Social Media Marketing

Twitter schmeißt Ribbon raus

Das ging fix: Ribbons “In-Stream-Payment”-Option bei Twitter wurde kurzerhand vom Mikrobloggingdienst wieder entfernt.

Die Freude währte nicht lange: Erst am Morgen hatte Ribbon angekündigt, dass das Unternehmen künftig den Dienst “In-Stream-Payment” auf Twitter anbietet. Eine User-freundliche Lösung, mochte man meinen. User sollten die Möglichkeit haben, durch einen Klick auf einen Button innerhalb eines Tweets einen Einkauf zu tätigen. Und das, ohne Twitter.com verlassen zu müssen.

Doch nur kurze Zeit nach der Ankündigung entfernte Twitter diese Möglichkeit wieder. Bei Ribbon zeigte man sich überrascht und versucht nun, im Dialog mit Twitter nach einer Lösung zu suchen. Das geht aus einem Blog-Eintrag hervor.

Der Grund für die schnelle Reaktion Twitters ist noch unklar. Am wahrscheinlichsten ist, dass Ribbon mit seinen “In-Stream-Payments” gegen  die Geschäftsbedingungen von Twitter verstoßen hat. Die Frage ist nur: inwiefern?

Zur Erklärung: Ribbon kann – laut Techcrunch – als eine Art Bit.ly für Bezahlungen gesehen werden. Die Zusammenarbeit mit Twitter wurde schon früher begonnen: User konnten bislang innerhalb von Tweets auf einen Link klicken und wurden dann zu einer speziellen Seite weitergeleitet, wo dann der Kaufvorgang abgeschlossen werden konnte. Die Neuerung von Ribbon nutzte die Möglichkeiten von Twitter Cards und erlaubte einen noch schnelleren Bezahlvorgang.

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User brauchten nach dem Klick auf “Buy now!” nur noch E-Mail- und Kreditkarten-Informationen eingeben. Ein Klick auf den “Pay”-Button schloss dann den Vorgang ab. Gut für Händler: Findet der Vorgang komplett auf Twitter statt und wird nicht über PayPal o. ä. geführt, wirkt sich das positiv auf die Conversion-Rate aus.

Es ist zu erwarten, dass Twitter und Ribbon demnächst eine Lösung für die Situation präsentieren. Laut Ribbons Blog-Eintrag zeigten sich viele User interessiert an der neuen Möglichkeit. Na, schauen wir mal, was sich entwickelt.

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