Facebook: Mehr Sichtbarkeit durch gekaufte Beiträge

Promoted Posts bei Facebook

Facebook startet nach dem misslungenen Börsenstart ein neues Feature: Promoted Posts. Auch im Bereich der Seiten-Statistik gibts Neuerungen.

Nachdem Facebook erst kürzlich die Funktion Highlight veröffentlicht hat, können nun auch Unternehmen ihre Beiträge im Newsfeed hervorheben. Die sogenannten “Promoted Posts” sind allerdings nicht den ganz Großen wie Red Bull oder Starbucks vorbehalten, sondern ausschließlich den Marken die über 500 und 100.000 Likes besitzen. Grund für das Feature ist wahrscheinlich, dass nicht alle Beiträge für alle Fans sichtbar sind – obwohl sie eigentlich mit der jeweiligen Seite verbunden sind. Dieses Problem soll nun gelöst werden, indem Unternehmen für mehr Sichtbarkeit ihrer Beiträge sorgen können – allerdings nur gegen Bezahlung versteht sich. Eine sinnige Strategie, die Zuckerberg & Co. da aus dem Hut gezaubert haben, immerhin sind viele Investoren sehr verärgert über den verpatzten Börsengang und sind sicherlich nicht unerfreut über neue Einnahmequellen. Aus der Sicht der Marken stellt man sich aber wahrscheinlich eher die Frage, warum einige Fans die der Seite folgen, nicht alle Beiträge im Feed sehen können? Sicherlich ist nicht jeder Fan rund um die Uhr online, allerdings liegt ein Teil der Schuld auch an dem Newsfeed-Filter von Facebook selbst. Futurebiz rät dazu, es mit den promoted Posts nicht allzu sehr zu übertreiben, da man sonst Gefahr läuft sich anstelle von Sichtbarkeit und Userinteraktion eher “Dislikes” zu kaufen. Sollten pormoted Posts also an verkehrter Stelle eingesetzt werden, könnte dies zu jeder Menge Kritik von Seiten der User bzw. Fans führen – und die werden ihrem Druck mit Sicherheit auch öffentlich posten. Wir glauben jedoch nicht, dass dies das Ziel von Facebook sein wird, denn es wurde von Beginn an offeriert, dass der Newsfeed den Usern gehört und nicht anders herum. Aktuell testet Facebook sein neues Feature mit einer kleineren Anzahl an amerikanischen Unternehmen. Bevor die promoted Posts auch hier in Europa verfügbar sind wäre es interessant zu wissen, wie die Posts ausgegeben werden. Ein aktuelles Bild wie die Beta-Version der promoted Posts aussehen, könnt ihr dank Scitch.com sehen:

Anzeige:

Zeitgleich zu den promoted Posts hat Facebook veröffentlicht, dass gerade einmal 16 Prozent der Fans die geposteten Status Updates sehen können. Da dieser Wert bei Unternehmen natürlich nicht zu Luftsprüngen führt, möchte Facebook den jeweiligen Community-Managern dazu verhelfen, die eigene Reichweite zu erhöhen bzw. zu optimieren. Facebook möchte den Seitenbetreibern nun zu jedem Beitrag anzeigen, wie hoch der prozentuale Anteil an Fans ist. So können diese ihre Inhalte optimieren und mehr Aufmerksamkeit und Interaktion in Bezug auf die gesponserten Meldungen erzielen. Facebook unterscheidet dabei nach organischer-, viraler-, bezahlte- und Gesamt-Reichweite. Die Seiten-Statistiken sind vom Prinzip her nichts Neues. Wie man anhand des Bildes von Allfacebook jedoch unschwer erkennen kann, zeigt sich diese jetzt wesentlich offensiver:

Ähnlich wie Google scheint auch Facebook erkannt zu haben, das guter Content ein wichtiger Bestandteil für eine gezielte Kommunikation zwischen Marken und Fans ist. Besitzt eine Seite viel Aufmerksamkeit, können Unternehmen ihre Reichweite erhöhen, erfolgreicher werden und die Interaktion gezielter ausrichten. Da es noch keinen offiziellen Start vonseiten Facebook für das Rollout der Status Updates gibt, bleibt erst einmal abzuwarten, ob das soziale Netzwerk wie in der Vergangenheit auch das Feature nur Stück für Stück einführt oder direkt in vollem Umfang. Unternehmen lassen sich mit einer solchen Statistik aber sicherlich schnell überzeugen.