Marketing Strategie

Werbung nicht von dieser Welt: Teslas Bühne ist das All

Tesla ist nicht gerade für Werbepräsenz bekannt. Doch nun macht ein Marketingstreich Furore: ein Roadster im All.

Screenshot YouTube, © SpaceX

Die Meldungen rund um Tesla waren zuletzt ernüchternd. Nur gut, dass Elon Musk mit SpaceX Erfolge feiert. Der jüngste verhilft Tesla nun zu einem völlig neuartigen Werbestunt. Musks Tesla Roadster schwebt im All.

Eine passende Hommage an den Fortschritt

Wenn etwas den fortschrittlichen Geist Teslas verkörpern kann, dann sicher nichts mehr als die Tatsache, dass ein Wagen dieser Marke nun im All seine Bahnen zieht. Bei all der sehr innovativen Werbung für Autos wirkt diese Marketingaktion doch außergewöhnlich; sie ist außerirdisch.

Mit dem erfolgreichen Start der SpaceX-Rakete Heavy Falcon wurde Elons Musks ganz persönlicher Tesla Roadster ebenfalls ins All transportiert. Dort kann man ihn nun, besetzt von Dummy Starman, sehen, wie er sich außerhalb unserer Welt bewegt.

Die Bilder sind beeindruckend. Bei YouTube lassen sich die Live-Aufnahmen von SpaceX in einem langen Video nachvollziehen.

Der Werbestunt Teslas, das eigentlich eher durch Abwesenheit im Advertising auffällt, ist bahnbrechend.

Er zeigt dazu, dass Musk seinem Projekt weiter Vertrauen entgegenbringt.

Tesla zuletzt mit Negativschlagzeilen

Zuletzt waren die Meldungen rund um Tesla alles andere als positiv ausgefallen. Die WELT berichtet von 2,24 Milliarden US-Dollar Minus im Jahr 2017. Das waren zunächst schlechte Nachrichten, die aber den Anlegern scheinbar nicht viel ausmachten; der Aktienkurs stieg sogar. Das hängt damit zusammen, dass der Umsatz dennoch gesteigert werden konnte und dass die Produktion des Model 3 große Fortschritte macht. Dieses Modell soll Tesla den Weg auf den Massenmarkt bahnen. Trotz der Probleme mit der geforderten Stückzahl der Wagen gibt sich Elon Musk in der WELT optimistisch:

Aber wenn wir einen Roadster zum Asteroidengürtel schicken können, können wir hoffentlich auch die Produktionsprobleme beim Model 3 lösen.

Bis es soweit ist, dass weltweit und auch in Deutschland der Tesla zum Straßenbild gehört, dürfte es noch dauern. Das Unternehmensmotto „Die Beschleunigung des Übergangs zu nachhaltiger Energie“ bleibt jedoch erstrebenswert für jedwede fortschrittliche Gesellschaft. Zumindest aber haben Musk und SpaceX mit der PR-Aktion Tesla wieder einmal zu sehr positiver Publicity verholfen. Wer Werbung im All machen kann, darf sich wohl tatsächlich Hoffnungen machen, dass sich der Erfolg auf der Erde einstellen kann.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

Ein Gedanke zu „Werbung nicht von dieser Welt: Teslas Bühne ist das All

  1. Tom

    Wirklich ewähnenswert im Bezug auf Marketing ist nicht, dass das Ding im All rumfliegt. Sondern dass damit die Negativschlagzeilen vergraben werden. Und das kann Musik bei Tesla sehr gut. Bei den letzten miesen Zahlen gab’s einen LKW, der nicht existiert. Jetzt zusammengeschweißtes Blech, dass mit dem ganzen anderen Schrott um unseren Planeten kreist.
    Ich mag Tesla und finde, dass Musk viel Dinge anpackt und die Welt positiv verändern möchte. Zwar favorisiere ich eher Toyotas Ansatz mit Wasserstoff, aber darum geht’s ja nicht. Tesla ist mittlerweile finanztechnisch so katastrophal am Scheitern, dass man schon kritischer sein sollte. Serienproduktion sollte schon längst laufen, stattdessen verlassen immer mehr das Unternehmen.

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