Conversion Optimierung

Umsatz dank Suchfunktion: 5 Maßnahmen, um deine Onsite-Suche zu optimieren

Die Onsite-Suche nutzt mehr als jeder 10. Shopper. Schon mit diesen 5 einfachen Optimierungsmaßnahmen lässt sich das volle Potenzial der Suchfunktion heben.

© Unplash - Freddy Marschall, CC0

Sucht ein User ein Produkt, hat er in der Regel ein konkretes Kaufinteresse. Das gilt für die allgemeine Google-Recherche ebenso wie für die Suche im Shop. Shop-Betreiber stehen daher vor der Aufgabe, dem Suchmaschinen-verwöhnten Kaufinteressenten schnell und direkt ein erfolgreiches Sucherlebnis zu verschaffen. Der Haken daran: Die Onsite-Suche vieler Händler bedarf einer Optimierung. So ergab eine unserer Auswertungen jüngst, dass 11,3 Prozent aller Shop-Besucher die Suchfunktion nutzen. Aber nur 8 Prozent dieser Suchenden schließen daraufhin einen Kauf ab. Auf 100 Online-Shopper angerechnet ordert damit gerade einmal ein Käufer nach der Suche.

Damit ihr mit einer ausgereiften Suchfunktion mehr Umsatz und zufriedene Kunden erzielt, solltet ihr diese fünf grundlegenden Punkte zur Optimierung beachten.

1. Design der Suchleiste anpassen

Eine der einfachsten Möglichkeiten zur Optimierung der Suche ist die Anpassung des Designs der Suchleiste. Ihr solltet sie gut sichtbar oben auf der Startseite platzieren und optisch von allen anderen Elementen abheben, beispielsweise durch eine besondere Farbauswahl oder eine größere Darstellung. Woran ihr erkennt, dass die Optik dieser Funktion ein wenig Feinschliff braucht? Nutzen die Kunden eure Onsite-Suche im Shop wenig bis gar nicht, kann es daran liegen, dass sie sie schlicht nicht finden.

2. Aufteilung der Suchergebnisse optimieren

Eine weitere vielversprechende Optimierungsmaßnahme ist das Aufteilen der Suchergebnisse. Sortiert ihr die Suchergebnisse, zum Beispiel nach Marken oder Produktkategorien, sorgt dies für Übersichtlichkeit und hilft euren Kunden, leichter die gewünschten Produkte zu finden.

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3. Die Sucheingabe nicht vernachlässigen

Gestaltet die Sucheingabe so bequem wie möglich: Mit einer cleveren Autovervollständigung beispielsweise macht ihr euren Besuchern die Suche leichter. Der Kunde bekommt nach der Eingabe von nur ein paar Buchstaben passende Suchbegriffe vorgeschlagen. Sollte ein Online-Shopper sich bei der Eingabe verschreiben, helft ihm mit einer Tippfehlerkorrektur. Und bedenkt, dass Käufer mitunter Synonyme zu der von euch verwendeten Produktbeschreibung verwenden. Wenn ihr diese vorausdenkt und in den Metadaten eurer Waren abbildet, verbessert ihr das Shoperlebnis merklich.

4. Leere “Keine-Treffer”-Seite vermeiden

Egal, wie groß eure Produktpalette ist: Es kann immer passieren, dass ihr ein gesuchtes Produkt nicht gelistet habt. Eine leere Suchergebnisseite ist jedoch frustrierend für den Kunden und bringt euch keinen Gewinn. Bietet dem Suchenden stattdessen Inspiration, zeigt ihm ähnliche Produkte, die meistverkauften Artikel oder eine Auflistung der Produktkategorien.

5. Evaluieren der Suchanfragen

Wichtig ist bei aller Verbesserung der Onsite-Suche auch die Analyse erfolgloser Suchen. Die Ergebnisse helfen euch den Kunden und seine Bedürfnisse besser zu verstehen. Welche Produkte hat er vergeblich im Shop gesucht? Welche Waren müsst ihr mit besseren Metadaten versehen, so dass die Suche sie besser findet? Auch die Evaluation erfolgreicher Suchanfragen bietet euch relevante Informationen und ist für die Priorisierung der Marketingausgaben sowie der Planung der zukünftigen Shopstrategie von Vorteil.

Die genannten Optimierungs-Tipps gelten selbstverständlich nicht nur für das Shoperlebnis am Desktop-PC. Auf Mobile-Sites und in Commerce-Apps erwarten User inzwischen ebenso ein Shoperlebnis, das mit Suchmaschinen und großen Online-Shops Schritt hält. Händler sollten die Suche daher auch bei der Planung und Adaption ihrer mobilen Angebote berücksichtigen.

Über Jan-Paul Lüdtke

akanoo.com/de

Dr. Jan-Paul Lüdtke ist einer der drei Gründer des Predictive Analytics Unternehmens Akanoo und ist dort unter anderem für marktgerechte Weiterentwicklung der Technologie verantwortlich. Zuvor forschte er an der technischen Universität Hamburg-Harburg im Rahmen seiner Doktorarbeit zum Thema “Selbstüberschätzung bei der Innovationsbewertung” und hat unter anderem bei der GfK SE als Marketing Consultant ein innovatives Marktforschungsinstrument entwickelt und vermarktet.

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