Social Media Marketing

Twitter wird zum Content-Lieferanten

Das meinen zumindest die Macher einer Studie, die das Verhalten von Twitter-Usern analysiert haben.

Twitter-Logo

Bei Twitter wird alles anders. Der Mikroblogging-Dienst wird sich in den nächsten Jahren kräftig verändern. Konversation? Wird es in ein paar Jahren bei Twitter nicht mehr geben. Stattdessen wird dort zukünftig fleißig Content hin- und hergeschaufelt.

Das behaupten zumindest Olivier Toubia, Professor an der Columbia Business School, und sein Kollege Andrew T. Stephen, Assistant Professor an der University of Pittsburgh. Die Beiden haben eine Studie zum Thema “Intrinsic versus Image-Related Utility in Social Media: Why do People Contribute Content to Twitter?” bearbeitet – und sind zu dem erwähnten Ergebnis gekommen. Darüber berichtet der Marketing Pilgrim.

Für die Studie wurden 2500 Twitter-User untersucht, die den Dienst in erster Linie nicht aus finanziellen Gründen nutzen. Also: Keine Brands und keine Promis. Toubia und Stephen haben zwei verschiedene Gruppen erkannt: zum einen diejenigen, die andere Nutzern mit Informationen und/oder Entertainment-Tweets versorgen. Und zum anderen diejenigen, die aus Image-Gründen twittern – nach dem Motto: “Je mehr Follower ich habe, desto wichtiger bin ich.”

Für den Test wurden nun Fake-Accounts (oder: synthetische Accounts) erstellt, um die Zahl der Follower für bestimmte Accounts zu erhöhen.

Weniger Konversation, mehr Content

Das Ergebnis: Die betreffenden User freuten sich anscheinend über den Follower-Zuwachs und twitterten mehr. Doch hatten die User eine bestimmte Zahl an Followern erreicht, ließ die Twitter-Begeisterung nach. Sie schienen erkannt zu haben: “Der Gipfel ist erreicht, mehr geht eh nicht, da brauche ich auch nicht mehr so viel zu twittern.”

Die Professoren schließen daraus: Die Wachstumsrate bei Twitter-Posts wird sich irgendwann deutlich verlangsamen. In der Konsequenz werden vor allem Promis und Brands Twitter “übernehmen.” Und diese werden vor allem ihren Content auf Twitter präsentieren wollen.

Weniger Kommunikation, dafür mehr Content. Was denkt Ihr? Glaubt Ihr auch, dass Twitter in diese Richtung steuern wird?

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