Social Media Marketing

Tweets gegen Bezahlung? Twitter scheint an einem Abo-Modell zu arbeiten

Twitter plant scheinbar die Erweiterung des eigenen Netzwerks durch eine Subscription-Plattform. Hinweise darauf liefert eine Job-Anzeige für das bis dato unbekannte Team Gryphon.

© unsplash-logoMarten Bjork - Unsplash

Twitter sorgt für heftige Spekulationen. Nachdem der Social-Media-Konzern eine Job-Anzeige veröffentlichte, in der ein Mitarbeitender für ein Team mit dem Namen Gryphon gesucht wird, vermuten Branchenkenner, dass Twitter an einer neuen Subscription-Plattform arbeitet. Der Grund hierfür ist das Wording in der Stellenausschreibung. Hiernach sucht Twitter einen Senior Full-Stack Software Engineer. Dieser soll eine Abonnement-Plattform aufbauen, die künftig auch für andere Zwecke genutzt werden kann. Die Vermutung liegt also nahe, dass es sich bei dem Gryphon-Projekt um eine bezahlpflichtige Erweiterung des sozialen Netzwerks handelt. Denn laut Job-Ausschreibung arbeitet das neue Twitter-Mitglied eng mit der Payment Group des Netzwerks zusammen. Wie diese Zusammenarbeit aussehen wird, ist noch unklar. Allerdings sorgten die Spekulationen um eine neue Einnahmequelle für Twitter bereits dafür, dass der Wert der Unternehmensanteile um zwölf Prozent stieg.

Gryphon: Exklusiver Twitter Content gegen Bezahlung?

Es wäre nicht das erste Mal, das Twitter versucht, neue Einnahmequellen zu finden und dabei auf ein Abo-Modell zurückgreift. 2017 testete der Kurznachrichtendienst bereits ein ähnliches System, bei dem die User gegen Bezahlung detaillierte Analytics Insights bekamen. Experten vermuten nun allerdings, dass Twitter mit der neuen Plattform-Erweiterung den zahlenden Nutzenden eher exklusiven Content anbieten möchte. Vorstellbar ist ein ähnliches Modell wie bei Facebooks Fan-Abonnements. Hier schließen User ein kostenpflichtiges Abonnement ab und erhalten dafür von den abonnierten Creatorn exklusive Inhalte, wie Rabatte oder Einblicke hinter die Kulissen.


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Für Twitter könnte ein derartiges Modell ebenfalls Sinn ergeben. Denn mit einem Subscription-System könnten Prominente und Creator besser kontrollieren, wer auf die Tweets antwortet und mit wem sie interagieren möchten. User könnten mit einem Abo besser mit ihren Lieblings-Accounts in Kontakt treten, ohne in der Masse unterzugehen. Auch exklusive Vorab-Infos beispielsweise zu einem neuen Musikalbum oder Spielfilm könnten den Abonnenten geboten werden.

Momentan ist es noch schwer vorstellbar, dass jemand dafür bezahlt, beispielsweise Tweets von Prominenten zu lesen. Ob Twitter mit einem derartigen Abo-Modell Erfolg hat, wird sich zeigen. Und das spätestens, wenn die Arbeit des Teams Gryphon für die Veröffentlichung bereit ist.

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