Retargeting

Als Retargeting (auch Re-Targeting geschrieben oder auch Remarketing genannt) bezeichnet man die einfachste der personalisierten Targetingstrategien (vgl. Targeting), häufig im Bereich des E-Commerce. Hierbei werden Nutzer beim Besuch bestimmter Webseiten (meistens) durch Cookies markiert. Ein Pixel, eine unscheinbare Codezeile im Quellcode der besuchten Seite, setzt in diesem Fall beim Laden der Seite den Cookie und dieser gibt dann Daten an einen Adserver weiter. Andere Webseiten wie Facebook markieren Nutzer auch ohne Cookies.

Beim Besuch anderer Seiten mit gleichem Werbeprogramm werden den Nutzern dann die entsprechenden Produkte oder Dienstleistungen der besuchten Webseite erneut angezeigt. Somit kann ein Teil der vielen, nicht direkt beim ersten Besuch abgeschlossenen Conversions später noch erfolgen, wenn etwa:

  • ein Artikel im Warenkorb deponiert, aber nicht gekauft wurde
  • eine bestimmte Webshop-Kategorie angeschaut wurde
  • eine bestimmte Dienstleistung o.ä. gesucht wurde

Vereinfachtes Schema des Retargetings

Retargeting Modell

Zusätzlich können auch die Click-Through-Rates einer Webseite und der Wiedererkennnungswert eines Anbieters sowie dessen Werbedruck gesteigert werden. Allerdings bedeuten zeitliche Aspekte ein gewisses Risiko, da potentielle Kunden schon nach kurzer Zeit das Interesse an einem Artikel oder einer Dienstleistung verloren haben können.

Für den Verbraucher erscheint das Retargeting oft sehr undurchsichtig: weder weiß er, welche Unternehmen mit den über den Cookie gesammelten Daten Profile erstellen noch in welcher Form die Datensätze instrumentalisiert werden. Und ein Opt-Out von Nutzerseite ist meist nicht möglich.

Trotz dieser Kritikpunkte ist Retargeting aufgrund vergleichsweise geringer Kosten bei gleichzeitig großer Präsenz die bisher effizienteste Form des Display-Targeting. In der Reichweite ist das Retargeting allerdings begrenzt auf Nutzer, die die zu bewerbende Webseite bereits besucht haben. Abhilfe schafft hier das New Audience Targeting.