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SEO - Suchmaschinenoptimierung
Google „pimpt“ seine Crawler mit Taxonomien
Taxonomien helfen bei der
Klassifizierung von Such-
anfragen und Keywords.
(Grafik: Google Inc.)

Google „pimpt“ seine Crawler mit Taxonomien

Stefan Rosentraeger | 21.02.14

Suchmaschinen tun sich im Erkennen von Keywords im richtigen Kontext immer noch schwer. Taxonomien könnten Abhilfe schaffen.

Keyword ist ein Keyword ist ein Keyword – ganz so leicht wie bei Gertrude Stein („Rose is a rose is a rose“) ist es in der Search-Praxis dann doch nicht. Im Gegenteil: Das Erkennen relevanter Keywords im richtigen Kontext ist trotz ausgeklügelter Algorithmen für Suchmaschinen immer noch knifflig. Wer nach einer Bank sucht, könnte seine Finanzen genauso im Hinterkopf haben wie die Suche nach passenden Sitzmöbeln für den Garten.

Klassifikation hilft, Keywords besser zu verstehen

Aus diesem Grund rücken Taxonomien immer stärker in den Fokus, um das Umfeld, in dem Keywords eingebettet sind, mithilfe von Klassifikationen besser zu verstehen. Taxonomien helfen nicht nur, wie Dr. Markus Pfuhl schreibt, „Inhalte zu strukturieren und damit die Aufgaben des Content Managements zu unterstützen“, sondern auch im „Information Retrieval bzw. als Unterstützung von Suchmaschinen“. Die Unterstützung kann im Hintergrund und für den User „unsichtbar“ erfolgen, beispielsweise durch eine gezielte Eingrenzung der Suchergebnisse nach einer Analyse der Suchanfrage. Oder man bindet den User direkt ein, indem eine Benutzeroberfläche bereitgestellt wird, die es dem Anwender ermöglicht, sein Interessensgebiet via Dropdown Menü selbständig einzugrenzen, um die Suchergebnisse zu filtern. Im Hintergrund wird im Zuge der Gestaltung des User Interface eine Informationsarchitektur modelliert. Diese steuert das Matching von Suchanfragen mit geeignetem Content über ein Themennetz, genauer gesagt ein Klassifikationsschema zur Einordnung von Themen und Suchbegriffen. Die Taxonomien können dabei statisch im Vorfeld definiert sein, oder dynamisch immer wieder aktualisiert werden.

Klassifikationen erleichtern die Navigation auf der Seite und das Crawlen der Inhalte. (Grafik: Google Inc.)
Klassifikationen erleichtern die Navigation auf der Seite und das Crawlen der Inhalte. (Grafik: Google Inc.)

Bislang ergänzen „human classifiers“ die Arbeit von Crawlern

Google richtet seine Suchtechnologie verstärkt auf Taxonomien aus, um die Arbeit der Webseiten-Crawler zu verbessern. Das zeigt das kürzlich bewilligte Patent „Updating taxonomy based on webpage. Hintergrund ist, dass die Crawler beim Scannen der Webseite nicht weit genug gehen, um den Kontext rund um die Keywords auf der Seite zu erschließen. Zur Klassifizierung und Bewertung der Webseiten werden zusätzlich menschliche Leser eingesetzt. Bill Slawski von SEO by the Sea nennt sie „human classifiers“. Neben der notwendigen Automatisierung dieses manuellen Arbeitsschrittes, der Zeit und Ressourcen kostet, verfolgt Google mit dem Update weitere Ziele, die im Patent wie folgt beschrieben werden:

It is often a difficult task for computing systems to receive a document or other content and to determine a meaning or other content of the document. For example, while it may be straightforward to determine individual words within the document, it is often difficult to determine (with a given degree of certainty) a context of a given word, or relationships between words which impart meaning to the document as a whole. […]Consequently, computing systems and applications have been developed for determining a content, context, or meaning of documents, e.g., for the purpose of providing advertisements within such documents, or otherwise benefitting from knowledge about the content or meaning thereof.

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