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Werbung geht vor Privatsphäre: Yahoo-Mail-Nutzer müssen wechseln

Yahoo hat’s verkündet: Wer noch die alte Version von Yahoo Mail nutzt, muss zur neueren wechseln – der Werbeanzeigen wegen.

Yahoo-Logo

Es kommt plötzlich, aber irgendwie auch nicht überraschend. Yahoo hat mitgeteilt, dass alle User, die noch die alte Version von Yahoo Mail (dazu gehört auch Mail Classic) nutzen, zur neueren Version wechseln müssen. Lange Bedenkzeit haben die betroffenen Nutzer nicht – die Umstellung soll schon am 3. Juni vollzogen werden. Darüber berichtet Techcrunch.

Nun ist es mit der Umstellung allein nicht getan. Wer die neuere Version nutzt, muss zudem Bedingungen akzeptieren, die auch die Privatsphäre betreffen. Im Klartext: Die E-Mails, die über die neue Yahoo-Mail-Version laufen, werden gescannt. Und zwar mit dem Ziel, dass den Nutzern für sie relevante Produktangebote in Werbeanzeigen präsentiert werden. Sprich: Targeting aufgrund von E-Mail-Inhalten.

Gescannt wird auf jeden Fall

Yahoo Account erstellen?

Yahoo Account erstellen?

Zwar kann der User auf die Werbeanzeigen verzichten. Aber: Gescannt werden die Mails trotzdem. Wer das nicht möchte, muss sich einen anderen E-Mail-Anbieter suchen.

Bereits im April hatte Yahoo vermeldet, dass Yahoo Mail Classic demnächst eingestellt werden würde. In der damaligen Ankündigung war allerdings noch nichts bezüglich Änderungen an den Privatsphäre-Einstellungen zu lesen. Insofern darf man mit einigen empörten Reaktionen rechnen.

Wer also den E-Mail-Dienst zu den neuen Bedingungen nicht mehr nutzen will, kann seinen Account schließen und/oder zu einem anderen Anbieter wechseln. Wer lediglich die Werbeanzeigen blockieren will, kann dies über den Ad Manager machen.

Bei aller Empörung sollten User eins bedenken: Alles, was im Netz umherschwirrt, kann theoretisch veröffentlicht werden. Dazu gehören auch E-Mails. Wer absolut sichergehen will, dass seine Inhalte nicht veröffentlicht werden, sollte andere Kommunikationswege benutzen.

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