Social Media Marketing

Tausende Instagram Follower über Nacht verloren – Was steckt dahinter?

Im Netz herrscht helle Aufregung: Zahllose User beklagen den Verlust einer mitunter großen Anzahl an Followern. Es handelt sich dabei nicht um eine Putzaktion. Aber was ist passiert?

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„Sind meine Follower hochgegangen?“, war die am häufigsten gestellte Frage der rausgewählten Bewohner des Dschungelcamps direkt nach deren Auszug. Spätestens seit „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ ist jedem klar: Instagram ist das derzeit mächtigste soziale Netzwerk auf dem Markt. Da wundert der Aufschrei, der sich gerade durch die Plattformen zieht, kaum jemanden: Instagram-Nutzer beklagen heute morgen den Verlust zahlreicher Follower über Nacht. Viele vermuten eine Putzaktion, eine Löschung von inaktiven und Fake Accounts also. Doch dem ist diesmal nicht so.

Hat Instagram eine nächtliche Putzaktion gestartet?

Alles, was wir zu diesem Zeitpunkt sagen können, ist: Nein, es gab keine Putzaktion. Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass Nutzer beim morgendlichen Blick auf ihren Instagram Account mit Erschrecken feststellen, dass ihnen über Nacht zahlreiche Follower flöten gegangen sind. Instagrams Popularität, der schnelle Aufstieg des Influencer Marketings sowie das Verlangen nach immer mehr Followern sind unter anderem Auslöser für die Verbreitung zahlloser Bots und Fake Accounts auf der Plattform. Dies hat Instagram bereits häufiger zum Anlass genommen, über Nacht tausende Bots und Fake Accounts zu löschen.

Der heutige Verlust ist für einige Accounts massiv: So feierte Dieter Bohlen erst vor zwei Tagen seine erste Million. Seit heute morgen ist er wieder auf 976.000 Follower gefallen. Fußballer Toni Kroos und Luxusuhrenhersteller Rolex haben sogar Follower im sechsstelligen Bereich verloren.

Es mehren sich dieses Mal jedoch Berichte, dass auch echte Follower dabei abhanden gekommen sind und das ist ein klarer Hinweis darauf, dass es sich nicht um eine gewollte Putzaktion Instagrams handelt.

Vor zwei Tagen erst feierte der Poptitan eine Million Follower auf Instagram, heute Nacht verlor er wenigstens 24.000 davon wieder.

Instagram bestätigt: Entfernung von Followern nicht gewollt

Gegenüber OnlineMarketing.de hat Instagram diesen Verdacht auch bestätigt:

Wir wissen, dass es gerade bei einigen Nutzern zu Veränderungen der Follower-Anzahl kommt und arbeiten daran, dies schnellstmöglich zu beheben.

Mehr Informationen wollte das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht preisgeben. Wären lediglich inaktive und Bot Accounts betroffen, wäre der Verlust kein großer – denn diese werden weder jemals dein Produkt kaufen noch interessieren sie deine Inhalte. Da aber auch echte Follower betroffen sind, bleibt zu hoffen, dass Instagram zurzeit intensiv an der Lösung des Problems arbeitet.

Dass die Anzahl der Follower bei weitem überschätzt ist, wird immer mehr Nutzern und auch Unternehmen bewusst. Viel eher kommt es auf die Interaktionsrate und den tatsächlichen Wert der Follower an, nicht auf die bloße Zahl. Gewinner ist hier nicht, wer den Größten hat, sondern wer seine vorhandene Zielgruppe mit relevanten Inhalten anspricht.

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

Ein Gedanke zu „Tausende Instagram Follower über Nacht verloren – Was steckt dahinter?

  1. Melanie

    Für mich sind Facebook und Instagram auf dem absteigenden Ast. Bei Facebook sieht man es gerade, dass sich die ersten schon abmelden, da Facebook einfach tot ist. Man erreicht seine Zielgruppe einfach nicht mehr, wenn man nicht Unsummen an Geld in den Rachen von Facebook schiebt. Da bin ich ehrlich gesagt raus. Von meinen Freunden sehe ich bei Facebook gar nichts mehr. Statt dessen nur noch gesponserte Artikel. Als nächstes wird Instagram nachziehen. Auch wenn dies noch in der Zukunft liegen mag. Meine Favoriten Plattformen sind es definitiv nicht mehr. Wenn ich für meinen Yoga Blog einen Artikel teilen möchte, mache ich dies gerne bei Pinterest.

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