Marketing Strategie

Werbeaussichten für 2018: Digitale Ausgaben 40 Milliarden US-Dollar höher als für TV

Zenith hat Prognosen für die Werbeausgaben 2018 und darüber hinaus veröffentlicht. Während Digital immer mehr Ausgaben auf sich vereint, bleibt Search top.

© Mark Finn | Unsplash, CC0

Bei der Aussicht auf die globalen Werbeausgaben für 2018 bis 2020 wird deutlich: digitale Ausgaben werden jenen für TV-Werbung immer überlegener. Dazu wird offenbar, dass die Ausgaben für Anzeigen in Search weiter unangefochten an der Spitze stehen. Doch Social und Video Display entwickeln sich rasant.

Ab 2018 wird die Spanne von digitalen Ausgaben und denen für TV immer größer

Noch bis vor wenigen Jahren waren die TV-Werbeausgaben Jahr für Jahr die höchsten im Vergleich. Inzwischen hat sich im weltweiten Vergleich der digitale Werbesektor an die Spitzenposition gesetzt. Und dort wird er natürlich bleiben. Allerdings werden die Abstände bei den Ausgaben laut der Prognose von Zenith immer größer. Den Advertising Expenditure Forecasts vom März 2018 zufolge soll allein in diesem Jahr die Differenz auf knapp 40 Milliarden US-Dollar anwachsen. Demnach liegen die Ausgaben für TV-Werbung 2018 bei knapp über 187 Milliarden, während die digitalen Ad-Ausgaben bei 227 Milliarden US-Dollar angesiedelt sind. Nur ein Jahr zuvor betrug die Differenz lediglich an die 20 Millionen US-Dollar. Doch damit nicht genug. Bereits 2020 sollen die Ausgaben für digitale Werbung auf knapp 274 Milliarden gestiegen sein; auch die TV-Werbeausgaben sollen steigen, allerdings geringfügig auf 193 Milliarden. Die Spanne wird immer größer, wie Recode graphisch demonstriert hat.

© Recode

2020 soll der digitale Werbemarkt laut Zenith für 44,6 Prozent der globalen Werbeausgaben verantwortlich sein.

Die größten Treiber im digitalen Werbebusiness

Während das Werben online sich als wichtigster Anlaufpunkt für einen Großteil der Advertiser etabliert hat, bleibt noch die Frage, wo dort am meisten für Werbeanzeigen ausgegeben wird. Der klare Sieger ist nach wie vor Search. 2018 sollen die Ausgaben bei knapp 95 Milliarden US-Dollar liegen, 2020 schon bei fast 110 Milliarden. Allerdings ist das Wachstum sowohl bei Social als auch Video Display noch stärker. Im Bereich Social Display sollen die Aufwendungen von 58 (2018) auf 76 Milliarden (2020) anwachsen. Für Video Display gilt: von knapp 32 Milliarden (2018) geht es auf 43 Milliarden US-Dollar (2020) zu. Auch hierfür gibt es dank Recode eine Grafik.

© Recode

Die Prognosen von Zenith zeigen deutlich, dass die digitalen Werbeausgaben immer mehr an Gewicht gewinnen. Neben Search sind auch soziale Netzwerke und Videoplattformen große Treiber dieser Entwicklung. Fraglich bleibt, inwieweit die derzeit heftige Kritik an Facebook, bestimmte Werbeverbote – für Kryptowährungen etc. – und weitere Entwicklungen diesen Aufschwung etwas abbremsen könnten. Allerdings werden Google und Co. dank immer neuer, werbefreundlicher Features stetig Werbeeinkünfte generieren; auch weil häufig kein Weg an diesen Playern vorbeiführt.

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