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YouTube killt Unskippable Ads – Problem oder Chance für Advertiser?

YouTube entfernt die 30-sekündigen Unskippable Ads von der Plattform und setzt kürzere an. Damit müssen auch Marketer bei der Werbekreation umdenken.

© Flickr / Fernando Takai, CC BY 2.0

Die 30 Sekunden langen Unskippable Ads bei YouTube müssen kürzeren Werbevideos weichen. Advertisern bleibt so weniger Zeit, die User zu überzeugen. Sie werden aber auch dazu gedrängt, die Werbung medien- und userfreundlicher zu gestalten.

Unskippable Ads über eine halbe Minute – für viele User ein Ärgernis

Wir kennen sie alle. Die 30-sekündigen Ads bei YouTube, die man nicht überspringen kann. Damit soll 2018 Schluss sein. Sechs- beziehungsweise 20-sekündige Ads sollen an ihre Stelle bei Videos auf der Plattform treten.

Vielen Usern ist die Dauer der nicht zu umgehenden Werbevideos ein Dorn im Auge. Vor allem, wenn man bedenkt, dass über die Hälfte aller Views von mobilen Endgeräten ausgeht. Da wird das Ansehen eines Videos schonmal abgebrochen. Häufig wurden für die halbminütigen Werbespots auch TV-Spots übernommen, sodass eine Wertschätzung des speziellen Mediums und der Bedürfnisse deren User ausblieb. Wird die Werbung dann als störend empfunden, kann auch das Image des Advertisers darunter leiden.

Durch die von YouTube veranschlagten kürzeren Ad-Formate könnten nun genuinere Online-Werbespots gefördert werden. Der User muss in kürzerer Zeit überzeugt und nicht abgeschreckt werden.

Mit dem Skip-Button im Hinterkopf – so können Advertiser bei YouTube punkten

Die Kreation neuer und kürzerer Ads sollte immer unter einer Prämisse vor sich gehen. Die Kreativen sollten davon ausgehen, dass die Werbung überspringbar ist (auch wenn sie es tatsächlich nicht ist). Denn so geht man auf die Mentalität der User ein, die im Falle uninteressanter Werbevideos so oder so, mental oder auch digital, abschalten.

Google selbst erklärt, dass die ersten fünf Sekunden entscheidend sind. Um in diesem Zeitraum die Aufmerksamkeit des Users zu erregen, ist vor allem die Wahl des richtigen Tons von Belang. Darüber hinaus zeigt sich, dass Humor in diesem Zusammenhang am besten zieht. Google fand in einem Experiment ebenso heraus, dass das Einblenden des Markenlogos nur in unmittelbarer Kombination mit einem Produkt in diesen ersten fünf Sekunden sinnvoll ist. ,Freie‘ Logos werden von Rezipienten negativ bewertet.

Entwicklungen im Video Ad Markt fordern Advertiser

Neben YouTubes Änderungen hat auch Facebook kürzlich die Einführung von Mid Roll Ads in Videos bekannt gegeben. Das heißt, dass YouTube Konkurrenz im Kampf um die Werbevideos bekommt.

Die Unternehmen, die auf der einen oder anderen Plattform werben, sehen sich neuen Herausforderungen und Chancen ausgesetzt. Die neuen Werbeformate zu nutzen, bedeutet Einschränkungen bewusst in kreative Vorteile umzumünzen.

Wie man Ads auf YouTube dem Medium gemäß clever ansetzt, zeigt das Beispiel der Anwaltskanzlei Esteban Gergely.

Mit der richtigen Anpassung von Ads an das jeweilige Medium scheint mehr Sichtbarkeit möglich.

Die Investition in YouTube Ads ist für Unternehmen auch weiterhin von Interesse, hat die Plattform doch mehr als eine Milliarde User. Zudem existieren lokale Versionen in 88 Ländern und 76 Sprachen werden bedient. Darüber hinaus berichtet der Guardian, dass eine Analyse von Google hervorgebracht hat, YouTube Werbung sei in 80 Prozent der untersuchten Fälle effektiver als TV-Werbung, wenn es darum geht, den Verkauf anzukurbeln.

Mit genanntem Schritt geht YouTube eine Verbesserung der User Experience an; womöglich auch, um User zu halten, die auch über Facebook mehr und mehr Videos konsumieren können.

Für Advertiser sind die ersten fünf Sekunden ihres Spots nun wichtiger denn je.

Quelle: Econsultancy

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