Marketing Strategie

WM 2014: Die digitalen Trends gelten auch für den Fußball

Studie: Die WM wird mobil, ein enormer Traffic-Anstieg ist vorhersehbar. Außerdem: 2016 wird die Hälfte der Online-Videos mobil abgerufen.

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InteractiveMedia veröffentlichte jüngst eine Studie, die das Informationsverhalten sportinteressierter Internetuser untersuchte. Dabei wurden die Verhaltensweisen mehrerer Gruppen hinsichtlich der bevorstehenden Fußball-WM analysiert. Die Entwicklung der mobilen Geräte sowie die günstige Zeitverschiebung machen einen Anstieg des Traffics während der WM vorhersehbar. Es gilt also gute digitale Inhalte zu präsentieren. Damit ihr bei dem Marketing mit WM-Bezug keine (teuren) Fehler begeht, legen wir euch diesen Artikel ans Herz.

Methodik der Studie

Das Forschungsinstitut d.core führte die Studie im Dezember 2013 im Auftrag von InteractiveMedia durch. Die Schwerpunkte waren das Sportinteresse und -engagement, die Screen-Nutzung sowie das Sportinformationsverhalten der User. Nach einer Online-Befragung (2.321 Teilnehmer) wurden gezielt die Sportmedien-Nutzer (1.016 davon) untersucht. Darüber hinaus befragten die Forscher in einem zweiten Gang User am Tag nach der Champions-League zu ihrem Verhalten während der Übertragung. Von den 1.259 Probanden wurden die 520 Champions-League-Verfolger nochmals genauer unter die Lupe genommen, um einen Vergleichswert für ein Fußball-Großevent vorliegen zu haben.

Die Ergebnisse

Die Analyse ergab, dass fast die Hälfte der Interuser an Informationen über Sport beziehungsweise an den Übertragungen interessiert ist. Die Sportmedien-Interessierten zeigten zu über 85 Prozent Interesse an der Fußball-WM. Ein Drittel davon gab an, die WM täglich über verschiedene Medien online zu verfolgen und Informationen darüber einzuholen. Dafür werden hauptsächlich Sport- (54,8 Prozent) sowie Nachrichten-Portale mit 52,9 Prozent genutzt. Dahinter folgen soziale Netzwerke auf Platz drei mit 25,2 Prozent.

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Quelle: InteractiveMedia

Drei digitale Screens werden von der Mehrheit der Sportinteressierten genutzt: neben TV sind zu über 70 Prozent zusätzlich Smartphones, Desktop-PCs oder Notebooks im Einsatz. Die Kombination aus TV und Smartphone liegt bei der Parallelnutzung während der Sportübertragung vorn.

Auch die Auswertung der Champions League Verfolger gab Aufschluss über das kommende Event. 70 Prozent der Probanden haben das Sportereignis rund um digital verfolgtKnapp die Hälfte nutzte dabei ebenfalls Smartphone oder Tablet.

Die Zeitverschiebung wird voraussichtlich dafür sorgen, dass das Ansehen der Nachberichterstattung hauptsächlich auf den Vormittag des Folgetags fällt.

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Quelle: InteractiveMedia

Oliver Wolde, Managing Director Sales InteractiveMedia, fasst die Ergebnisse wie folgt zusammen:

Wir werden erstmals eine ‘digitale WM’ erleben. Die Nutzung digitaler Angebote wird im Vergleich zur vergangenen Weltmeisterschaft eine neue Dimension erreichen.

Der Global Video Index

Diesen Eindruck verstärkt auch der aktuelle Global Video Index von Ooyala. Die Prognose des Unternehmens lautet, dass bis 2016 die Hälfte aller Aufrufe der Videos im Netz per Tablet oder anderen mobilen Geräten erfolgen wird. Im vierten Quartal 2013 waren Mobile Devices bereits für mehr als ein Viertel der Views verantwortlich. Dabei steigt ebenfalls die Länge der angesehenen Bewegtbilder. Über 35 Prozent der Videos, die per Tablet abgespielt wurden, hatten eine Laufzeit von mehr als 30 Minuten. Gerade hinsichtlich der Sportübertragungen ist ein enormes Wachstum erkennbar.

Jay Fulcher, Chief Executive Officer von Ooyala, kommentierte die Erkenntnisse folgendermaßen:

Sportinhalte übernehmen eine führende und innovative Funktion bei der digitalen Verbreitung von Inhalten, insbesondere für Live- und mobile Inhalte.

Die ausführlichen Ergebnisse der Studie von d.core via InteractiveMedia findet ihr unter dieser Adresse.

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