Marketing Strategie

Webseiten-Optimierung: A/B-Testing in der späten Phase extrem beliebt

Eine Umfrage nahm unter die Lupe, ob A/B-Tests bei der Webseiten-Optimierung Sinn machen, um Kundenverhalten und -wünsche zu erforschen.

Laborantin

© NASA

Es geht nicht immer nur um SEO. Marketer konzentrieren sich neben dem Optimieren für die Suchmaschinen auch auf das Optimieren für die Kundenwünsche. Allerdings sind diese nicht leicht  zu ergründen und das Kundenverhalten vorherzusehen, ist noch schwieriger.

Der „MarketingSherpa Website Optimization Benchmark Report“ erforschte das Feld Webseiten-Optimierung und wie Unternehmen dabei vorgehen. Insgesamt wendeten 47 Prozent der befragten Marketer Webseiten-Optimierung und Tests an, um daraus Schlussfolgerungen über ihre Kunden zu ziehen. Allerdings kam es dabei stark darauf an, in welcher Phase sich das Projekt befindet.

Forschungsfrage: Macht Ihr Unternehmen Gebrauch von Webseiten-Optimierung und / oder A/B-Tests, um Rückschlüsse auf ihren Kundenstamm ziehen zu können?

Testing

75 Prozent der Befragten nutzten A/B-Tests für die Erforschung des Kundenverhaltens

Je ausgereifter der Marketing Plan, desto eher wurden A/B-Tests angewendet. So nutzte nur eines von vier Unternehmen dieses Testverfahren in der Anfangsphase (Trial Phase). 76 Prozent führten dagegen keine Tests durch, um Einsichten in das Kundenverhalten zu erlangen. Jedes zweite Unternehmen gebrauchte die Methode dafür in der Übergangsphase (Transition Phase).

Anders sieht es in der Stategischen Phase (Strategic Phase) aus. Drei Viertel der Befragten griffen hier auf A/B-Tests zurück, um Rückschlüsse auf Kunden ziehen zu können.

Tests besser als Umfragen?

Die Optimierung einer Webseite ist nicht einfach. Der oder die Tester brauchen für die Durchführung von A/B-Tests alles, was sie erproben möchten, in zweifacher Ausführung. Außerdem muss die Technologie vorhanden sein, um den Traffic richtig zu messen. Das Experiment muss darüber hinaus unter der Berücksichtigung der korrekten Voraussetzungen geplant und die erhobenen Statistiken fehlerfrei ausgewertet werden. Da ist es bequemer, Kundenbefragungen durchzuführen und nach den konkreten Wünschen zu fragen.

Das Problem dabei ist, dass die Menschen meist selbst nicht wissen, was sie wollen, oder was sie bei einer Website stört. Das bedeutet nicht, dass Kundenbefragungen keinen Sinn machen, sondern dass man die Antworten mit Vorsicht genießen sollte. Auf die Befragungen aufbauend kann man weitere Tests laufen lassen, um herauszufinden, was wirklich geändert werden sollte. Aus den Meinungen lassen sich zudem die Ergebnisse eines Experiments interpretieren, oder solche entwickeln, mit denen man sinnvoll testen kann. Menschliches Verhalten lässt sich eben nicht nur anhand von eigenen Aussagen erklären.

Quelle: MarketingSherpa

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

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