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Studie: Wo gucken US-Amerikaner Online-Videos?

Auch in den USA liegt YouTube vorn. Doch im Vergleich zum Vorjahr hat ein Konkurrent deutlich zugelegt.

Foto: Corinna Dumat / pixelio.de

Wie clickZ berichtet, guckten sich 45 Millionen “unique visitors” aus den USA im März 2012 Videos auf Facebook an. Eigentlich eine stolze Summe. Doch vergleicht man die Werte mit denen aus dem März 2011, offenbart sich ein Rückgang von acht Prozent.

ClickZ bezieht sich bei den aktuellen Zahlen auf eine Studie von comScore. Laut dieser haben die Google-Seiten, zu denen auch YouTube gehört, weiterhin die Spitzenposition inne: 146,1 Millionen US-Amerikaner guckten hier im März 2012 Videos, das entspricht einer Steigerung von 2,9 Millionen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im Schnitt guckte sich der durchschnittliche User im März 2012 21,7 Stunden Online-Videos an. Allein auf den Google-Seiten lag der Wert bei 7,1 Stunden, bei Hulu lag er bei 4,6 Stunden.

Yahoo ist der große Gewinner

Die große Überraschung: Yahoo legte zwischen März 2011 und März 2012 bei den “Unique Viewers” um acht Prozent auf einen Wert von über 60 Millionen zu. Im Schnitt guckten die User bei Yahoo im März 2011 rund 72 Minuten Video – eine Steigerung zum Vorjahr um 72 Prozent. Das ist wirklich eine bemerkenswerte Entwicklung bei Yahoo.

Die Gründe liegen wohl in dem stärkeren Engagement des Internetunternehmens. 2011 wurde z. B. MLB.com Full Count an den Start gebracht: Hier können sich Baseball-Fans mithilfe von Highlight-Videos über die Major League Baseball informieren.

AOL ist mit den Daten nicht zufrieden

Kritik an den comScore-Daten gibt es von AOL. Bei den “Unique Viewers” verzeichnete comScore für AOL einen Rückgang um 23 Prozent. Ran Harnevo von AOL kommentierte dazu: “Nach unseren internen Daten gehen die Zahlen für Video-Betrachtungen und Besucher bei uns stetig nach oben. Ich weiß nicht, wie comScore zu diesen Daten kommt.”

Auf Microsoft-Seiten werden in den USA deutlich weniger Videos angeschaut als noch vor einem Jahr: Hier beträgt der Rückgang der “Unique Visitors” von März 2011 bis März 2012 satte 22 Prozent.

Die Zahlen des US-Marktes kann man sicher nicht 1:1 auf den europäischen Markt übertragen. Es ist aber sicher interessant zu sehen, wie sich die Werte für Online-Videos bei “Uncle Sam” darstellen. Für Werbetreibende sind die Zahlen wichtig bei der Frage, wo sie z. B. ihre Video-Ads am besten platzieren.

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