Technologie

Wegen Cookie-Blockade: IAB attackiert Mozilla

Der Ton wird rauer: IAB-Präsident und -CEO Randall Rothenberg kritisiert die Mozilla-Verantwortlichen scharf.

Firefox-Logo

Wir hatten bereits darüber berichtet: Die Verantwortlichen bei Mozilla hatten sich jüngst dafür entschieden, keine Cookies von Dritten mehr in der neuesten Version ihres Firefox-Browsers zuzulassen. Beim Interactive Advertising Bureau in den USA sieht man diese Entwicklung äußerst kritisch, weil sie vor allem zulasten kleinerer Unternehmen gehe.

Der IAB-Vorsitzende und -CEO Randall Rothenberg forderte die Mozilla-Verantwortlichen auf, diese Entscheidung zurückzunehmen. Kleinere Unternehmen seien für Werbung einfach auf Anzeigen-Networks angewiesen, um Werbe-Erlöse zu erzielen. Wenn diese Anzeigen-Networks nun nicht mehr den Firefox-Browser nutzen könnten, würde ein wichtiger Erlösfaktor für kleinere Unternehmen wegfallen. Im schlimmsten Fall würde dies bedeuten, dass diese Unternehmen den Laden dichtmachen könnten.

Vor allem kleinere Unternehmen betroffen

Laut Rothenberg können es sich kleinere Unternehmen einfach nicht leisten, selbst große Werbe-Sales-Teams zu beschäftigen. Einzelne Käufe auf Tausenden von Websites seien schlichtweg aus personellen und zeitlichen Gründen nicht möglich. Deswegen seien Cookies von Dritten für diese Unternehmen ungemein wichtig.

Laut AdWeek soll Mozillas CTO Brendan Eich erklärt haben, dass man sich bezüglich des Cookie-Patchs noch in der Testphase befinde. Firefox-Nutzer sollen weiterhin die Möglichkeit haben, Cookies von Dritten zuzulassen, falls sie es wünschen.

Das Blocken der Cookies soll ab Firefox-Version 22 möglich sein, die ab dem 5. April zur Verfügung stehen soll. Der Browser erlaubt dann allerdings noch Cookies von Websites, die der User auch wirklich angesehen hat. Das geht aus einem Blog-Beitrag von Jonathan Mayer hervor, einem Studenten der Stanford University, der den Patch für Mozilla geschrieben hat.

Ein Gedanke zu „Wegen Cookie-Blockade: IAB attackiert Mozilla

  1. Tibor

    Der Browser erlaubt Cookies, von Seiten die der Besucher wirklich gesehen hat…. also bleibt alles beim alten? Oder nur schlecht formuliert?

    Antworten

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