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Was tun gegen Adblocker? Branchenexperten setzen immer mehr Hoffnungen auf technische Lösungen

Technische Lösungen werden im Display-Geschäft zunehmend beliebter, um Adblocker auszuhebeln. Das funktioniert bislang aber nur bis zu einem gewissen Maße.

© Flickr / Pete Bellis, CC BY 2.0

Adblocking ist ein Thema, das die Displaybranche bereits seit Jahren beschäftigt. Die Nutzerzahlen steigen konsequent an und Publisher müssen sich dem Problem zunehmend annehmen und Lösungen dafür entwickeln. Eine Umfrage hat nun ergeben, dass besonders technischen Lösungen dabei ein immer größerer Stellenwert zugeschrieben wird.

Technische Umgehungen in der Adblocker-Debatte zunehmend beliebter

Die d3con ist ein jährlich stattfindendes Event mit dem Fokus auf Display, Adtech und RTA, also Branchen, die mit Adblockern besonders zu kämpfen haben. Anfang September wurden die Teilnehmer der Konferenz als Experten auf ihrem Gebiet per E-Mail befragt, unter anderem zum Thema, wie Publisher auf die steigende Verbreitung der Software reagieren sollten (dabei waren Mehrfachantworten möglich, so kommen in der Grafik über 100 Prozent zustande).

Adblocker_d3con_Diagramm

Führend mit 64 Prozent ist die Klassiker-Antwort  „Bessere, unaufdringlichere Werbung“ – doch wie sich das umsetzen lassen sollte und ob es am Ende wirklich Nutzer motivieren würde, ihren Adblocker auszuschalten, darüber gibt es in der Branche viele Fragezeichen.

Auf dem zweiten Platz liegt mit 41 Prozent die Antwort „Technische Lösungen zur Umgehung der Adblocker“ – hier hat sich tatsächlich im Laufe des Jahres viel getan. So rettet beispielsweise Addefend aus Hamburg mittlerweise monatlich Milliarden von Adimpressions vor der Blockierung. Auch international sprießen die Startups, die sich mit dem Thema befassen, wie Pilze aus dem Boden. Admeld-Gründer Ben Barokas hat erst kürzlich Sourcepoint gestartet, mit der klaren technischen Kampfansage gegen Adblocker.

Es bleibt Raum für Innovation

Das Blocken der Adblocker funktioniert technisch mittlerweile ziemlich zuverlässig, hat allerdings einen Haken: Die Adblocker-Blocker können bisher weder Cookies noch Flash ausliefern. Also sind hier kreative Ideen gefragt, wie die entblockten Werbeflächen sinnvoll zu füllen sind. Ein spannendes Feld für innovative Ideen – diese werden nicht zuletzt auch auf der d3con 2016 diskutiert werden. Als offizieller Medienpartner der Veranstaltung werden auch wir am 15.03.2016 vor Ort sein und sind auf die Lösungsvorschläge der Publisher gespannt. Als Leser von OnlineMarketing.de bekommst du exklusiv 10 Prozent Rabatt auf dein d3con-Ticket.

Über Anton Priebe

Anton Priebe

Anton Priebe ist Redaktionsleiter und seit Ende 2013 bei OnlineMarketing.de aktiv. Der studierte Germanist und Soziologe fokussiert sich auf Technologie, kreative Marketingstrategien, Conversion Optimierung und SEO. In seiner Freizeit klettert Anton gerne Wände hoch, bereist die Welt und freut sich über gutes Essen oder neue Musik.

3 Gedanken zu „Was tun gegen Adblocker? Branchenexperten setzen immer mehr Hoffnungen auf technische Lösungen

  1. Stefan Gebler

    Man sollte Produkte von Firmen die nervende Werbung schalten boykottieren und das auch dem Unternehmen mitteilen! Wenn das viele machen wird dieser Terror schon aufhören!

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  2. Adler

    Kostenlos kann man nunmal keine Seite am Leben erhalten. Irgendwie müssen die Firmen Ihre Mitarbeiter doch bezahlen oder nicht? Ich benutze inzwischen Adbreach.
    Damit wird den Nutzern die Werbung trotz Adblocker wieder angezeigt.
    Mir waren die Umsatzeinbußen einfach zu hoch…

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  3. Columbo

    Mit Verlaub, Herr Priebe…

    vielleicht sollte sich die Werbeindustrie mal Gedanken darüber machen, WARUM immer mehr Nutzer Adblocker nutzen?

    Es gibt drei einfache Gründe, warum die Adblocker-Nutzung zunehmen:
    a) die Nutzer sind genervt von aufdringlicher Werbung (Popups, Autostart-Videos, Layer, etc.)
    b) die Nutzer wollen sich vor Malware/Viren schützen (i.d.R. durch manipuliert Scripte)
    c) die Nutzer wollen nicht von dutzenden Unternehmen getrackt werden

    Kurz und bündig: Die Werbeindustrie muss sich ändern – und NICHT die Nutzer!

    Antworten

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