Marketing Strategie

Wie betreibt McDonald’s digitales Marketing?

McDonald’s ist die größte Restaurantkette der Welt. Doch wie ist es dazu gekommen? Wir zeigen fünf der besten digitalen Marketing-Kampagnen.

McDonalds

(c) flickr / El Gran Dee

Die Marketing-Verantwortlichen von der Fastfood-Kette haben in den vergangenen Jahren clevere Strategien entwickelt. Die Kampagnen waren nicht ausschließlich darauf gezielt, Werbung für die Produkte zu machen. Die Kunden-Bindung durch Gewinnspiele und andere Interaktionen hatten große Bedeutung für das Marketing von McDonald’s.

Denn in dem heutigen Zeitalter, in dem Kunden immer häufiger Ware online bestellen, wird auch für Restaurants der digitale Auftritt wichtiger. McDonald’s versteht es, ihre Werbung multimedial zu platzieren – ob im Internet, mobil, im Fernsehen, in Printmedien oder auch im Radio.

Die langen Öffnungszeiten kommen der Marke zugute

Die Mehrzahl der Nacht-Kunden sind Schichtarbeiter und Reisende, die durch Werbung an Tankstellen und Bankautomaten zur jeweiligen Filiale geleitet werden. Aber auch die McDonald’s-App , mit der ein nahe liegendes Restaurant gefunden werden kann, soll Kunden anlocken.

McDonald’s kaufte mobile Bannerwerbung auf Internetseiten, auf die es ihrer Meinung nach die Kunden meistens nachts verschlägt.

Das Ergebnis: über 500.000 Visits und ein ROI von über 100 Prozent.

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Folgend stellen wir fünf der erfolgreichsten digitalen McDonald’s-Marketing-Kampagnen vor:

Die „Frag McDonald’s YouTube Kampagne“

McDonald’s war sich bewusst, dass viele Menschen ein schlechtes Bild von der Qualität der Zutaten von der Fastfood-Kette haben. Deshalb wollte es die Menschen über ihre Produkte aufklären.

Ihre Strategie: Die Öffentlichkeit kann Fragen zu den Essensangeboten stellen und die Mitarbeiter beantworten alle.

Über 20.000 Fragen wurden gestellt. McDonald’s legte extra einen YouTube-Channel an , um die Antworten von einigen der Fragen online zu stellen.

Der Song „My Macca’s App“

Ein anderes Problem der Kette war, dass viele Kunden nicht wussten, wo die Nahrung herkommt und nichts Gutes vermuteten.

Deshalb entwickelte die DDB Group Sydney für McDo eine App, mit der Benutzer durch GPS herausfinden konnten, in welcher Filiale sie sich gerade befanden und woher die Zutaten für das Gericht, was sie verspeisten, angeliefert wurde.

Die App wurde über 45.000 mal gedownloaded und die weltweite PR-Kampagne dahinter hatte über 600 Millionen Impressions. 

„McDonald’s Monopoly digital“

In einer langfristigen Marketing-Kampagne, die 1987 begann, konnten McDonald’s-Kunden Monopoly spielen. Auf fast jedem Produkt waren Sticker mit Namen der Monopoly-Straßen befestigt. Sobald der Kunde mehrere Straßen von gemeinsamen Farben gesammelt hatte, konnte er verschiedene hochwertige Preise gewinnen. Auch Sofortgewinne für kleine Burger, Getränke oder Ice Creams befanden sich auf den Stickern.

Um das Spiel zu digitalisieren, konnten Teilnehmer ihre Stickers auf ein virtuelles Spielebrett einflechten, indem sie einen einzigartigen Code, der sich auf dem Aufkleber befand, eintrugen.

Die digitalen „Happy Meals Play Zones“

McDonald’s gestaltete 150 interaktive „Happy Meal Spielzonen“ in Großbritannien, um den Kindern mehr Aktivität im Restaurant zu bieten.

Mit Images und Charakteren, die auf den Boden projiziert wurden, kreierte McDonald’s ein Spieleabenteuer für die Kinder.

Die „Kick the Trash“-Kampagne

Große Marken wie McDonald’s legen Wert darauf, ihr soziales Engagement zu demonstrieren.

Da die Umgebungen um die Restaurants oft mit Müll umseht waren, unternahm McDonald’s eine Kampagne, in der die Kunden zu Sauberkeit animiert werden sollten. Es wurde eine Internetseite erstellt, auf der die Kunden ihr eigenes Bild einbinden und auf vielfache Weise McDonald’s-Tüten in Mülleimer bugsieren konnten.

Die Kampagne erzielte 28.000 Uploads während der Laufzeit, 60.000 Facebook-Impressions und über eine Million Page-Impressions.

Über Heiko Sellin

Heiko Sellin

Heiko Sellin hat an der Hochschule Mittweida seinen Bachelor in Sportjournalistik und -management absolviert. Bevor er zu OnlineMarketing.de gestoßen ist, war er für das Hamburger Abendblatt als freier Mitarbeiter tätig und hospitierte beim NDR-Fernsehen und Sport1.

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