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Was Kunden wollen – Google launcht Umfragetool

Googles neues Tool „Consumer Surveys“ bietet Unternehmen eine kostengünstige und einfache Variante zur Durchführung von Kundenumfragen.

Google Consumer Surveys

Von Googles neuem Marktforschungstool sollen im Grunde alle profitieren. Unternehmen sparen sich diverse Entwicklungs- und Agenturkosten, die Befragten bekommen im Gegenzug für ihre Meinung Zugriff auf speziellen Paid Content und die Publisher aus Googles Netzwerk werden für die Generierung von Antworten bezahlt.

Die Idee klingt eigentlich ganz attraktiv – und auch über die Konditionen lässt sich zunächst einmal nicht meckern. Die Preisrange reicht von 0,10 USD pro Reaktion bis hin zu 0,50 USD. Die Differenz ergibt sich dabei aus der Definition der Zielgruppe. Möchte ich eine spitze Zielgruppe befragen, muss ich naturgemäß immer etwas tiefer in die Tasche greifen. Ob die Qualität der Antworten dann tatsächlich besser ist, hängt wohl auch von der Art der Befragung und deren Zielsetzung ab.

Möchte ich als Unternehmen eine Umfrage starten – ob zum neuen Logo, einem neuen Produkt oder einfach zur Markenbekanntheit – kann ich über Googles „Consumer Surveys“-Website meine Fragen und meine eventuelle Zielgruppe eingeben. Den Rest übernimmt dann das auch schon das Tool. Gestaltung, Schaltung und Auswertung laufen komplett über Gogle. Die Daten sollen dabei streng anonym bleiben – was bei dem Datenriesen allerdings schwer zu glauben ist. Negative Aspekte sind dabei, dass es offenbar nicht möglich ist, Einfluss auf die Publisher-Seiten zu nehmen – geschweige denn, das Layout dem eigenen Corporate Design entsprechend aufzubauen. Bei großen Markenunternehmen wird sich dieses Tool also eher nicht durchsetzen können. Für kleine und mittelständische Unternehmen hingegen könnte diese Art der Umfrageerstellung schon interessanter sein.

Das von Google hochgelobte Modell „Meinung gegen Premium-Inhalte“ beschränkt wiederum auch die Zahl der Publisher immens – denn bezahlte Inhalte gibt es zumeist ja nur bei News- und Magazinseiten. Somit fallen viele Special Interest Seiten, die vielleicht für die Auftraggeber interessant sind weg bzw. werden voraussichtlich keine relevanten Kontaktzahlen erreichen. Diese will Google aber durch sein „One question at atime“- Prinzip (was auch nicht unbedingt neu ist …) erhöhen und lockt dabei mit Response-Raten, die fast 20 % höher sein sollen als bei Umfragen mit mehreren Fragen auf einmal. Dass diese Rate jedoch auch noch für die zweite oder dritte einzeln erscheinende Frage gilt, ist unwahrscheinlich.

Man wird sehen, wie die Startphase in den USA sich entwickelt und ob das Tool dann schließlich auch in Deutschland Einzug halten wird.

Quelle: t3n

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