Social Media Marketing

Was Frauen wollen

Kaum jemand weiß, was Frauen wollen. Zumindest viele Männer nicht. Zum Glück gibt’s die „Brigitte“, die einfach mal fragt.

Grafik: Gerd Altmann / pixelio.de

Die Kommunikationsanalyse der „Brigitte“ bringt Licht ins Dunkel. Sten Franke, der CEO von ethority, hat die Ergebnisse der Analyse kommentiert und gerade zum Bereich Social Media interessante Aspekte gefunden.

Vorweg die Fakten: Die „Brigitte“ befragt ihre Leserinnen. Die sind im Allgemeinen zwischen 14 und 70 Jahre alt. Die Mehrheit der Leserinnen steckt altersmäßig zwischen 40 und 59. Also eine Gruppe, die eher wenig Kontakt zu Social Media hat.

Ein Schwerpunkt der Studie ist die Beschäftigung der Frauen mit interaktiven Online-Angeboten. Hier zitiert Franke aus der Studie: „Fragt man die Frauen nach ihren Hauptbeschäftigungen mit interaktiven Online-Angeboten, stehen private Dinge im Vordergrund. 38 Prozent nutzen interaktive Seiten häufig oder gelegentlich, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. So sagen 29 Prozent, dass sie dort ihre Erlebnisse mit Freunden teilen. 28 Prozent suchen Unterhaltung und Zeitvertreib. 27 Prozent möchten sofort Bescheid wissen, wenn etwas passiert, und jeweils 22 Prozent  der Befragten erwarten Hilfestellung bei Fragen und Problemen oder möchten neue Kontakte knüpfen.“

Kaum Kontakt mit Brands

Merken Sie was? Unternehmen/Brands werden hier gar nicht erwähnt. In der Hitliste der favorisierten Beschäftigungen tauchen diese dann aber doch noch auf: „Nur 9 Prozent der Frauen möchten in ihren Netzwerken über Marken-News auf dem Laufenden gehalten werden. 7 Prozent zeigen anderen, wenn sie eine Marke gut finden, und jeweils 6 Prozent nutzen Fanseiten von Marken und Unternehmen oder tauschen sich mit anderen Fans über Marken aus. Jeweils 5 Prozent sagen, dass sie andere aktiv auf Marken aufmerksam machen oder mit den Marken selbst in Kontakt treten.“

Das sind zunächst einmal recht niedrige Zahlen. Aber Franke hat recht, wenn er auf einen wichtigen Aspekt hinweist: nämlich, wer diese Studie gemacht hat. Die Antwort: ein Print-Magazin. Und so verwundert das Ergebnis der Analyse auch nicht wirklich: „Tipps, Trends und Anregungen zu Mode, Kosmetik und Ernährung suchen Frauen noch immer weitaus häufiger bei Frauenzeitschriften.“

Grundsätzlich müssen aber laut Franke die Social-Media-Kampagnen vieler Unternehmen hinterfragt werden. Denn diese sprechen in erster Linie Männer an. Franke wagt in diesem Zusammenhang eine Prophezeiung: „Aber das wird sich in zwei Jahren, wenn die Brigitte wieder ihre Leserinnen befragt, garantiert geändert haben.“

Wir sind gespannt. Die komplette Studie gibt’s übrigens hier.

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