer sind im Schnitt ein Jahr nach dem Download noch übrig:

MOZ retention problem

Der User-Schwund innerhalb eines Jahres, © Apptentive

Nangia hat einige Probleme identifiziert, die User dazu bringen, deine App vom Smartphone zu verbannen. Wir haben die sinnvollsten davon für euch zusammengestellt.

Fünf Dinge, die bei der Nutzung von Apps nicht vorkommen dürfen

Unnötige Pushnachrichten

Das Smartphone ist mittlerweile ein ständiger Begleiter im Alltag und sollte keinesfalls dafür missbraucht werden, um mit einer App Mitteilungen am laufenden Band zu schicken.

Bestimmte Nachrichten, wie beispielsweise Rabattaktionen von Online-Shops, machen sicherlich Sinn. Gib deinen Nutzern aber die Möglichkeit selbst zu entscheiden, welche Pushnachrichten sie erhalten möchten und ob sie überhaupt Mitteilungen von dir wünschen. Twitter macht es vor:

Twitter App Pushnachrichten

Twitter lässt die Deaktivierung der Pushnachrichten zu

Komplexer Registrierungsvorgang

Du solltest deine Nutzer nicht gleich zu Beginn verschrecken, indem du eine komplizierte Anmeldung einrichtest. Nangia nennt Craigslist als Negativbeispiel:

craigslist registration prozess

Der Registrierungsvorgang von Craigslist, © TargetingMantra

Dieser langwierige Registrierungsprozess wird der App eine erhebliche Anzahl an Abbrechern bescheren. Richtig hingegen macht es zum Beispiel Amazon – ein neues Konto ist schnell eingerichtet und für existierende Kunden genügt die Eingabe der Telefonnummer oder wahlweise auch der E-Mail-Adresse sowie eine anschließende Verifizierung:

amazon registrierungsprozess

Amazon macht die Registrierung einfach

Einfrieren des Screens oder sonstige Abstürze

Wenn eine App heutzutage nicht flüssig läuft oder gar abstürzt, ist die Existenzberechtigung auf dem mobilen Gerät schlichtweg nicht gegeben. Probleme mit der Performance ist einer der Hauptgründe, dass Apps deinstalliert werden.

Frozen-mobile-app-screen

So bitte nicht, © TargetingMantra

Natürlich kannst du dies im Vorweg mit ausreichenden Tests und guten Entwicklern vermeiden. Solltest du jedoch negatives Feedback deiner Nutzer aufgrund der Performance erhalten, musst du das unbedingt ernst nehmen und sie nicht damit im Stich lassen. Eine Anwendung mit Klagen über lange Ladezeiten oder Abstürze im App Store wird nicht nur schnell wieder vom Smartphone gelöscht werden, sondern auch arge Einbußen bei den Installationen insgesamt zur Folge haben.

Schlechte Usability

Ein ansprechendes und vor allem funktionales Layout ist das A und O einer guten User Experience. A/B-Testing lautet hier das Zauberwort, das deiner App zu einer angenehmen Navigation verhilft.

Vier Merkmale sind bei einem guten Design laut Nangia vordergründig:

  1. So wenig Seiten und Navigationselemente wie möglich
  2. Ein leicht verständliches Erscheinungsbild
  3. Logisch verknüpfte Elemente zur Navigation
  4. Eine Suche und Filtermöglichkeiten

Keine Wahrung der Privatsphäre 

© Flickr / Poster Boy, CC BY 2.0

Nicht nur die Regierung bangt um ihre Daten, © Flickr / Poster Boy , CC BY 2.0

Insbesondere in Deutschland sind die Menschen sensibel, was den Datenschutz betrifft. Fordere also bei der Anmeldung nur so wenig Angaben wie nötig, was nicht nur einen schnelleren Registrierungsprozess ermöglicht, sondern auch die Hürde zur Freigabe der persönlichen Informationen niedriger gestaltet. Überlege dir weiterhin, welche Berechtigungen deine App tatsächlich benötigt und verzichte auf den Rest.

Es hat sich herumgesprochen, dass Social Logins zwar bequem sind, jedoch meistens eine Flut an Userdaten aus einem anderen Account übermitteln. Falls du diese Logins einsetzten möchtest, stelle die Option nicht in der Vordergrund, sondern eher die E-Mail-Adresse oder den jeweiligen Account-Namen.

Quelle: TargetingMantra

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