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“Der Mobile-Boom verändert die Geschäftsmodelle grundlegend” – Gunnar Klauberg, Adobe Systems

[GASTBEITRAG] Gunnar Klauberg, Product Marketing Manager bei Adobe Systems: “2014 bricht ein neues Zeitalter für Mobile Marketing an.”

Gunnar Klauberg

Gunnar Klauberg,
Product Marketing Manager
Adobe Systems

Längst haben Mobiltelefone, Kameras, Karten, Registrierkassen, TV-Fernbedienungen und tragbare Spielekonsolen am Markt verdrängt oder sind zumindest auf dem besten Weg dorthin. Vielerorts ersetzen sie auch Bankautomaten, Drucker für Bordkarten, Eintrittskarten oder Coupons. Darüber hinaus checken Verbraucher mit ihren Smartphones unterwegs ihre E-Mails oder machen Preis- oder Produktvergleiche direkt im Laden und ersetzen damit zunehmend ihren Computer zu Hause. Nach einer Studie von Experton waren bereits Anfang 2013 mehr als eine Milliarde Smartphones im Umlauf. Kein Wunder also, dass sich Geschäftsmodelle aufgrund dieses mobilen Booms grundlegend verändern. Er beeinflusst sowohl die Markteinführungsstrategie von Unternehmen, als auch ihren Umsatzfluss, ihre Kostenstrukturen, Partnernetzwerke und Erfolgskennzahlen. So werden Geschäftsmodelle künftig durch drei Hauptfaktoren beeinflusst: Neben einer intensiveren Interaktion mit dem Kunden gehören dazu auch eine Kombination aus Echtzeitaustausch sowie der Berücksichtigung des Standorts in der realen Welt und eine kontextbezogene Preisgestaltung.

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Die Marketing-Strategie sollte alle Kanäle berücksichtigen 

Kunden erwarten mittlerweile ein konsistentes, relevantes und personalisiertes Erlebnis – ganz gleich über welchen Kanal, beziehungsweise an welchem Touch Point sie mit einem Unternehmen interagieren. In Zeiten von Google Glass, Smart-Watches oder Speaking Windows müssen Marketer nicht nur immer mehr mobile Geräte in ihre Strategie einbinden, sondern sich auch Gedanken darüber machen, inwieweit sie eine Personalisierung über die verschiedenen Kanäle umsetzen können – idealerweise in Kombination mit einer kontextbezogenen Ansprache.

Die Marketing-Strategie sollte ganzheitlich die unterschiedlichen Kanäle berücksichtigen und soziale Netzwerke ebenso verständlich einbeziehen wie eine ortsbezogene Mobilnutzung und den Point of Sale (offline). Nur so können Unternehmen den Mehrwert des mobilen Kanals für relevante Angebote zum passenden Zeitpunkt an der richtigen Stelle nutzbar machen.

Mobile Site oder App?

Adobe prognostiziert, dass schon während dieses Weihnachtsgeschäftes in Deutschland mehr als zehn Prozent der Onlinekäufe über mobile Geräte getätigt werden. Die Existenz einer Mobile Site ist also schon jetzt sehr wichtig, wollen Unternehmen verhindern, dass Kunden bei mobil besser erreichbaren Wettbewerbern landen.  Dabei müssen sie beachten, dass Konsumenten nicht nur mit dem Smartphone mobil unterwegs sind, sondern auch mit Tablet und Notebook – und diese Geräte haben unterschiedliche Displaygrößen und erfordern ein flexibles Layout. Um das zu gewährleisten, sollten Unternehmen ihre Website mindestens adaptive oder sogar responsive gestalten, damit sie auf allen Bildschirmgrößen nutzbar ist. Sollen Nutzer mobiler Geräte mit einfacherer Navigation und kürzeren Klickpfaden schneller zum Ziel kommen, bietet es sich an, eine eigene Mobile Site zu pflegen.

Besucher, die dank der Mobile Site zu Kunden geworden sind, lassen sich mittels App länger binden. Denn ist eine App ansprechend gestaltet und bietet einen echten Mehrwert, ist sie ein wirksames Kundenbindungsinstrument. Dies ist möglich, wenn sich Unternehmen auf einen Use Case fokussieren, der in Kombination mit dem Produkt, dem Service und der Präsenz des Unternehmens einen Mehrwert für die Konsumenten bietet. Wie das sinnvoll geht, zeigt die App des Adobe-Kunden Deutsche Post DHL. Sie bietet den DHL-Kunden die Möglichkeit genau zu verfolgen, wo sich ein Paket gerade befindet – und das weltweit.

Neue Targeting-Möglichkeiten werden zukünftig relevanter

Mit Geo-Targeting ist es zudem möglich, Mobile App-Nutzer genau dort anzusprechen, wo sie sich gerade befinden – ob im Einzelhandelsgeschäft, bei einer Sportveranstaltung oder im Konzert. Lösungen wie beispielsweise die Adobe Mobile Services optimieren das App-Erlebnis, liefern Kennzahlen zur Leistungsmessung (KPIs), visualisieren zentrale Daten und ermöglichen so die Analyse von Nutzerverhalten, Verweildauer und Vermarktung.

Nutzer von mobilen Geräten verbringen mittlerweile vier Mal mehr Zeit mit ihren Lieblings-Apps als im Web. Dennoch heißt es für Marketer nicht „Entweder oder“, sondern „Sowohl als auch“ – denn es gilt, beide Kanäle an der passenden Stelle der Kundenbeziehung beziehungsweise der Customer Journey sinnvoll für sich zu nutzen. Daher sollte der strategisch planvolle Auf- und Ausbau von Mobile Angeboten für Marketer 2014 ganz oben auf der Agenda stehen.

Über Gunnar Klauberg

adobe.com/de/solutions/digital-marketing.html

Als Product Marketing Manager verantwortet Gunnar Klauberg den Bereich Mobile Marketing innerhalb des Adobe Experience Manager, einer Lösung der Adobe Marketing Cloud. Seit 1996 arbeitet er in den Bereichen Web Content Management, Mobile und Publishing, um digitale Erlebnisse von Kunden wie Axel Springer, Microsoft, Deutsche Telekom, Nokia und Vodafone relevanter zu machen.

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