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Mag Google keine Blogs mehr?

Früher war alles besser: Google mochte Blogs und die Kennzahlen sahen gut aus. Aber nun scheint dies vorbei zu sein.

Lässt Google Blogger fallen?

Lässt Google Blogger fallen?

Google hat Blogs geliebt. Das war so sicher wie das Amen in der Kirche. Diese Zeiten scheinen laut seo.de aber vorbei zu sein. Früher kletterten die Blogs die Serps hinauf und ließen die Zahlen gut aussehen. Das war auch einfacher, machten Content Management Systeme wie WordPress fast alles richtig in Bezug auf die Aufbereitung und Präsentation von Inhalten. Wichtig dabei war, dass Seiten und Artikel Title-Tags erhielten, die gut mit passenden und verlinkten Überschriften zusammenarbeiteten soweit einem integrierten Archivsystem, der gleichzeitig für eine gute innere Verlinkung sorgte.

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Doch Ende 2008 scheint Google einen anderen Weg eingeschlagen zu haben. Während Verlinkungen in der Blogroll als echte Empfehlungen galten und eine entsprechende Wirkung hatten, genauso wie Kommentar-Links und Trackbacks, wurden dieser Kehrtwende immer mehr Vorteile abgebaut und unnütz. Weiterhin kommt hinzu, dass viele sogenannte ‘First-Mover’ ihre Blogaktivitäten im Laufe der Jahre zurückgeschraubt haben und so auch die Aktualität und Menge der Artikel immer weiter nachgelassen hat.

Seoblogger sehen kein Land mehr, Foto: seo.de

Die Kennzahlen sehen ziemlich mau aus und weisen auf eine deutliche Änderung bei der Liebe von Google zu Blogs. Als zweiten Schritt wurden einige Blogs außerhalb der Blogszene zum Vergleich herangezogen. Mario Sixtus, Sascha Lobo, Robert Basic und Don Alphonso haben nie wirklich etwas mit SEO zu tun gehabt und waren trotzdem immer sehr erfolgreich. Betrachtet man die Sichtbarkeitsverläufe dieser Blogs, kann man durchaus von einer Blog-Abneigung sprechen.

Auch Blogger die mit Seo nichts zu tun haben, stehen vor schlechteren Zahlen, Foto: Seo.de

Hier können sich nun bestimmt viele Gründe für diese Entwicklung finden, aber trotz allem scheint die rosige Zeit der Blogs um Google-Besuche zu maximieren der Vergangenheit anzugehören. Wie sehen Sie das?

9 Gedanken zu „Mag Google keine Blogs mehr?

  1. elmex

    Google steht phasenweise immer wieder auf bestimmte Arten von Webseiten, auf denen Google schnell und einfach neue Links findet, um den Index zu erweitern. Das waren eine Weile lang Webkataloge, Blog, Artikelverzeichnisse, Pr-Portale etc. Es ist immer das gleiche Muster, zuerst “bedankt” Google sich mit guten Rankings und irgendwann sind die Quellen mehr oder weniger ausgeschöpft und die Phasenseiten werden abgewertet. Natürlich gibt es jedesmal auch Ausnahmen und machen guten Webkatalogen oder Blogs behalten eine gewissen Power, aber grundsätzlich scheint dieses Verhalten bei Google Prinzip zu sein.

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  2. Jakob

    n = 10 ist als Datenlage doch etwas dünn. Bitte mal mit repräsentativer Strichprobe wiederholen und Signifikanz nachweisen.

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  3. Christoph

    Viel interessanter finde ich die Frage: Wer füllt denn dann die Lücken der Blogs? Longtail-Keywords, die weit weg sind vom Geldverdienen, HowTo’s, Problemlösungen? Sind die Foren jetzt endlich mal wieder im Kommen? ;)
    Oder ist in 4 Jahren(!) vielleicht einfach nen bisschen am Visibility-Index geschraubt worden zugunsten der echten Moneykeywords?

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  4. Markus

    Ist mir eine irgendwo zu einseitige Sicht der Dinge. Das Spiel könnte man ins Endlose für alles mögliche spinnen: sind alle Politiker schlecht, alle Fußballspieler dumm und jeder Rentner verbittert? Ich glaube nicht ;)

    Es gibt abgestürzte Blogs, die meist aus bekannten Gründen auf die Plätze verwiesen wurden (auch wenn das einige nicht akzeptieren können) und es gibt die gut besuchten Blogs die fast von selbst laufen weil Sie a) aktuell b) redaktionell gut und c) nicht zu aggressiv sind. Glücklich sind in meinen Augen die Blogger, die sich über die Zeit eine feste Stammleserschaft aufgebaut haben.

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  5. Oneck

    Ich denke nicht, dass man aus dieser kleinen Zahl an Blogs valide Schlüsse ziehen kann. Und überlegen wir einmal, was das bedeuten würde: nämlich, dass all diejenigen, die sich im Sinne von SEO richtig verhalten, abgestraft würden. Gerade Blogs sind nämlich oft die saubersten und gepflegtesten Seiten aus Onpage-Sicht. Ich denke, da muss eine große Studie her, die eine repräsentative Stichprobe betrachtet.

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  6. Torsten Frank

    Ich würde den Indikator “Sichtbarkeit” nicht unbedingt als Ausdruck der “Liebe von Google” zu einer bestimmten Art von Webseite werten. Beispiel: Ich schreibe ein Blogpost zu irgendeinem Thema und verwende darin das Keyword “Kühlschrank”. Mag sein, dass Google früher meinen Post beim Suchwort “Kühlschrank” höher hat ranken lassen, als heute. Mein Blog war aber für den Besucher gar nicht relevant. Ich kann mir vorstellen, dass die SEO-Blogs eine gute Verlinkung aufweisen, die Positionen in den SERPS also hervorragend waren. Aber vielleicht eben nicht so relevant, wie Google (und der Suchende?) es gerne gehabt hätten.
    Vielleicht hat Google eher die Faktoren Bounce-Rate und Verweildauer höher priorisiert. Natürlich sinkt über diese Technik auch die Sichtbarkeit. Der Erfolg dürfte aber aber bleiben.

    Zur Klärung der Ursache für die Grafik im Artikel müsste man ausschließlich einen Pool an SEO-Keywords für den Sichtbarkeitsindex heranziehen.

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