Video Marketing

iPhone-Experimente und Influencer Insights bei Hulu: YouTube kürt top performende Kampagnen

Apple, Bacardi, Hulu, Samsung oder Giving Tuesday Puerto Rico haben YouTube Awards gewonnen, weil sie innovative Kampagnen realisierten – und damit enorme Performance Level erreichten.

YouTube Works

© YouTube

YouTube hat auf seinem Blog im Bereich Ads die Gewinner der YouTube Works Awards bekanntgegeben. Dabei wurden sieben Kampagnen ausgezeichnet, die sich durch ein besonderes Verständnis des Video Marketings auf der Plattform und einzigartige Ideen hervorgetan haben. So konnte beispielsweise die Kampagne „Giving Songs“ über 400 Millionen Viewer an nur einem Tag erreichen – ganz ohne Werbebudget. Procter & Gamble wiederum konnte mit dem neuen Slogan für Gilette und der „We Believe“-Kampagne die organisch generierten Sales im Bereich Körperpflege um vier Prozent steigern.

Sieben Kampagnen, die bei YouTube extrem gut performt haben

Die Auszeichnung der Gewinner wurde von einem YouTube Panel bestimmt, dass Kampagnen von Marken und Agenturen aus dem Jahr 2019 analysierte. In der Jury saßen untere anderem Helen Lin, Chief Digital Officer bei Publicis, die US CEO von Wavemaker, Amanda Richman, Raig Adolfo, der Chief Strategy Officer bei 360i oder Sheryl Goldstein als SVP Member Engagement and Development des International Advertising Bureau (IAB).

Die Sieger haben gemein, dass sie YouTube sinnvoll für Werbung, aber auch zum Verbreiten wichtiger Botschaften nutzen konnten.

The success of these campaigns stems not only from their understanding of how to leverage YouTube’s full suite of ad solutions, but their belief in YouTube’s unique mission to give everyone a voice,

heißt es auf dem Blog. Den Grand Prix für Creative Innovation gewannen Bacardi und BBDO New York. Die Kampagne zeichnete sich dadurch aus, dass die Zuschauer interaktiv mit ihren Tastaturen das Video von Bacardi mit den YouTubern Anitta und Major Lazor beeinflussen konnten. Damit erreichte Bacardi 22,1 Prozent Share of Voice im Sommer 2019 und wurde zu einer der meistdiskutierten Marken der Zeit.

Im Bereich Media Innovation gewann Samsung gemeinsam mit R/GA, Starcom und Digitas. Das Unternehmen wollte das Galaxy Note10 drei verschiedenen Zielgruppen unterschiedlich präsentieren: Gamern, Creators und Entrepreneuren. Samsung nutzte YouTubes Creator Mix und Audience- sowie Gerätedaten, um 36 personalisierte Ads auszuspielen, die bei den diversen Usern ganz unterschiedlich auftauchten. Insgesamt wurden damit 110 Millionen Impressions generiert.

„The Best Man Can Be“: Gilettes „We Believe“ soll die Männlichkeit neu definieren

Gilettes Slogan „The Best Man Can Get“ wurde im Jahr 2019 in „The Best Man Can Be“ geändert. Damit wollte das Unternehmen auf die gesellschaftliche Verantwortung von Männern und Menschen überhaupt aufmerksam machen. Die Kampagne, mit GREY New York erarbeitet, erhielt über 15 Milliarden Media Impressions und steigerte Gilettes Online Sales im zweistelligen Bereich. Vor der Kampagne gaben 42 Prozent der Befragten einer Brand-Studie an, dass Gilette ihre Werte teile; nach der Kampagne waren es 72 Prozent.

Den Sieg in der Kategorie Ingenious Insight errangen Streaming-Dienst Hulu und die Agentur Big Family Table. Hulu wollte für sein Live-Sportangebot werben und setzte dabei auf Influencer wie NBA Star Joel Embiid. Dabei blickt der Spot etwas selbstironisch hinter die Kulissen des Werbedrehs und wirkt damit authentischer. 88 Prozent mehr Abonnenten YoY für das Live-TV-Angebot zeugten vom Erfolg der Kampagne.

Apple, TBWA/Media Arts Lab und OMD konnten in der Kategorie Brands As Creators auftrumpfen. Eine Serie von „Experiments“-Videos wurde in Anlehnung an How-to und DIY Content erstellt, um die Funktionen der neuen iPhone-Kamera zu promoten. So wurden Kupfer und Silbernitrat in einem Zeitraffer zum Reagieren gebracht und per iPhone gefilmt. Oder ein Slowmotion-Video zeigte, wie Wasser auf Licht- und Sound-Einwirkung reagiert. Diese Serie brachte Apple über sechs Millionen Views bei YouTube und eine gute Branding Performance ein.

Non-Profit-Einsatz für gute Zwecke: Traffic-Zuwachs und Riesen-Awareness

Einen Award in YouTubes Kategorie Action Driver erhielten die Non-Profit-Organisation Sandy Hook Promise und die Agentur BBDO New York. Mit ihrer eindringlichen Kampagne machen sie darauf aufmerksam, dass es wichtig ist, sich gegen Waffengewalt auszusprechen. „Is this the new normal?“; im Video wird diese Frage gestellt, nachdem gestellte Szenen diverser Amokläufe an Schulen gezeigt wurden. Die Aufmerksamkeit, die die Organisation durch starkes Storytelling im Video erreichte, war immens. Elf Präsidentschaftskanditaten aus den USA teilten das Video bei Twitter. Die Suchanfragen nach „Sandy Hook Promise“ stiegen auf das Vierfache an, und YoY konnte die Website der Organisation 500 Prozent mehr Traffic verbuchen.

Den sogenannten Award The David erhielt die Kampagne „Giving Songs“, die von Giving Tuesday Puerto Rico und De La Cruz & Asociados organisiert wurde. Gänzlich ohne Budget sollte Awareness geschaffen und auf die Möglichkeit zur Spende im Rahmen der Initiative Giving Tuesday (#GivingTuesday) hingewiesen werden. Am Dienstag nach Thanksgiving in den USA sollen Menschen ihre Dankbarkeit in Form von Spenden für wohltätige Zwecke zeigen.

Um Aufmerksamkeit für solche Zwecke zu generieren, bat die Organisation Puerto Rico Giving Tuesday Musiker aus Puerto Rico, die Titel ihrer Songs bei YouTube zu ändern und dort auf gesellschaftliche Themen, die ihnen am Herzen liegen, hinzuweisen. Auf diese Weise wurden allein an einem Tag über 400 Millionen Menschen erreicht und auf die Initiative Giving Tuesday aufmerksam gemacht.

Kreative Kampagnen von Marken und Agenturen werden auch im kommenden Jahr bewertet werden. YouTube gibt an, dass das Programm und die Registrierung dafür bald geöffnet werden.


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Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik ist studierter Literatur- und Medienwissenschaftler und schreibt für OnlineMarketing.de seit Jahren über diverse Themen im Digital-Marketing-Bereich. Von der Mobile-First-Indexierung über die DSGVO bis hin zum Aufstieg von TikTok hat er schon manche Entwicklung der Branche begleitet.

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