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Werbung muss sein: das HitBliss-Prinzip

Online-Werbevideos anschauen und dabei Geld verdienen? Bei HitBliss geht das – so ungefähr zumindest.

HitBliss-Logo

Wir kennen das. Manche Online-Werbevideos sind von einer eher schwachen Qualität. Und manche mögen sich beim Anschauen eines solchen Videos gedacht haben: „Da müsste ich jetzt aber einen Haufen Schmerzensgeld bekommen.“

So ähnlich funktioniert das HitBliss-Prinzip, über das Techcrunch berichtet.

HitBliss hat zwei Seiten. Auf der einen Seite gibt es den HitBliss-Store: Hier können Kunden einen Film ausleihen oder sich eine Serie angucken. Gegen Bezahlung natürlich. Nichts Ungewöhnliches also. Was allerdings auffällt: Auf hitbliss.com gibt es keine Werbeanzeigen.

Die andere Seite von HitBliss ist HitBliss Earn. Dies ist eine Plattform, auf der User ein Werbeprofil von sich erstellen können. In diesem Profil befinden sich Daten zu Geschlecht, Name, Wohnort etc. Für Werbetreibende schon mal genau das „Futter“, das sie haben wollen.

Die HitBliss-Earn-Applikation liefert zudem Werbung an den Kunden aus, basierend auf dessen Internet-Historie. Also ähnlich dem Prinzip, wie Google anhand von Suchbegriffen Werbeanzeigen platziert.

Für Werbetreibende klingt das alles bestens: Sie bekommen die gewünschten Daten für ihre Zielgruppe – und zwar direkt von der Zielgruppe selbst. Für den Kunden wird es jetzt interessant: Schaut er sich die verschiedenen Werbungen an, erhält er Rabatte für den HitBliss-Store.

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Der User bekommt gleich eine Reihe von Werbungen vorgesetzt. Die wertvollste und am besten auf den User zugeschnittene Werbeeinheit kommt zuerst. Je weniger die folgenden Anzeigen mit dem Profil des Nutzers übereinstimmen, desto weniger wertvoll sind sie.

Je mehr Werbungen, desto mehr Rabatt

Gleichzeitig ist es aber auch so: Je mehr Werbeeinheiten sich der User anguckt, deste mehr Rabatt bekommt er für den Store. Damit der User auch ja am Ball (oder am Bildschirm) bleibt, erscheint in Abständen ein Fenster, in dem er gefragt wird, ob er noch da ist und aufpasst.  Innerhalb eines bestimmten Zeitfensters muss der User antworten, sonst stoppt der Vorgang. Fährt der User die Lautstärke runter oder öffnet er ein anderes Fenster, wird der Vorgang ebenfalls beendet.

Natürlich kann der User HitBliss mitteilen, dass er bestimmte Anzeigen nicht noch einmal sehen will. Die Mitteilung wird dann auch an den Werbetreibenden weitergeleitet, der daraus seine Schlüsse ziehen kann. Treuepunkte gibt es übrigens auch: Wer HitBliss regelmäßig nutzt, wird beim Anschauen der Werbungen nicht so häufig vom „Are you paying attention?“-Fenster unterbrochen.

Das Prinzip klingt sicher interessant, wenn auch nicht unbedingt neu. Was das eigentlich Traurige daran ist: Werbung gilt somit als „notwendiges Übel“. Nach dem Motto: Ertrage es und freue dich danach über deinen Rabatt.

Viel wichtiger aber wäre es doch, Werbungen zu kreieren, die so unterhaltsam sind, dass der User auch Spaß daran hat, sie zu sehen. Dann müsste man den Nutzer auch nicht unbedingt mit Geld locken.

Dieses wird wohl eine Wunschvorstellung bleiben. Oder was denken Sie? Teilen Sie uns Ihre Meinung gern mit!

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