Suchmaschinenmarketing

USA: Google Advertising zieht an Print vorbei

Die Anzeigenerlöse im Printbereich gehen daramatisch in den Keller. Bei Google sieht das anders aus.

Google-Logo

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Es ist so etwas wie eine Zeitenwende, was uns da auf dem Wall Blog präsentiert wird. Denn erstmals liegen die Erlöse, die Google mit Anzeigen erzielt, über denen, die der gesamte Printsektor in den USA generiert. Statista hat in diesem Zusammenhang eine Grafik erstellt, die zeigt, wie sich der Markt in den letzten Jahren gewandelt hat.

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In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres erlöste Google bei den Anzeigenerlösen rund 1,6 Milliarden Dollar mehr als die komplette US-amerikanische Print-Industrie. Also nicht nur die Zeitungen, sondern auch die Zeitschriften. Google hat demnach 20,8 Milliarden Dollar durch Anzeigen generiert, der US-Printsektor „nur“ 19,2 Milliarden.

Es sind schwierige Zeiten für den Printsektor – auch in Deutschland. Erst gestern wurde bekannt, dass die renommierte Tageszeitung „Frankfurter Rundschau“ in die Insolvenz geht. Fast gleichzeitig wurde bekanntgegeben, dass die Zeitschrift „Prinz“ vom Markt genommen wird.

In anderen Ländern wackeln andere Print-Produkte: Die gedruckte Ausgabe von „Newsweek“ ist bereits eingestellt worden, um den britischen „Guardian“ darf man sich zumindest Sorgen machen.

Was verblüfft, ist die Tatsache, dass Google gerade einmal 14 Jahre alt ist und bereits jetzt einen kompletten Sektor bei den Anzeigenerlösen überflügelt hat.

Betrachtet man nur die Situation der US-amerikanischen Zeitungen entsteht ein noch erschreckenderes Bild für Print. Das zeigt auch die Grafik.

Im laufenden Jahr hatte Roy Greenslade die kompletten Erlöse aus dem Anzeigengeschäft (inklusive Digital) auf 34 Milliaden Dollar geschätzt. Zum Vergleich: Google Erlöse lagen 2011 bei 37,9 Milliarden Dollar.

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