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Alkohol, Schwangerschaft und Co. – Google lässt User mehr Werbekategorien regulieren

Alkohol, Schwangerschaft und Co. – Google lässt User mehr Werbekategorien regulieren

Niklas Lewanczik | 02.05.22

Das Suchmaschinenunternehmen liefert Nutzer:innen mehr Einstellungsmöglichkeiten zu spezifischen Werbeanzeigen. So können beispielsweise Ad-Ausspielungen im Bereich Dating oder Gewichtsabnahme reduziert werden.

Neue Werberichtlinien bei Google sollen für mehr Transparenz und Kontrolle für Nutzer:innen sorgen. Denn ab sofort bekommen Google User weitere Einstellungsmöglichkeiten an die Hand, um Werbung zu den Themen „Alkohol“, „Glücksspiele“, „Schwangerschaft & Erziehung“, „Dating“ und „Gewichtsabnahme“ auszublenden – allerdings nicht komplett.

Ausweitung auf das Display-Netzwerk: Weniger Werbung für Alkohol, Dating und Co. bei Google und YouTube

Bereits im Dezember 2020 hatte Google Kontrollmöglichkeiten vorgestellt, die Nutzer:innen in den USA erlauben, weniger Ads für Glücksspiele und Alkohol auf YouTube zu sehen. Im vergangenen Jahr wurden diese Optionen dann weltweit für Werbeanzeigen auf YouTube ausgerollt. In YouTubes Masthead Ads dürfen seit Juni 2021 sogar gar keine Ads mehr für Alkohol, Wettspielerei, Drogen oder Politik ausgespielt werden.

Und die strengeren Werberegularien Googles werden nun erweitert. So gibt die Alphabet-Tochter bekannt, dass die bei YouTube schon bekannten Einstellungsmöglichkeiten für glücksspielbezogene Anzeigen und Werbung mit Bezug zu Alkohol global auf unser Display-Netzwerk ausgeweitet werden.

Des Weiteren fügt Google Kategorien von Ads hinzu, die User in ihren Einstellungen reduzieren können. So sollen Anzeigen aus den Werbekategorien „Schwangerschaft & Erziehung“, „Dating“ und „Gewichtsabnahme“ sowohl für YouTube als auch für Display weniger oft angezeigt werden können. Diese Funktion wird in den Anzeigeneinstellungen der Nutzer:innen im Dashboard des Google-Kontos unter adssettings.google.com zu finden sein. Karin Hennessy, Group Product Manager für Googles Ads Privacy, bemerkt zur Neuerung:

Die Nutzerinnen und Nutzer wollen mehr Kontrolle über ihre Anzeigenerfahrung, einschließlich der Blockierung von Anzeigen oder Kategorien, die sie lieber nicht sehen möchten. Die Bereitstellung von Transparenz und Kontrolle war schon immer eine unserer Prioritäten, daher erweitern wir unsere Tools und ermöglichen es, weniger Anzeigen für Schwangerschaft & Erziehung, Dating und Gewichtsabnahme zu sehen. Wir werden weiterhin auf das Feedback unserer Nutzer:innen hören und prüfen, auf welche Kategorien wir diese Funktion in Zukunft ausweiten können.

Es kann […] sein, dass Sie weiterhin Werbung dieser Kategorien sehen“

In Googles Einstellungen für Werbung können Nutzer:innen zahlreiche Änderungen vornehmen, zum Beispiel personalisierte Werbung ausschalten oder Ad-Einblendungen individuell anpassen. Allerdings werden Ads aus den sensiblen Kategorien wie Alkohol oder Schwangerschaft nicht unbedingt vollständig ausgeblendet, auch wenn sich die User dafür entscheiden. Auf der Google Website heißt es:

Wenn Sie aus diesen Kategorien keine Werbung sehen möchten, geben Sie uns Bescheid. Wir bemühen uns dann, Ihnen keine solche Werbung zu zeigen, wenn Sie in Ihrem Google-Konto auf YouTube angemeldet sind. Es kann aber sein, dass Sie weiterhin Werbung dieser Kategorien sehen, wenn Sie nach Inhalten dieser Art suchen oder sie sich anschauen.

Dementsprechend gibt es auch nur die Option „Weniger anzeigen“. Dennoch hast du nun die Möglichkeit, die Werbung, die dir bei Google ausgespielt wird, stärker zu regulieren als je zuvor. Bei adssettings.google.com kannst du diese Änderungen jeweils mit einem Klick auf „Weniger anzeigen“ oder „Erlauben“ einstellen sowie per Schieberegler angeben, ob personalisierte Werbung angezeigt werden soll.

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