Marketing Strategie

Traditionelle Werbung ist noch lange nicht verstaubt

In einer Zeit, in der Content immer spektakulär sein muss, vergisst man die Basics. Man kann aber noch von traditioneller Werbung lernen.

(c) charcoal / rgbstock

Durch SEO und das Streben nach immer spektakulärerem Content vergisst man oft, was man von traditioneller Werbung alles lernen kann. Denn heutzutage verliert man den Blick dafür, was früher mal war und vor allem was früher effektiv war.

Es geht vielmehr darum, immer neuere Infografiken oder virale Spots zu entwickeln und im Search Ranking nach oben zu kommen. Das alles schafft man nur, wenn man kreativ ist. Es gibt so viele Neuerungen, dass das Zurückgreifen auf traditionelle Werbung fast schon einer Revolution gleicht. Sei es nun Plakatwerbung, TV-Werbung oder PR-Kampagnen – wir haben einige Basics für euch zusammengefasst.

Integriere deine Kunden

Woran erinnert man sich mehr? An einen Content, oder an eine Kampagne, in der du selbst aktiv bist. Wenn du selbst in einer Kampagne vorkommst, aufgefordert wirst mitzuwirken und einfach ein Teil eines Gros darstellst, verbindest du ein großes Vertrauen in die Marke beziehungsweise in das Unternehmen. Diese Interaktion passiert nicht nur online. Auch im „echten“ Leben ist das möglich.

Mini zum Beispiel tritt seit 2007 mit den Kunden und Interessenten in Aktion – ganz simpel über Plakatwerbung. Die Kampagne „NotNormal“ generierte ein enormes Aufsehen. Sie umfasste ein breites Spektrum an Interaktion, Werbegeschenken und natürlich Aufmerksamkeit:

In der Online-Welt ist Facebook diesem Beispiel gefolgt. Anlässlich seines 10 Geburtstages generierte es automatisch ein kurzes persönliches Video für jeden User, in dem Posts und Fotos von jeweiligen Nutzer mit Musik unterlegt wurden.

Eine Geschichte erzählen

So einfach, und doch so effektiv: Geschichten. Von Kindesalter an verbinden wir Geschichten mit etwas Vertrautem. Wieso also nicht wie früher auf diese Methode auch innerhalb der Werbung eingehen? Besonders gerne erinnert man sich an Filme zurück, die unsere Gefühle, unseren Humor oder unsere Emotionen berührt haben. Diese Metriken funktionieren genauso gut in Werbevideos.

Budweiser zum Beispiel nutzte den US-Patriotismus und verfolgte die Geschichte eines Soldaten, der nach langer Zeit wieder in seine Heimat kommt. Der Amerikaner wurde mit einer großen Parade, alten Freunden und Familie begrüßt. Unterlegt ist das Video mit dem Song „I´m coming home“. Als abschließendes Bild erscheint dann das Budweiser-Logo, damit die Zuschauer auch den Bezug zur Marke herstellen können.

Etwas Unerwartetes

Wenn du Devil Baby Attack bei Youtube oder bei Google eingibst, findest du eine enorme Anzahl an Suchergebnissen. Und genau das ist es doch, worauf es ankommt. Das Video, in dem ein „Roboter-Baby“ im Kinderwagen sitzt und die Passanten mit seinem Horror-Aussehen erschreckt, hat sich wie ein Lauffeuer viral durch das Internet verbreitet.

Sachen, die erschrecken oder komplett unerwartet kommen, bleiben in der Erinnerung. Außerdem steigt dadurch die Chance, dass Freunde andere Freunde mit solchen Videos erschrecken wollen und so weiter.

Allgemein solltest du dir immer folgende Fragen stellen:

  • Ist das Video oder die Kampagne für die Zielgruppe personalisiert?
  • Erzähle ich eine Geschichte?
  • Überrasche ich meine Ansprechpartner mit unvorhersehbaren Ereignissen?

Quelle: distilled

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.