Sonstiges

Top-Investition oder Geld verbrannt? So sehen die teuersten .de-Domains von 2010 heute aus

Die 10 wertvollsten deutschen Domains aus dem Jahre 2010 kosteten knapp 840.000 Euro, als sie den Besitzer wechselten. Was ist aus ihnen geworden?

© Flickr / Pictures of Money, CC BY 2.0

© Flickr / Pictures of Money, CC BY 2.0

Kürzlich stellten wir euch unter anderem die teuersten Domainverkäufe des vergangenen Jahres vor. Give.com schaffte es mit einem Verkaufspreis von 500.000 US-Dollar an die Spitze des Rankings – und liegt bis heute brach. Was die Zukunft bringt und was die Käufer mit den Seiten vorhaben, bleibt noch offen. Auch 2010 hat es bereits ein Ranking zu den höchsten Verkaufspreisen gegeben und Ivo Kultermann hat nun auf Dotbroker untersucht, was aus den teuersten .de-Domains 2010 geworden ist – das Ergebnis ist teils überraschend, wir haben die spannendsten Entwicklungen für euch herausgesucht.

Die teuersten Domains 2010

In 2010 hatten die zehn teuersten .de-Domains einen Verkaufswert von insgesamt 839.381 Euro. Obwohl der Domainhandel sich auf dem absteigenden Ast befindet, haben die fünf teuersten Domains 2015 einen Gesamtwert von über 1,5 Millionen US-Dollar. Der Markt hat sich gewandelt und die Nachfrage nach Domains ist entsprechend gesunken, unabhängig von den Preisen, die dafür gezahlt wurden. Zudem handelt es sich bei den Top 5 um internationale Endungen, die Nachfrage nach .de-Kürzeln ist sehr viel geringer.

Anzeige:

  1. Software.de – 238.000 Euro
  2. Sec.de – 136.850 Euro
  3. Free-sms.de – 115.000 Euro
  4. Website.de – 101.150 Euro
  5. Pakistan.de – 65.450 Euro
  6. Devisen.de – 55.930 Euro
  7. UG.de – 50.000 Euro
  8. Cloud-Computing.de – 29.000 Euro
  9. Musik-base.de – 25.001 Euro
  10. Vermietung.de – 23.000 Euro

Amtliche Preise für Internetadressen mit dem .de-Kürzel. Aus einigen ist, das können wir an dieser Stelle vorwegnehmen, gar nichts geworden und sie liegen weiterhin geparkt herum oder sind in der Bedeutungslosigkeit untergegangen. Wir haben die fünf besten herausgesucht und stellen sie euch hier vor.

Vermietung.de

Die Domain wurde für 23.000 Euro verkauft. Nach der Registrierung im Jahre 2001, war die Seite ein Vermietungsportal, das ab 2009 eingestellt und die Domain leitete infolgedessen auf eine Sedo Parkingseite. Nach dem Verkauf im Mai 2010 blieb die Weiterleitung zu Sedo vorerst erhalten und heute landet man auf einer Platzhalter-Seite von United Domains. Vermietung.de ist eigentlich ein schöner Name für eine Domain, der Kauf wird sich allerdings kaum gelohnt haben.

vermietungde

Cloud-Computing.de

Auf Cloud-Computing.de gab es zu keinem Zeitpunkt Inhalte. Registriert wurde sie offenbar im Jahre 2008 und dann direkt bei einem Anbieter geparkt. Im August wurde sie für 29.000 Euro veräußert und fungiert seither als Weiterleitung zu: Microsoft.

Pakistan.de

Pakistan kostete den Käufer, der auch Endkunde ist, 65.450 Euro und dieser hat die Seite nicht etwa verrotten lassen. Der Käufer ist ein Erlebnisreisen-Veranstalter, der die Seite bis heute aktuell hält und tatsächlich auch Reisen darüber verkauft.

pakistande

Free-sms.de

Free-sms.de hat den Besitzer für stolze 115.000 Euro gewechselt. Die Webseite verfügt zwar weder über Responsive- oder Adaptive Design, sie wird aber bis heute gepflegt und hat trotz sinkender SMS-Zahlen noch immer eine wachsende Community, was bei dem Überangebot an Messenger-Diensten etwas verwundern dürfte. Vielleicht trifft sich hier die letzte datenschutzaffine Usergruppe, die sich tatsächlich am Umgang mit der Privatsphäre der Big Player stört. Und sie wächst weiter.

freesmsde

Software.de

Software.de ist ein eigentlich vielversprechender Domainname und das spiegelt auch der sechsstellige Betrag von 238.000 Euro wider. Erstmals registriert wurde die Domain bereits Mitte der 90er und wurde lange Zeit als einzige Weiterleitung genutzt: Zuerst kam man auf atrada.de, einem ziemlich unbekannten Auktionshaus, wenige Jahre später wurde man auf electronicscout24.de weitergeleitet. Dann lag die Seite vorübergehend brach, bevor sie als Weiterleitung für ein Partnerprogramm von Affilinet genutzt wurde. Im Anschluss wurde auf der Webseite das Programm Ashampoo angeboten. Nachdem sie im Jahre 2009 auf pro.de weiterleitete, endete sie 2010 im Sedo Parkingprogramm und führt seit dem Verkauf im Mai 2010 einen kleinen Blog, der sich nicht ausgezahlt haben dürfte: Der letzte Eintrag ist vom 27. Mai 2013.

Quelle: dotbroker

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit Ende 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *