Video Marketing

YouTube lenkt ein: Accounts dürfen Verification Badge behalten

Nach 24 Stunden Empörung auf Twitter knickt YouTube ein: Das Verifikations-Badge bleibt allen Creators erhalten, einige neue Regeln werden dennoch eingeführt.

© Christian Wiediger - Unsplash

Letzte Woche verursachte das Videoportal YouTube einiges an Aufregung: Die Voraussetzungen für die kleinen Verifikations-Badges, die einige Accounts auf YouTube schmücken, sollten neu definiert werden und die Accounts, die bereits eines besitzen, dementsprechend neu untersucht werden. Aufgrund der neuen Bestimmungen hätten einige Accounts ihr Badge verloren. Da dieses unter YouTubern sehr begehrt ist, war die Empörung groß – so groß, dass YouTube zurückruderte und bekanntgab, dass alle Accounts, die bereits ein Badge haben, dieses auch behalten dürfen.

Nach nur 24 Stunden machte YouTube einen Rückzieher

Ganze 24 Stunden stand die Ankündigung der neuen Regelung im Raum; in dieser Zeit zeigte sich, welche Auswirkungen Stimmen auf Twitter und Co. haben können. Viele Creator beschwerten sich und teilten die E-Mail, in denen ihnen mitgeteilt wurde, dass ihr Account nicht mehr den Anforderungen für eine Verifzierung genügt.

© Matt  Screenshot Twitter

Einen Tag nach der Ankündigung des Updates entschuldigte sich CEO Susan Wojcicki in einem Tweet für die Unannehmlichkeiten:

To our creators & users–I’m sorry for the frustration & hurt that we caused with our new approach to verification. While trying to make improvements, we missed the mark. As I write this, we’re working to address your concerns & we’ll have more updates soon.

Update sollte Verwirrung vermindern

Der Gedanke hinter dem Update war ursprünglich folgender: Laut YouTube hatte in der Vergangenheit Verwirrung darüber geherrscht, was der Haken neben dem Account-Namen bedeutet.

Through our research, we found that viewers often associated the checkmark with an endorsement of content, not identity,

heißt es in dem Blogpost zu dem Thema. Mit den neuen Kriterien, die erfüllt werden müssen, um das Badge zu erhalten, sollte sich diese Verwirrung legen. Denn der Haken ist keinesfalls dafür da, den Inhalt des Accounts zu bestätigen, vielmehr geht es um eine Verifizierung der Identität des Creators und dadurch die Kenntlichmachung von Originalinhalten.

Das Update ist nicht gänzlich vom Tisch, es wird trotz der Beschwerden einige Veränderungen geben. So soll beispielsweise ein neues Design Artists und Creators unterscheiden und kenntlich machen, das außerdem konsequenter auf der Plattform auftauchen soll. Ab sofort können weiterhin Accounts mit über 100.000 Abonnenten ein Verifikations-Badge beantragen, doch dies ist nicht das einzige Kriterium, das erfüllt werden muss. Accounts werden nun stärker auf ihre Identität geprüft. Es werden nur noch Kanäle das Abzeichen erhalten, die auch wirklich den Künstler, die Marke etc. repräsentieren. Außerdem muss der Account vollständig, öffentlich und aktiv sein. Die Beschreibung muss ausgefüllt und ein Channel Icon eingefügt sein.

Zu Zeiten, in denen Inhalte oftmals manipuliert und Identitäten geklaut werden, ist die Zielsetzung von YouTube nur zu unterstützen, doch Account-Betreibern das oft hart erarbeitete Abzeichen wegzunehmen, war offensichtlich vorschnell einen Schritt zu weit gedacht. Es ist interessant zu sehen, dass die Beschwerden der Nutzer gehört werden und aufgrund dieser tatsächlich etwas geändert wird.

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