Marketing Strategie

Virtual Reality: The New York Times plant erste Werbekampagne in der Virtualität

The New York Times begibt sich in elitäre Gesellschaft und arbeitet an einer Werbung für Virtual Reality. Die Chancen, die das Format bietet, sind groß.

© Flickr / Nan Palmero, CC BY 2.0

Die New York Times arbeitet momentan an ihrer ersten Werbekampagne in der virtuellen Realität. Der Start der Werbung in dem bislang noch sehr exotischen Werbeformat ist in vier Monaten angesetzt.

Vier Monate Entwicklung – Details unklar

Laut Advertising Age verriet Sebastian Tomich, Senior Vice President Advertising & Innovation bei The New York Times, nach einem Meeting, dass sein Unternehmen die erste Kampagne für Virtual Reality angeht. Demnach feile das hausinterne Native Advertising Department namens T Brand Studio für einen Advertiser zurzeit an einer Werbung, die mit Brillen à la Oculus Rift oder Samsung Gear konsumiert werden kann. Vier Monate Entwicklungszeit sind bis zur Fertigstellung anberaumt. Wie genau die Kampagne aussehen wird, ließ Tomich offen.

VR-Werbung braucht Hilfestellung

Die größte Tageszeitung in den USA nach The Wall Street Journal betritt damit unbekanntes Terrain. Der Markt ist extrem klein und nur wenige sind im Besitz eines entsprechenden Geräts. Volvo machte vor einem halben Jahr zwar bereits mit einer VR-Kampagne auf sich aufmerksam, steht jedoch mit diesem Schritt bislang ziemlich alleine da. Der Automobilhersteller ermöglichte Interessenten eine virtuelle Testfahrt in seinem neuen Modell XC90 in Kombination mit dem Google Cardboard Projekt. Dies verbindet eine Low Budget VR-Brille aus Pappe oder Plastik mit einer App, um die Erfahrung der Virtual Reality auch auf das Smartphone zu übertragen. Auf der Website stellt Google neben kommerziellen Optionen eine Anleitung bereit, um sich selbst eine Brille zu bauen.

Ein Ausschnitt aus dem Angebot an Google Cardboard Brillen

Ein Ausschnitt aus dem Angebot an Google Cardboard Brillen

Weitere Kampagnen sind in Arbeit – und müssen Großes leisten

Der Chefredakteur des New York Times Magazine Jake Silverstein ließ nach der Präsentation im Big Apple durchblicken, dass im Native Ad Department an weiteren VR-Projekten gearbeitet wird. Wir können gespannt sein, was die Kreativen des Zeitungsverlages schlussendlich produzieren werden, denn die elementare Frage, die sich stellt, bleibt folgende: Warum sollten sich die wenigen Menschen, die eine VR-Brille besitzen, freiwillig Werbung anschauen?

Das traditionelle Modell von unterbrechenden Werbeclips wie im TV,  Radio oder bei Onlinevideos muss in der virtuellen Realität neu überdacht werden. Coca-Cola machte im Sommer zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien vor, wie das aussehen könnte und entführte ausgewählte Teilnehmer in die Virtualität. Hierbei liefen sie in das Stadion ein, ohne den Ankleideraum aktiv zu verlassen und waren somit in der Lage, eine einmalige Erfahrung zu machen. Ein solches Storytelling kann funktionieren, simple Clips wohl kaum. Sebastian Tomich sieht es daher zurecht als große Herausforderung an und ist von der Idee überzeugt:

It’s a big thing for us. The content itself is, without a doubt, the most immersive we’ve done.

Wie könnte diese Kampagne eurer Meinung nach aussehen? Welche Szenarios stellt ihr euch hinsichtlich Virtual Reality Advertising vor?

Quelle: Advertising Age

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