Newsletter Marketing Software

E-Mail Marketing ist noch immer der wichtigste Kanal für Permission Marketing. Permission Marketing bedeutet, dass der Empfänger der Zusendung von Informationen ausdrücklich zugestimmt hat.
Neben dem klassischen Newsletter, um den es in diesem Artikel geht, gehören Telefonwerbung, Postwerbung, aber auch zum Beispiel Call-back Formulare oder die Anforderung von Produktinformationen zum Permission Marketing.

E-Mail Marketing liefert mit einem durchschnittlichen Return on Invest (ROI) von 4,3% (Quelle: Direct Marketing Association) das beste Resultat und gilt generell als der kosten-effizienteste Marketingkanal.

1 Grundsätzliches zu E-Mail-Marketing
1.1 Wie können Abonnenten generiert werden?
1.2 Formulare
1.3 Welche weiteren Möglichkeiten zur Generierung von Adressen gibt es?

2 Aufbau und Gestaltung eines Newsletters
2.1 HTML versus Textmails
2.2 Absender
2.3 Personalisierte Anrede
2.4 Betreffzeilen & Headlines
2.5 Formatierung

3 Welche E-Mail Kennzahlen gibt es und was bedeuten diese?
3.1 Zugestellte E-Mails
3.2 Bouncerate
3.3 Öffnungsrate
3.4 Klickrate
3.5 Beschwerderate (Complaint rate)
3.6 Abmelderate

4 Rechtliche Gegebenheiten im E-Mail-Marketing
4.1 Spamproblematik umgehen
4.2 Welche rechtlichen Hürden sind zu meistern?
4.3 Welche Daten dürfen bei der Anmeldung abgefragt werden?
4.4 Was muss eine Newsletter E-Mail rechtlich gesehen beinhalten?

5 Eine Newsletter Software bietet viele Vorteile

6 Die Grundfunktionen einer Newsletter Software
6.1 Segmentierung
6.2 A/B Tests
6.3 Best Practice

7 E-Mail-Marketing Software Vergleich

8 Fazit zum Thema E-Mail-Marketing


Grundsätzliches zu E-Mail-Marketing

E-Mail Marketing ist, richtig eingesetzt, noch immer einer der kosten-effizientesten Marketingkanäle. Durch die Zunahme der Werbe-E-Mails sind die Öffnungsraten zwar deutlich gesunken (noch vor einigen Jahren waren 90% Öffnungsrate durchaus möglich, aktuell werden 30% bereits als sehr gut angesehen). Aber die geringen Kosten und die meist höhere Conversionrate machen E-Mail zu einem der wichtigsten Kanäle im Marketingmix.

Richtig eingesetzt, kann E-Mail Marketing der wichtigste Umsatztreiber eines Unternehmens werden. Conversionrates bis zu 10% sind selbst in der schwierigen Tourismusbranche keine Seltenheit. Der größte Vorteil des E-Mail Marketings ist die personalisierte und relativ intime Ansprache des Empfängers zu geringen Kosten. Der Empfänger bringt uns das Vertrauen entgegen, ihn direkt in seinem E-Mail Postfach anzusprechen.

1 Wie können Abonnenten generiert werden?

    Empfänger tragen sich über Anmeldeformulare selbst ein. Hierzu gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten:

  • Landingpages
  • Formulare innerhalb anderer Seiten

Landingpages haben den Vorteil, dass der Besucher dort nur eine Aktion ausführen kann: Sich anzumelden. Jegliche Ablenkung ist ausgeblendet (Anderer Content, Navigation etc.). Allerdings muss der Besucher eine solche Landingpage erst einmal erreichen. Er muss also auf der Website überzeugt werden, dass er den Newsletter empfangen möchte.

1.2 Formulare

Die gängigste und einfachste Integration eines Anmeldeformulars ist über ein Widget in der Sidebar. Diese einfache Methode wird häufig von Online Shops eingesetzt.
Aufgrund der ‘Sidebar Blindheit’ der Besucher liefert diese Art der Einbindung aber generell auch das geringste Resultat.

Prinzipiell kann das Anmeldeformular überall auf der eigenen Website eingebunden werden. Die Anmeldung setzt aber einiges Vertrauen auf Seiten des Empfängers voraus. Niemand möchte noch mehr sinnlose Werbemails bekommen. Deshalb muss für den Besucher deutlich sein, weshalb er sich anmelden sollte: What’s in it for me – Was bringt mir das?

Online Shops bewerben den Newsletter deshalb gerne mit exklusiven Rabatten und Angeboten. Blogs und informative Portale können einen sogenannten ‘Leadmagneten’ nutzen, also Informationen, die der Besucher nur bekommt, wenn er sich für den Newsletter anmeldet (Whitepaper, Checklisten, E-Mail- oder Videokurse zum Beispiel). Je genauer du deine Zielgruppe kennst, desto leichter ist es, einen Leadmagneten zu entwickeln, der deinen Besuchern einen Mehrwert liefert und den sie unbedingt haben wollen.

Die Anmeldung für den Newsletter lässt sich auch auf der eigenen Facebook-Seite integrieren. Die meisten Software-Anbieter stellen dafür Möglichkeiten zur Verfügung. Auch auf LinkedIn, Xing oder anderen sozialen Netzwerken kannst du auf deine Landingpage verweisen. In jedem Fall muss für den Besucher deutlich sein, welchen Mehrwert die Anmeldung liefert.

1.3 Welche weiteren Möglichkeiten zur Generierung von Adressen gibt es?

Kooperationen mit anderen Unternehmen, die deine Zielgruppe erreichen, aber keine direkten Konkurrenten sind, können dir direkt zu neuen Abonnenten verhelfen.
Dein Newsletter muss auch hierfür einen wirklichen Mehrwert bieten und auch für den Kooperationspartner muss es sich lohnen, seiner Zielgruppe deinen Newsletter zu empfehlen.


Aufbau und Gestaltung eines Newsletters

Ein optimales Newsletter Layout gibt es nicht. Genauso wie für die Website gilt auch hier: Es muss zur Zielgruppe passen. Ein Newsletter-Layout lässt sich aber viel einfacher testen und ändern!

1 HTML versus Textmails

HTML-Templates bieten im Gegensatz zu Textmails vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. So kannst du zum Beispiel das Layout an dein eigenes Corporate Design anpassen, bestimmte Inhalte hervorheben, auf Angebote hinweisen. Newsletter mit verschiedenen Inhalten, zum Beispiel einem Wochenrückblick, Branchennews oder den neuesten Blogartikeln, sind als HTML-Mails übersichtlicher zu gestalten. Ein gutes Beispiel ist der Onlinemarketing.de – Newsletter. Ein Banner im Header des Newsletters kann den Wiedererkennungswert erhöhen. So sieht der Empfänger sofort, vom wem die E-Mail kommt. Das ist sinnvoll, wenn die Beziehung zwischen Versender und Empfänger nicht besonders intensiv ist, zum Beispiel bei Webshops.

Textmails haben allerdings den großen Vorteil, dass sie nicht wie Werbemails aussehen, sondern wie eine gewöhnliche E-Mail. Das kann sehr sinnvoll sein, wenn die Beziehung zwischen Versender und Empfänger intensiver ist oder es werden soll. Solche E-Mails werden zum Beispiel von Bloggern, Coaches und generell von Unternehmen eingesetzt, die auf eine persönliche Beziehung zu ihren Kunden setzen.

Wenn du HTML-Mails einsetzt, achte darauf, dass dein Newsletter auch ohne die Bilder verständlich ist. Die meisten E-Mail-Anbieter blockieren das Herunterladen von Bildern automatisch. Der Empfänger sieht dann erst einmal nur eine recht leere E-Mail mit vielen roten Kreuzen oder Alternativtexten. Es sollte möglichst sofort deutlich sein, weshalb der Empfänger die Bilder herunterladen sollte (What’s in it for me?).

2 Absender

Wähle in jedem Fall einen Absendernamen, der für den Empfänger erkennbar ist. Das gilt umso mehr, wenn dein Newsletter in größeren Abständen verschickt wird. Kaum ein Mensch öffnet eine E-Mail, deren Absender er nicht kennt. Oft wird statt des Unternehmensnamens ein echter Name gewählt, um persönlicher zu wirken. Das ist aber nur erfolgreich, wenn der Empfänger diesen Namen auch kennt und zuordnen kann. Auf keinen Fall sollte der Absender ‘noreply@domain.de’ genannt werden. E-Mail ist einer der persönlichsten Kommunikationskanäle. Noreply-Absender unterbinden jegliche Kommunikation bereits im Ansatz.

3 Personalisierte Anrede

Die personalisierte Anrede ist ein beliebtes Streitthema. Die Meinungen gehen besonders in Deutschland stark auseinander. Noch vor einigen Jahren funktionierte die personalisierte Anrede sehr gut, mittlerweile wird das aber so häufig eingesetzt, dass es auch einen negativen Beigeschmack bekommen hat. Kaum jemand würde einem Bekannten eine E-Mail schreiben mit dem Betreff: “Stefanie, ein unglaubliches Angebot für dich”. Auch dieses Feature sollte für die eigene Empfängerliste getestet werden.

4 Betreffzeilen & Headlines

Die Betreffzeile wird von jedem E-Mailanbieter angezeigt, häufig auch die Headline der E-Mail, zumindest in der Desktop Version. Betreffzeile und Headline sind das einzige, was der Empfänger sieht, bevor er sich entschließt, die E-Mail zu öffnen. In der Flut der E-Mails, die fast jeder heutzutage täglich erhält, haben diese beiden Elemente einen entscheidenden Einfluss auf die Öffnungsrate. Wie gut und hilfreich der Inhalt auch sein mag, zuerst musst du den Empfänger überzeugen, dass es sich für ihn lohnt, die E-Mail überhaupt zu öffnen.

5 Formatierung

E-Mails werden aktuell überwiegend auf mobilen Geräten gelesen. Dadurch ist die Breite des Newsletters automatisch begrenzt. Die wichtigste Aussage sollte direkt sichtbar sein, damit der Empfänger auch den Rest der E-Mail liest. Achte also darauf, keinen Platz im sichtbaren Bereich an Elemente zu verschwenden, die für den Empfänger nicht relevant sind. E-Mails werden, genauso wie Websites, eher gescannt als im Detail gelesen. Eine übersichtliche Formatierung mit Überschriften und genügend White Space erleichtert es dem Empfänger, den Wert des Inhaltes einzuschätzen und noch einmal genauer hinzuschauen.


Welche E-Mail Kennzahlen gibt es und was bedeuten diese?

Wie jeder gute Marketingkanal will auch E-Mail Marketing optimiert werden. Die wichtigsten Kennzahlen dazu liefert der Software Anbieter normalerweise direkt auf seiner Plattform:

1 Zugestellte E-Mails

Diese Kennzahl gibt an, wie viele der verschickten E-Mails tatsächlich zugestellt werden konnten (verschickte E-Mails abzüglich unzustellbarer E-Mails)

2 Bouncerate

Die Bouncerate gibt Aufschluss über den Gesundheitszustand der Empfängerliste. Als Bounce werden unzustellbare E-Mails bezeichnet, entweder weil die E-Mailadresse nicht mehr existiert, die Inbox voll ist oder, bei Firmenadressen, die Spam-Firewall für Unzustellbarkeit sorgt. Hard Bounces, also nicht existente E-Mailadressen, sollten gelöscht werden, weil sie nur den Tarif erhöhen, aber keinen Mehrwert bieten.

3 Öffnungsrate

Gute Newsletter zu erstellen erfordert einigen Aufwand. Die Öffnungsrate gibt an, wie viele Abonnenten die E-Mail tatsächlich geöffnet haben. Praktisch hilft die Öffnungsrate vor allem dabei, die Betreffzeile zu optimieren. Meist ist das das einzige, was der Empfänger in seinem Postfach sieht. Eine niedrige Öffnungsrate lässt darauf schließen, dass der Betreff nicht interessant war. Allerdings sollten diese Daten im Zusammenhang gesehen werden. Wurde der Newsletter lange nicht mehr verschickt und die Empfänger können sich kaum noch an das Unternehmen erinnern, wird die Öffnungsrate generell nicht hoch ausfallen. Im Gegensatz dazu wird ein Unternehmen, das einen sehr intensiven Kontakt mit seinen Abonnenten pflegt und bereits hohen Mehrwert in früheren E-Mails bewiesen hat, auch mit einer nicht so guten Betreffzeile eine hohe Öffnungsrate erzielen.

Auch der Versandzeitpunkt spielt eine große Rolle. Welcher Wochentag und welche Tageszeit für das jeweilige Segment optimal sind, muss getestet werden. Allgemeine Aussagen hierzu sind selten zutreffend.

Methode der Messung: Die Software misst die Öffnungsrate über ein Bildpixel in der verschickten E-Mail. Nur, wenn das Bild geladen wird, wird die E-Mail als geöffnet gemessen. Da die meisten E-Mailprogramme Bilder automatisch blockieren, liegt hier natürlich großes Fehlerpotential. In der Praxis kann es daher sinnvoll sein, Bilder zu integrieren, die der Empfänger unbedingt sehen möchte, damit auch das Messpixel geladen wird.

4 Klickrate

In den meisten Fällen soll die E-Mail nicht nur gelesen werden, sondern der Empfänger soll auch eine bestimmte Aktion ausführen. Häufig ist das ein Link-Klick, zum Beispiel zu einer Produktseite oder einem Artikel. In den Statistiken siehst du die Klickraten für jeden Link einer bestimmten E-Mail. Diese Daten kannst du zukünftig nutzen, um die Inhalte noch besser auf deine Empfänger abzustimmen.

5 Beschwerderate (Complaint rate)

Die Rate der Empfänger, die die E-Mail asl Spam markiert haben. Nicht alle E-Mail Anbieter ermöglichen das, deshalb ist diese Zahl nicht akkurat.

6 Abmelderate

Die Rate der Empfänger, die sich über den Abmeldelink abgemeldet haben.


Rechtliche Gegebenheiten im E-Mail Marketing

Die persönliche Art der Kommunikation birgt direkt auch die Gefahr, dieses Vertrauen absichtlich oder versehentlich zu missbrauchen.
Eine E-Mail ist schnell geschrieben, aber spätestens nach der dritten irrelevanten Werbemail ist der Abonnent verärgert und meldet den Versender im schlechtesten Fall sogar als SPAM.
Newsletter mit Zehntausenden Empfängern und einer Öffnungsrate im einstelligen Bereich sind leider keine Seltenheit. Solch eine Liste ist ‘verbrannt’, das Vertrauen der Empfänger wurde schlichtweg missbraucht und ist meist auch nicht wiederherzustellen.

1 Spamproblematik umgehen

Etablierte Newsletter Software-Anbieter achten streng darauf, möglichst wenig E-Mails zu versenden, die als SPAM angesehen werden könnten. Deren Absenderadressen sind normalerweise bei allen größeren E-Mail Anbietern gewhitelistet.
Es lohnt sich also, einen etablierten Anbieter zu wählen, damit die E-Mails auch tatsächlich zugestellt werden.

In den meisten Fällen achten diese Anbieter auch darauf, dass ihre Kunden keine E-Mails verschicken, die als SPAM klassifiziert werden können. Nach dem Erstellen eines Newsletter bieten sie einen SPAM-Check an, der den Newsletter auf problematische Elemente überprüft.

Zu viele Links in einer E-Mail können problematisch sein. Anhänge werden ebenfalls häufig als Spam markiert. Meist ist es daher besser, einen Link zum Download zu verschicken als die Datei direkt anzuhängen.

2 Welche rechtlichen Hürden sind zu meistern?

Für den Newsletterempfang ist das sogenannte Double-Optin die beste Option. Das heißt, der Empfänger muss sich selbst dafür anmelden, erhält dann eine E-Mail mit einem Bestätigungslink und wird erst in die Newsletterliste eingetragen, wenn er diesen Bestätigungslink angeklickt hat.
Gut zu wissen: Die Bestätigungsmail muss absolut werbefrei sein.

Double Opt-In ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, ist aber aktuell die einzig gangbare Lösung für eine datenschutzkonforme Anmeldung. Der Gesetzgeber sieht nur die explizite Einwilligung des Empfängers vor. Diese Einwilligung muss protokolliert und im Falle einer Abmahnung bewiesen werden können!

Für Transaktionsmails ist kein Double-Optin erforderlich. Ob solche Transaktionsmails allerdings zusätzlich Werbung enthalten dürfen, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Die Tendenz geht aber eher zu: “Nein”.

    Soll der Kunden zukünftig auch Marketingmails erhalten, ist ein zusätzliches Double Opt-In für den Newsletter empfehlenswert. Zwar ist es laut Gesetz erlaubt, bestehenden Kunden Werbung zu schicken, allerdings nur unter diesen Voraussetzungen:
  • Du hast die E-Mailadresse des Empfängers im Zusammenhang mit einem Kauf bekommen
  • Der Kunde wurde (und wird in jeder E-Mail) darauf hingewiesen, dass er sich jederzeit abmelden kann
  • In den E-Mails dürfen nur eigene ähnliche Produkte beworben werden

Besonders der letzte Punkt macht diesen Weg fast sinnlos, denn jegliche Form des Up- oder Cross-Sellings wäre zumindest problematisch.

3 Welche Daten dürfen bei der Anmeldung abgefragt werden?

Die Anmeldung muss nur mit den notwendigsten Daten, in diesem Fall mit der E-Mail Adresse, möglich sein. Weitere Daten können optional abgefragt werden, dürfen aber nicht zwingend sein.

4 Was muss eine Newsletter E-Mail rechtlich gesehen beinhalten?

Der Empfänger muss sich jederzeit einfach abmelden können. Die meisten Software Anbieter integrieren automatisch einen Abmelde-Link in jeder verschickten E-Mail. Bei ausländischen Anbietern sollte aber darauf geachtet werden, dass sich auch diese bereits vorhandenen Bestandteile der E-Mail übersetzen lassen.
Zusätzlich muss es dem Empfänger aber auch möglich sein, sich per E-Mail oder über einen anderen Kontaktpunkt, zum Beispiel Telefon, abzumelden.

    Newsletter gelten in Deutschland als Telemediendienst und müssen ein Impressum beinhalten (§ 5 Abs. 1 TMG,§ 55 RStV):
  • Name des Absenders, ggf. Firmenname
  • Vertretungsberechtigte/r (bei juristischen Personen)
  • Postanschrift
  • Telefonnummer oder Kontaktformular
  • E-Mail-Adresse
  • Handels-, Genossenschafts-, Vereins- oder Partnerschaftsregisternummer
  • Herausgeber
  • Ust-ID-Nr. (falls vorhanden)

Sinnvoll ist es außerdem, den Empfänger im Footer darauf hinzuweisen, weshalb er diese E-Mail erhält.


Eine Newsletter Software bietet viele Vorteile

Newsletter Software (E-Mail Marketing Software) ermöglicht den automatischen Versand von E-Mails an unbegrenzt viele Empfänger. Zusätzlich bieten die meisten Newsletter Software – Anbieter vielfältige Funktionen, um die Kommunikation per E-Mail zu optimieren, zu automatisieren und gleichzeitig zu personalisieren.

Generell unterscheiden wir zwei Arten automatisierter E-Mails:

  • Transaktionsmails
  • Marketingmails

Transaktionsmails sind alle E-Mails, die automatisiert nach dem Kauf an den Kunden verschickt werden. Hierzu gehören:

  • Bestätigungsmail
  • Kundenaccount-Bestätigung (falls vorhanden)
  • Versandinformationen und -bestätigung
  • Eventuelle Bitte um Feedback zum Produkt

Je nach Komplexität des Produktes können weitere E-Mails hinzugefügt werden, zum Beispiel Anleitungen zum Aufbau oder Einsatz des Produktes.

Unter Marketingmails verstehen wir im Allgemeinen den ‘Newsletter’. Website Besucher können sich für den Empfang anmelden, unabhängig davon, ob sie bereits ein Produkt gekauft haben. Newsletter werden eingesetzt, um direkt und kostengünstig mit potentiellen Kunden zu kommunizieren. In den meisten Fällen ist ein Großteil der Website Besucher über bezahlte Marketingkanäle ‘eingekauft’. Besucher, die die Website verlassen, ohne eine Aktion auszuführen, kommen überwiegend nie wieder. Selbst bei einer Conversionrate von 5% bedeutet das, dass ein Großteil der übrigen 95% erneut eingekauft werden müssen.
Trägt sich der Website Besucher hingegen in den Newsletter ein, kann er zukünftig über diesen direkten und günstigen Weg kontaktiert werden und braucht nicht wiederholt ‘eingekauft’ zu werden. Je höher die Conversionrate von Website Besucher (ohne Kauf) zu Newsletter-Empfängern, desto günstiger wird also das Neukundenmarketing.

Marketingmails unterteilen sich zudem in Broadcast E-Mails, die vom Versender von Hand erstellt und verschickt werden, und Autoresponder. Autoresponder sind E-Mailserien, die vorab erstellt und dann aktions- oder zeitbasiert automatisch verschickt werden. Mit Autorespondern kannst du zum Beispiel jedem neuen Newsletter-Abonnenten eine Serie vorab festgelegter E-Mails schicken, die er an festgelegten Tagen über einen gewissen Zeitraum erhält. Blogs und Anbieter von Infoprodukten setzen solche Autoresponder-Serien ein, um den Empfänger über gezielte Themen zu unterrichten und / oder den Kauf eines Produktes vorzubereiten.


Die Grundfunktionen einer Newsletter Software

Grundfunktion einer Newsletter Software ist der automatisierte E-Mailversand an eine unbegrenzte Anzahl von Empfängern. Der Software Anbieter sorgt dafür, dass die über ihn verschickten E-Mails möglichst selten fälschlicherweise als SPAM identifiziert und blockiert werden. Neben dieser Grundfunktion ist die Hauptaufgabe der Newsletter Software, personalisierte Kommunikation zum optimalen Zeitpunkt zu ermöglichen.
Newsletter Software ermöglicht es, automatisierte E-Mails an bestimmte Empfängergruppen zu versenden. Innerhalb der Software können Segmente erstellt werden, zum Beispiel basierend auf Interessen oder Aktionen, die der Empfänger ausgeführt hat. So ist es möglich, dem Empfänger personalisierte Inhalte zu schicken, die auf seine Interessen abgestimmt sind.

1 Segmentierung

Die Möglichkeiten zur Segmentierung unterscheiden sich allerdings von Anbieter zu Anbieter. Generell können wir unterscheiden, ob sich der Empfänger selbst für ein Segment entscheiden soll, ob die Segmentierung automatisch erfolgt oder ob es eine Kombination von beidem sein soll.

Soll sich der Empfänger selbst entscheiden, muss das Anmeldeformular die verschiedenen Möglichkeiten enthalten. Dadurch wird die Anmeldung allerdings umständlicher und die Conversionrate wird in den meisten Fällen abnehmen.

  1. Automatische Segmentierung
    Der einfachste Anwendungsfall ist das Erstellen mehrerer Empfängerlisten zu unterschiedlichen Themen, für die sich der Empfänger konkret anmelden kann. Jede Empfängerliste kann so eigene E-Mails bekommen. Ein Reiseunternehmen könnte zum Beispiel unterschiedliche Newsletter zu verschiedenen Urlaubsländern anbieten. Auf der Website wird dann auf den Seiten des jeweiligen Landes nur das Anmeldeformular der passenden Empfängerliste angezeigt.Es ist aber auch möglich die Segmentierung basierend auf der URL der Seite, auf der sich ein Besucher angemeldet hat, durchzuführen. In unserem Reisebeispiel könnte also ein Besucher, der sich auf einer Türkei-Seite für den Newsletter einträgt, mit “Interesse Türkei’ markiert werden.Häufig wird das über ein ‘hidden field’, ein verstecktes Feld im Anmeldeformular realisiert, dass in diesem Fall die URL der Seite ausliest und an die Software weiterleitet.
  2. Aktionsbasierte Segmentierung
    Auch nach der Anmeldung ist Segmentierung sinnvoll. Je nach Anbieter ist es zum Beispiel möglich, Empfänger zu markieren, die bestimmte Links in einer E-Mail angeklickt haben.
    Langfristig erfährst du so immer mehr über den Empfänger und kannst die Inhalte der E-Mails optimal auf dessen Interessen abstimmen.Großunternehmen gehen meist noch viel weiter. Integrationen mit dem eigenen CRM oder der Shopsoftware ermöglichen weitere Segmentierung, basierend auf gekauften Produkten oder Dienstleistungen, Kontakten und anderen CRM-Inhalten. Das erfordert allerdings auch dementsprechend komplexe Software und ist für kleinere Unternehmen kaum profitabel.

2 A/B Tests

Fast jeder Newsletter-Software Anbieter ermöglicht A/B-Tests. Sowie du eine genügend große Empfängerliste aufgebaut hast, lohnt es sich, deine E-Mails zu testen.

3 Best Practice:

Teste deine E-Mail, bevor du sie an die komplette Liste verschickst. Die meisten Anbieter ermöglichen A/B-Tests an einen kleinen Teil der Empfänger. Möchtest du zum Beispiel verschiedene Betreff-Zeilen testen, kannst du verschiedene E-Mails an jeweils einen kleinen Teil der Empfänger schicken. Die gewinnende E-Mail schickst du anschließend an den Rest der Liste.


E-Mail Marketing Software Vergleich

Kostenloses Angebot

Widgets Newsletter Generierung

Template Vorlagen

A/B bzw. Split Testing

Daten / Firmensitz

Benchmark

  • Kostenloses Modell
  • Über 500 E-Mail Vorlagen
  • Preisgekrönter Kundendienst
Zum Anbieter
Preispolitik  
Technik  
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Sonstiges  

Clever Elements

  • Server in Deutschland
  • Skalierbare Versandgeschwindigkeit
  • Abrechnung per Credit-System
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Technik  
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Cleverreach

  • Kostenloses Modell
  • Viele Schnittstellen zu externen Anbietern
  • Über 70 E-Mail Vorlagen
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Technik  
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Inxmail

  • Server in Deutschland
  • Umfangreiche Möglichkeiten für Transaktionsmails
  • Miet- und Kaufvariante
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Mailingwork

  • Full Service Agentur
  • Umfangreiche Schnittstellen
  • Server in Deutschland
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Mailjet

  • Kostenloses Modell
  • Subscription Widget
  • Umfangreiche Preisstaffelung
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Sonstiges  

Newsletter2Go

  • Kostenloses Modell
  • Einbindung von Webseiteninhalten in den Newsletter
  • Viele Schnittstellen zu Drittanbietern
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Optivo

  • Größter Anbieter in Europa
  • Sehr hohe Versandmenge pro Stunde
  • Server in Deutschland
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SARE

  • Vielseitige Preismodelle
  • Umfangreiche Testmöglichkeiten (z.B. A/B)
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Sendeffect

  • 70+ Template Vorlagen
  • Viele Schnittstellen zu Drittanbietern
  • Variable Preismodelle
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promio

  • Auch für kleine Unternehmen
  • Viele Template Vorlagen
  • Server in Deutschland
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Sonstiges  

Fazit zum Thema E-Mail Marketing

E-Mail Marketing ist noch immer einer der effizientesten und effektivsten Marketingkanäle und schafft, richtig eingesetzt, fast eine 1 – 1 Kommunikation.
Diese persönliche Kommunikation muss entsprechend respektiert und geschätzt werden.
Der Newsletter Software-Anbieter, die Formatierung, Headline-Taktiken und ähnliche ‘formelle’ Elemente liefern nicht das gewünschte Resultat, wenn der Inhalt nicht optimal auf die Empfänger abgestimmt ist und tatsächlichen Mehrwert liefert.

Im Gegenzug gibt es allerdings zahlreiche Beispiele erfolgreichen E-Mail-Marketings trotz scheinbar unzulänglicher Voraussetzungen:

Barack Obamas online Fundraising-Kampagne erreichte die mit Abstand besten Ergebnisse mit E-Mail Marketing.
Während der Kampagne wurde jede E-Mail und jedes Element getestet, bevor es an die komplette Liste verschickt wurde.
Interessanterweise funktionierten persönliche, normale Textmails ohne Design und in klaren Worten am besten. Die beste Betreffzeile war ein simples “Hey”.

Natürlich funktionierte das in diesem Beispiel wegen der Kombination mit dem Absender “Barack Obama”. Die gleiche E-Mail von einem Webshop würde mit hoher Wahrscheinlichkeit als SPAM angesehen werden.

Ob eine solche Betreffzeile in Deutschland zulässig wäre, sei dahingestellt. § 6 Abs. 2 TMG besagt nämlich:
“Ein Verschleiern oder Verheimlichen liegt dann vor, wenn die Kopf- und Betreffzeile absichtlich so gestaltet sind, dass der Empfänger vor Einsichtnahme in den Inhalt der Kommunikation keine oder irreführende Informationen über die tatsächliche Identität des Absenders oder den kommerziellen Charakter der Nachricht erhält.”

Wie also ein simples “Hey” einzustufen ist, kommt im Einzelfall auf den Inhalt der E-Mail an.

Die Obama-Kampagne zeigt allerdings, wie wichtig es ist, die Empfänger zu kennen und deren Erwartungen zu erfüllen oder im besten Fall zu übertreffen.