„Bei einem Bewerber fehlten mir die Worte“ – Janett Davidt, AdClear

Janett Davidt, Chief Operation Officer von AdClear, gibt spannende Einblicke in den Bewerbungsprozess der Onlinebranche.

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Ihr habt euch schon immer gefragt, wie Firmen ihre Bewerbungsprozesse meistern? Auf was wird besonders geachtet und welches sind absolute No-Gos? Wir haben mit Janett Davidt, Chief Operation Officer (COO) von AdClear, gesprochen, um genau das für euch herauszufinden. Viel Spaß beim Lesen!

Interview mit Janett Davidt, Chief Operation Officer von AdClear

OnlineMarketing.de: Stell dich und euer Unternehmen bitte kurz vor.

Janett Davidt: Ich bin Janett Davidt von AdClear. Als Chief Operation Officer (COO) bin ich für die operativen Prozesse, das Produktmanagement und die strategische Weiterentwicklung der Kunden verantwortlich. Auch das Thema HR fällt in meinen Aufgabenbereich. Wir sind ein Technologie-Unternehmen und international aufgestellt. Mit unserer integrierten Plattform für Marketing-Automation und -Optimierung stellen wir sicher, dass Unternehmensentscheider und Mediaplaner jederzeit fundierte Marketingentscheidungen treffen können.

Welche Rekrutierungskanäle nutzt ihr?

Wir schalten Stellenanzeigen in verschiedenen Online-Jobbörsen und arbeiten mit Personalvermittlern zusammen. Auch soziale Netzwerke und natürlich persönliche Kontakte und Empfehlungen spielen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern eine wichtige Rolle.

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Meetingspace bei AdClear

Was sind typische Fehler bei einer Bewerbung?

Es kommt immer wieder vor, dass die persönliche Ansprache fehlt und ein Anschreiben keinen Bezug zum Unternehmen oder der ausgeschriebenen Stelle erkennen lässt. Für uns ist dann in der Regel klar, das ist nicht der Kandidat, nach dem wir suchen. Gleiches gilt bei Rechtschreibfehlern oder falschen Ansprechpartnern. Unschön und unnötig sind auch sehr lange Anschreiben oder Lebensläufe die länger als zwei Seiten sind.

Wie sieht ein typischer Bewerbungsprozess bei euch aus?

Wir sehen uns die Bewerbungsunterlagen an, bei persönlichen Empfehlung reicht da auch manchmal nur der Lebenslauf, und treffen eine Vorauswahl. Mit den interessanten Kandidaten führen wir dann ein Telefoninterview. Wer diese erste Hürde nimmt, wird zu einem Vorstellungsgespräch zu uns nach Berlin eingeladen und muss auch einen Test absolvieren. Die besten zwei bis drei Bewerber kommen in die zweite Runde. An diesem Gespräch nehmen dann meistens der potenzielle Teamleiter und zwei Kollegen aus der Geschäftsleitung teil.

Verrate mir ein Geheimnis: Wie kann dich ein potentieller Bewerber besonders beeindrucken?

Mit sauberen Schuhen, einem gepflegten Äußeren und guten Manieren. Wer zudem emphatisch ist, hat schon mal eine gute Ausgangsposition.

Gab es einmal einen Moment in einem Bewerbungsgespräch, der dich sprachlos gemacht hat?

Ich habe mal ein Bewerbungsgespräch via Skype geführt und wir haben den Kandidaten auch eingestellt. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass der Bewerber keine Hose anhatte. Da fehlten mir dann doch die Worte.

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Kickern bei AdClear

Was macht euer Unternehmen aus und warum sollte man bei euch anfangen zu arbeiten?

Wir haben ein innovatives Produkt und sind ein internationales, kleines Team. Jeder hat einen großen Gestaltungsspielraum und kann schnell Verantwortung übernehmen. Unsere Unternehmenskultur wird nicht irgendwo vorgeschrieben, sondern von den Mitarbeitern geprägt. Dazu gehört zum Beispiel, dass wir offen Feedback geben – ganz egal, ob der Praktikant mit dem CEO spricht oder umgekehrt.

Vielen Dank für das Interview!

Ein Gedanke zu „„Bei einem Bewerber fehlten mir die Worte“ – Janett Davidt, AdClear

  1. Anca

    Peinlich…coming from someone working on HR. Really pathetic! Clean shoes….Thaaat’s an Important requirement and indicator of future performance!!! Great! Way to go lady!!

    Antworten

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