Targeting

XING-API: Targeting leicht gemacht

Seit vergangener Woche läuft die Beta-Version einer offenen XING-Schnittstelle, die neue Targetingmöglichkeiten birgt.

Xing öffnet neue Schnittstelle

Das Business Netzwerk XING genießt in Bezug auf den Datenschutz das volle Vertrauen seiner Nutzer. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage unter deutschen Social-Media-Nutzern, die das Hamburger Unternehmen auf den Spitzenplatz vor allen anderen Netzwerken wählten.

Vielleicht hat auch dieses positive Ergebnis dazu beigetragen, dass sich XING nun doch einen Schritt in Richtung Offenheit wagt. So wird einem ausgewählten Kreis an Programmierern Zugriff auf eine offene Schnittstelle bei XING gewährt. Hierüber haben andere Websiteanbieter die Möglichkeit, ihren Nutzern einen Login über deren XING-Profil anzubieten. Für den Nutzer bedeutet das zunächst eine Registrierung und ein Passwort weniger, für den Marketingexperten bedeutet dies einen neuen Targetinghimmel.

Bei XING speichern die Nutzer zum einen ihre persönlichen Daten – sprich Wohnort, Geschlecht, Beruf etc. – was ein zielsicheres regionales und soziodemografisches Targeting ermöglicht. Zum anderen werden auch Interessen, Mitgliedschaften in Organisationen sowie ein spezielles „ich suche…“-Feld ausgefüllt, was ein supereinfaches Behavioral Targeting ermöglicht. Natürlich ist dies auch bei anderen Netzwerken wie Facebook möglich, doch findet sich auf XING doch zumeist ein anderes Klientel als auf den reinen Social-Networks. So könnte diese neue API für eine breitere Range an Unternehmen interessant sein.

Noch spitzer kann eine Kampagne also kaum angelegt werden und eventuelle Streuverluste werden stark minimiert – was allerdings eventuell zu Lasten des momentan noch großen Nutzervertrauens gehen könnte. Denn neben der Annehmlichkeit, sich einen neuen Registrierungsweg zu sparen, bedeutet dies nun auch bei XING mehr „Gläsernheit“ gegenüber Dritten.

Zu welchem Zeitpunkt der Betatest beendet sein wird und auch andere Programmierer und Websitebetreiber von der neuen API profitieren können, ist momentan noch nicht bekannt.

Quelle: w&v

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.