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Explido legt sich mit Gutschein-Affiliates an

Die Marketingagentur Explido hat ihre Tracking-Technologie erweitert, um künftig Mitnahmeeffekte von Gutschein-Affiliates einzudämmen

explido.de

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Das Gutscheingeschäft hat schon lange ein Problem: Die meisten Gutscheine bringen keine neuen Kunden, sondern kannibalisieren Bestellungen, die auch ohne Gutschein statt gefunden hätten. Nun hat die Performance-Marketing-Agentur explido mit einem Schritt gegen dieses Problem einen kleinen Sturm in der Welt der Gutschein-Affiliates ausgelöst.

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Publiziert wurden die Planungen unlängst via E-Mail als Teil des “Planet Sports – Partner Newsletters” . Darin heißt es:

” Gutscheinrichtlinien: Es werden nur Bestellungen verprovisioniert, die über einen Gutschein auf unser Angebot aufmerksam gemacht wurden. Keine Provisionen werden bezahlt für Bestellungen, bei denen die Kunden bereits im Warenkorb sind und sich dort über ein neues Browserfenster einen Gutscheincode anfordern.”

Im Blog Insight-m.de nahm Markus Kellermann im Namen des Unternehmens Stellung zu diesem Schritt und betont, dieses Vorhaben sei zur Zeit noch in der Planung befindlich. Wesentliches Ziel sei es aber, einen klaren Schnitt zu machen und Mitnahmeeffekte seitens der Gutschein-Publisher wie den Endkunden, resultierend aus Gutscheinen, die keine nennenswerten tatsächlich erbrachte Werbeleistungen aufweisen, angemessener von profitablen Angeboten zu trennen. Dies äußere sich in einer Konzentration auf führende Gutscheinportale und Content-Publisher, die wirklich initial für eine Vermittlung verantwortlich sind.

Des Weiteren war insbesondere die Kommunikation dieser Entscheidung Gegenstand der Kritik, die keinerlei Anhaltspunkte über den Zeitpunkt, die Art lieferte und damit zusammenhängende auch eine rechtliche Dimension gewinnt. Auch stand die Befürchtung im Raum, die geplanten Modifizierungen bewirken eine unverhältnismäßige und die Komplexität der diversifizierten Marktstruktur nicht gerecht werdenden Verschiebung gegen weniger etablierte Publisher oder solche, die ins Branding investiert haben.

Den Vorwurf der mangelhaften Kommunikation relativierte Kellermann, räumte aber auch Versäumnisse ein, anders als beim Einwand der Ausdünnung des Publishermarktes. Insbesondere Brandingseiten ergebe sich keinerlei Nachteil durch die Änderungen, im Gegenteil sollte es in ihrem Interesse liegen, nicht länger durch solche Cookies überlagert zu werden.

6 Gedanken zu „Explido legt sich mit Gutschein-Affiliates an

  1. Peter

    Ich finde das nur fair. Mittlerweile kann sich jeder an diverser Software bedienen, um ein eigenes Affiliate-Portal zu “gründen”. Die Anbieter, die ihre eigene Entwicklung einsetzen, gehen dabei unter. Hoffen wir, dass sich so die Elite abhebt und die Trittbrettfahrer verschwinden.

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  2. Sparlingo

    Wir sind auch Betreiber einer Gutschein Seite und finden diesen Weg nur als Fair. Wir versuchen unsere Leser auch dahin zu bewegen vor einem Kauf bei uns vorbei zu sehen und dann anhand wer die besten Preise und die besten Rabatte hat zu kaufen.
    Bei den Maßnahmen würden viele kleinere Gutschein Portale die es nur auf diese Art Provi absehen aufgeben und der Markt wieder Vertrauenswürdiger wird.

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  3. Sonne

    Das finde ich gut. Wir haben das mit den Gutscheinen eingestellt, da es wirklich keine Neukunden gebracht hat. Es waren viele Provisionen dabei, wo der Kunde erst im Warenkorb nach dem Gutschein gesucht hat. Und manche Gutscheinaffiliates haben auch Pseudo Gutscheine erstellt, wie versandkostenfrei bestellen, obwohl es eh versandkostenfrei war. Die Kunden haben sich dann ihren Cookie abgeholt und der Affiliate hat kassiert.

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  4. Uwe [my.tip.is]

    Hi, dieses Vorgehen ist aus meiner Sicht notwendig und fair allen Affiliates gegenüber, die initial Neukunden beschaffen. Mitnahmeeffekte einzudämmen, wirkt sich letztlich auch auf die Provisionen aus, die dann durchaus höher werden können. Nun haben Gutscheinportale mehr denn je die Aufgabe “echte Neukunden” zu gewinnen. Gutscheinportale befinden sich dennoch weiterhin in einer luxuriösen Lage, denn nie werden alle Advertiser derart arbeiten.

    Im Payout merken werden es aber auch die Agenturen, die ja meist auch selber direkt oder indirekt an den Umsätzen der Partnerprogramme beteiligt sind. Deswegen hat bisher kaum eine Agentur Interesse Gutscheinpublisher auszubremsen. Was man allerdings schon sehr oft sieht, dass die Provision für Gutscheinpublisher deutlich geringer sind als die Standardprovisionen.

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  5. M.Glück

    Ich denke, dass diese Art und Wiese des Trackings bereits bei den meisten Shops integriert ist.
    Da ist auch keine besonderen Technologie für nötig, dass einzige was der Shop zu beachten hat ist lediglich beim “eröffnen” eines Warenkorbes zu überprüfen, ob der User über einen Affiliate gekommen ist oder nicht.

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  6. Ozan

    Das ist ja mal echt interessant. Mal sehen, wie es auf den Gutscheinmarkt weiter gehen wird. Man geht ja davon aus, dass das Couponing auf dem absterbenden Ast sei.

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